Dienstag, September 03, 2013

Salatdressing Deluxe

Ich esse gern Salat. Ganz ehrlich. Nicht wegen der guten Kalorienbilanz, sondern weil es mir schmeckt. Der Geschmack hängt aber weniger an den Zutaten als am Dressing.
Damit steht und fällt der Genuss. Deshalb habe ich so zwei bis drei Dressingkreationen, die ich regelmäßig zusammenmische. Einer meiner Favoriten ist ein Dressing aus getrockneten Tomaten und Walnüssen. Einfach super lecker. Und so gehts:

100ml Olivenöl in ein hohes Gefäß geben. Dazu kommen ca. 3 bis 4 in Öl eingelegte getrocknete Tomaten. Außerdem 3 bis 4 Esslöffel heller Balsamicoessig oder für die fruchtige Note etwas Himbeeressig. 2 Teelöffel Dijonsenf und eine halbe Handvoll Walnüsse.
Alles einmal gut durchpürieren und mit Salz und Pfeffer und etwas Agavendicksaft abschmecken.

Wer es würziger mag püriert einfach eine kleine Knoblauchzehe mit. Ein wirklich sehr schmackhaftes Dressing, das jeden langeweiligen Salat zum Geschmackserlebnis macht.


Donnerstag, August 22, 2013

Von Psychedelisch bis Hardcore - Typologie der (Metal)-Festivalbesucher



So ein Festival wie das Elbriot (17. August in Hamburg) bietet ja immer viel Platz für ganz besondere Besucher.
Manche bestätigen die Klischee, andere wiederum sind überraschend dort zu finden. In jedem Fall war es ein großer Spaß, Leute zu gucken und kleine Schubladen für sie zu bauen. Hier deshalb eine kleine Typologie der Metal-Festival Besucher.

Der Hardcore-Metaller: Er gehört zu den alten Hasen, hörte schon vor 20 Jahren Metal. Er läuft lässig und ein bisschen grimmig guckend über das Festival. Natürlich ganz in schwarz und am besten mit einem sehr, sehr alten Slayer T-Shirt, um der Jugend mal zu zeigen, dass sie noch Quark im Schaufenster waren, als er das erste Mal die Finger zum Metal-Gruß in die Luft reckte. Die langen Haare geben vorn am Kopf den Platz für die verlängerte Stirn frei, werden hinten aber immer noch schön schwarz gefärbt. Stil muss sein.

Die jungen Metaller: Sie sind Fans durch und durch, gehen zu jedem Festival und wollen, dass das alle sehen. Deshalb lassen sie die Tradition der Jeansweste mit Aufnähern wieder aufleben. Auf jedem Konzert oder Festival kaufen sie sich am Merchandise-Stand zu allererst, ein kleines Stoffsymbol. So reihen sich die Fetzen mit der Aufschrift Wacken 2010 bis 2012 nebeneinander auf und auch Slayer wird mit verschiedenen Flicken auf der angeranzten Wäsche gehuldigt. Bleiben zwei Fragen offen: Stimmt es, dass die jungen Dinger die Westen vollschwitzen, aber aus Prinzip nicht waschen? Und greifen Sie selbst zu Nadel und Faden oder näht Mutti nach jeder Veranstaltung die Aufnäher an die richtige Stelle?

Die Metal-Diva: Sie geht ganz in Metal auf. Aber bitte mit Stil. Schwarzer kurzer Rock, schwarze Fingernägel, gern ein paar Ketten und viele Ringe. Die Beine bekleidet einer schwarzen oft zerrissenen Strumpfhose und die Schuhe sind Mega-High Heels. Wie sie darauf einen ganzen Festivaltag übersteht ist ein Geheimnis. Übrigens: Eine Variation der Metal-Diva ist die New Metal-Diva. Sie bringt ganz verrückt Farbe ins Spiel: Pink oder Lila für die Haare, eine leuchtendes Accessoire oder auch Strümpfe in einer Knallfarbe.

Das gemeine Metal-Mädchen: Sehen wir der Wahrheit ins Auge. Weibliche Metalfans sind entweder Divas oder dickliche Mädchen in Band-T-Shirt. (Es gibt eine Welt dazwischen, aber deren Population ist leider sehr, sehr klein). Das Metal-Mädchen blickt in ihren schwarzen Klamotten meist sehr traurig drein. Vielleicht liegt es daran, dass das T-Shirt kneift, weil es eigentlich eine Nummer zu klein ist oder weil die Stacheln am Nietengürtel bei zuviel Bewegung in den Rettungsring pieksen. Sie sind leicht ungepflegt aus und unterscheidet sich äußerlich kaum vom männlichen Durchschnitts-Metaller. Also genau hingucken.

Der Psychedelic-Besucher: Meist ist sie weiblich und scheint sich irgendwie auf das Festival verirrt zu haben. Sie gehört hier nicht hin, aber wahrscheinlich gehört sie in keine uns bekannte Welt. Sie trägt ein sackartiges wild gemustertes Kleid, das bis zur Mitte der Wade geht. Das Color-Blocking wurde von ihr erfunden - aus  Versehen. Sie dreht sich im Kreise. Wiegt sich hin und her und lacht zwischendurch. Sie ist glücklich, da wo sie ist.

Der Zottel-Metaller: Davon gibt es mehr männliche als weibliche Exemplare. Er züchtet die Haare bis zur maximalen Länge, ist aber mit der Pflege nicht ganz vertraut. Da wachsen die Dreads aus alten Zeiten raus, das Gestrüpp hängt strähnig vom Schädel oder ist gerade dabei sich selbst zu Dreads zu pflechten. Vorsicht: Es besteht die Gefahr darin hängen zu blieben. Also nicht zu nah rangehen.

Der Biker-Metaller: Ein absoluter Klassiker. Er ist ein ganz harter Typ. Volltätowiert schauen Beine, Arme und Kopf aus einer strengen Lederkluft hervor. Die Tattoos sind entweder Tribals, ein Portrait seines toten Boxers oder eine Motorrad. Er trägt zur Glatze gern Lederweste und man sollte ihm nicht in die Quere kommen. Wer quatschen will sollte das woanders tun, denn der Biker-Metaler möchte unbeweglich und mit verschränkten Armen den Bands lauschen.

Eltern: Davon gibt es verschiedene Kategorien. Die lustigsten sind Mütter, die in gemusterten, dezent sommerlichen Outfits ihre jungen blonden Töchter begleiten. Sie haben sich Stöspel ganz tief in die Ohren gesteckt, schauen aber tapfer und starr auf die Bühne. Die Teenager Tochter tut ihr Möglichstes sie nicht zu beachten und redet den ganzen Tag strikt kein einziges Wort mit ihr. Könnte ja noch jemand denken, dass man mit Mutti da ist. Dann gibt’s den Vater, der selbst irgendwie ein bisschen ab und an Metal hört und einfach mal nen kleinen Ausflug mit dem Sohn macht. Er kauft Brause und ist eigentlich ganz entspannt. Der Hardcore Vater hingegen, war immer härtester Fan. Er boxt den Weg für sich und seinen Sohn bis ein paar Reihen vor der Bühne frei, animiert ihn zum Crowdsurfing und filmt das dann mit seinem iphone.

Diese Kategorien lassen sich natürlich noch ausdehen. So habe ich den Hipster-Metaller gar nicht erwähnt, der in Pastellfarbener Hose aber mit Band T-Shirt glaubt, er hätte sich gut getarnt im Metal-Dschungel und sich angepasst. Oder die Metal-Pärchen, die ganze eigene nicht immer hübsch anzusehende Überlebensstrategien entwickelt haben. Oder auch das Festvial-Mädchen, dass diesen Sommer einfach zu jedem Festival geht, weil sie gerade einen Sommer frei hat..... Ergänzungen sind hier immer willkommen.






Montag, August 19, 2013

Elbriot Festival Hamburg - kleine Review



Am Samstag (17. August) fand im Hamburg die Premiere des Elbriot Festivals statt. Das Open Air Gelände Am Grossmarkt war Veranstaltungsort. Obwohl parallel das Dockville Festival stattfand, war das Elbriot mit 14.000 Tickets ausverkauft. Ich ging mit zwei Freunden zum Festival. Wir waren gegen halb 2 da und verpassten die Band Whitechapel, was ich persönlich nicht so tragisch fand.

Zunächst aber kurz meine Eindrücke vom Gelände. Vor dem Eingang hielten sich überraschend viele Leute auf und die angrenzende Tankstelle war von einer Warteschlange umzingelt. Dass das womöglich an den krass langen Wartezeiten an den Bierständen auf dem Gelände lag, stellte sich dann heraus. Denn obwohl bis zum frühen Abend auf dem Gelände nur mäßig viel los war, war es unheimlich schwierig Bier oder alkoholfreie Getränke zu erstehen. Es gab viel zu wenig Getränkestände für die Zahl der Besucher und zum anderen schien das Personal ein bisschen überfordert zu sein. Viele Besucher beschwerten sich sehr laut darüber, dass sie auf viel größeren Festivals viel schneller an ihr Bier gekommen wären. Ich selbst gab nach 25 Minuten Wartezeit auch schon mal auf. Leider sah es essenstechnisch nicht besser aus. Zwei Stände mit Bratwürstchen, ein Hotdogstand und ein Stand an welchem wir Crepes erstehen konnten. Auch meinen Versuch Pommes zu kaufen brach ich ab, nachdem die Warteschlange sich innherhalb von 15 Minuten nicht bewegt hatte und vor mir in dieser Zeit nur drei Schalen der frittierten Kartoffelstäbchen über den Tresen gingen. Was ein Glück, dass ich noch ein Knoppers und eine Banane in der Tasche hatte.

Das Publikum war sehr gemischt, was mir persönlich gut gefiel. Einige Besucher der älteren Generation, was sicher mit Bands wie Slayer zusammenhing, die einfach schon seit mehr als 30 Jahren spielen. Auch viele junge Leute (also so Ende Teenageralter) und ich zählte mindestens fünf Elternteile, die den Nachwuchs zum Konzert begleiteten. Die Mutter, die selbst offensichtlich nicht viel mit der Musik anfangen konnte, aber ihre Tochter begleitete. Der Vater, der entspannt ne Brause für den Jüngsten kauft und der Dad, der seinen Sohn beim Crowdsurfing vor der Bühne filmt.

Da ich nicht alle Bands kannte und mich vorher auch kaum reingehört habe, kann ich von einigen nur das beurteilen, was ich vor Ort hörte. Die Mischung der Bands gefiel mir schon mal ziemlich gut. Bei Betontod mochte ich den Sound, deutscher Text ist aber nicht mein Favorit. Bei Fear Factory traute ich meinen Ohren nicht und war ganz schön verblüfft, dass der Leadsänger nicht einen Ton traf. Das war wirklich schlimm und auch der echt gute Sound der Band konnte da nix mehr reißen. Anthrax und Trivium waren für meinen Geschmack ok, wir nutzten die meiste Zeit ihrer Performances, um vielleicht doch noch ein Bier zu ergattern.
Ganz, ganz großartig waren dann Killswitch Engage. Ohne viel zu labern spielten sie ihre Songs und nutzen so die 50 Minuten richtig gut aus. Live ist die Band einfach wirklich ganz großartig und bewies das auch auf dem Elbriot Festival. Auf die nachfolgenden Bullet for my Valentine hatte ich mich persönlich ebenfalls gefreut und wir drängelten uns dafür auch in die Reihen im ersten Circle vor der Bühne. Die Band hingegen spielte echt ein paar gut ausgewählte Lieder, war aber leider sehr schlecht abgemischt. Der Leadsänger war kaum hörbar, was die Band wirklich um eine gute Performance brachte. Wirklich außerordentlich schade. Ich wünschte mir Killswitch zurück.

Zum Schluss spielten Slayer und an der Stimmung merkte man, dass sehr viele Fans genau auf diese Band gewartet hatten. Sicherlich alles Musiker, die echt was drauf haben. Da ich mich selbst aber nicht als Metal-Fan bezeichnen würde und selbst nur ein paar ausgewählte Bands aus dieser Richtung höre, blieb es für mich bei Killswitch Engage als Highlight. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt aber auch genug Metal, Metal-Fans und zu wenig Bier für einen Festvial-Tag. 

Mein Fazit: Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass dies die Startschwierigkeiten einer Debutveranstaltung sind und dass das im nächsten Jahr besser organisiert ist. Der Ton war insgesamt ein wenig zu leise und könnte im nächsten Jahr besser abgemischt sein. Insgesamt für ein Debutfestival aber eine echt gelungene Veranstaltung mit sehr entspannten Metalfans, die bei sonnigem Wetter wirklich gute Stimmung verbreiteten. Ein echt schöner Festivaltag.

Und ich glaube ich schreibe in den nächsten Tagen mal eine kleine Review über Festivaltypen, die solche Veranstaltungen besuchen. Da gabs einiges kurioses.








Montag, August 12, 2013

Borneo, die Affen und ich

Die Flüge sind gebucht, die Reisekrankenversicherung abgeschlossen und ich freue mich riesig auf den Urlaub.

Es geht nach Indonesien und zwar mit dem Rucksack. Bisher steht der Flug nach Jakarta und nach ein bisschen Recherche und Geprächen mit anderen Reisenden, versuche ich ungefähr festzulegen, was man sich so anschauen könnte.

Nur weißer Sandstrand auf Bali ist für knapp drei Wochen ein bisschen langweilig. Ich will Kultur, ich will Indonesien sehen und seit Wochen nerve ich alle damit, dass ich mir Affen im Dschungel anschauen will und vielleicht auch auf Reisterrassen herumspazieren möchte.

Das kann man wohl ziemlich gut in Borneo tun. Also wird gleich der nächste Flug von Jakarta nach Borneo gebucht. Aber wohin? Nach Balikpapan oder doch Palangka Raya? Über letzteres findet man nicht so viel im Netz, muss ich gestehen. Es ist aber ziemlich nah an einem der größeren Nationalparks.

Ingesamt gibt es einiges über Borneo im Netz zu finden. Vieles davon sind aber allgemeine Informationen zur Tierwelt und der Kultur, einiges sind Informationen über durchgeplante Reisen und Trips, die ziemlich teuer sind. Was ich vermisse sind Informationen im Lonely Planet-Format, die etwas darüber aussagen, was man dort unternehmen kann, welcher Trip in den Dschungel sich lohnt und ob man auf Borneo von Stadt zu Stadt fliegen muss, es überhaupt Busse gibt oder man lieber gleich ein eigenes Boot kauft.

In jedem Fall kämpfe ich mich gerade noch durch zahlreiche Informationen. Falls jemand schon mal da war und Tipps geben kann, höre ich gern zu. Ungefähr eine Woche haben wir für Borneo und dann soll es mit dem Flugzeug nach Bali gehen. Eine Hütte am Strand, viel Sonne, Meer und Surfen.

Das ist bisher der grobe Plan, den ich aber gern durch sachdienliche Hinweise ergänze. In jedem Fall versuche ich Reisetagebuch zu schreiben und hier später (nach der Reise) meine Erfahrungen zu teilen. Ende September geht's los!


(Quelle Bilder: Google Maps & Borneo Orang-Utan-Hilfe)

Donnerstag, August 08, 2013

60km mit dem Rad

Hamburg kenne ich langsam immer besser. Seit ich mit dem Fahrrad ins Büro fahre, sehe ich auch endlich Straßen und fühle mich viel heimischer.
Für die Umgebung Hamburgs gilt das nicht. Ich war schon mal in Moorfleet bei Ikea, aber eben auch nur mit der Bahn.

Deshalb freute ich mich auf einen Sonntagsausflug mit dem Rad. Von Stade auf dem Elberadweg bis Hamburg Innenstadt. Ein Radausflug klingt ein bisschen spießig und langweilig, ist er aber gar nicht, kann ich versichern.
Insgesamt sind wir fast 60 Kilometer gefahren und mein Fazit ist, dass es sich absolut lohnt.

Um die einfache Strecke zu fahren, sind wir zunächst mit der Bahn bis Stade gefahren. Da hier die Anschlüsse nicht immer passen, kann das schon eine ganze Weile dauern, aber bei Sonnenschein und mit Eis durchaus machbar.
Schon Stade an sich ist ganz hüsch mit vielen großen Gutshäusern mit Reetdach, Feldern und Apfelbaum-Plantagen. Das alte Land von der absolut schönsten Seite.

Es ist nur ein kleines Stück vom S-Bahnhof Stade zum Elberadweg und von dort wird es wirklich hübsch. Der Radweg ist sehr gut ausgebaut. Rechts wird er vom Deich flankiert und links vom Wasser. Kleine Imbisse ziehen vorbei, Mini-Strände mit weichem aufgeschütteten Sand. Einfach kurz anhalten und ins Wasser springen bietet sich da wirklich an.

Auf dem weiteren Weg grast auf dem Deich dann und wann schon mal eine Schafsherde und es werden immer mehr Obstplantagen. Ein richtig schönes französisches Feeling, wie ich finde.

Letztendlich sind wir bis Finkenwerder gefahren und haben dort mit der Fähre zum Fischmarkt übergesetzt. Das Wetter spielte mit und wir haben mit zwei, drei Pausen die Strecke ganz entspannt gemeistert.

Der Elberadweg ist übrigs viele, viele Kilometer länger und Infos dazu gibt es hier.




Montag, August 05, 2013

Na hier, dings, diese dings..

Die Schanze ist doch wirklich die schönste Fundgrube für die außergewöhnlichsten Leute.
Auf dem Weg das Schulterblatt runter, saß beim SB-Bäcker schon die erste Mutti in ihrem alternativen Fantasie Kostüm mit einem Stock in der Hand. Nicht irgendein Stock, sondern eher so ein Gandalf-Magier Stab.

Später lief vor mir ein wirklich sehr cooler junger Mann. Anfang 20 würde ich sagen. Da Style hier im hippen Viertel alles ist, trug er zu sommerlichen Sneakern und kurzer Hose natürlich eine Wollmütze. Schön plüschig denn bei 28 Grad und prallem Sonnenschein ziehts schnell mal am Kopf.

Das beste war jedoch die kleine Unterhaltung während welcher der nicht so coole, dafür aber schlaue Freund unserem Youngster die Welt erklärte. Wir steigen mal mitten drin ein:

Youngster: "Ja, die Wohnung würde für mich reichen. Aber der Dennis wohnt in einer so geilen Wohnung, du weißt schon..."
  Freund: "Altbau."
Youngster: "Ja genau und der hat hier sowas... wie heißt das, diese Verzierungen an den Decken?"
  Freund: "Stuck."
Youngster: "Stuck und so hohe Decken. Und dann diese geile Tür, so ne große Tür, so doppelt."
  Freund: "Flügeltüren."
Youngster: "Ja, das ist so cool, mann."


Ach schön. Musste dann leider aussteigen aus diesem Fachgespräch, da ich wegen Straßenlärm und Wind nichts mehr hören konnte.


Dienstag, Juli 16, 2013

Schalom, schalom

Super B. hat es geschafft. Er ist Möbelpacker mit nun bald abgeschlossenem Studium. Das ändert nichts an unseren merkwürdigen Konversationen. Neulich abends auf Facebook, als ich angeblich vergaß ihn anzurufen oder anzukündigen, wann ich anrufen werde.

Super B.: Ich fühle mich ein wenig verarscht, junge Dame!
LennyundKarl: Warum? ich habe gerade versucht dich auf dem Festnetzanschluss zu erreichen.

Super B.: Jetzt habe ich leider keine Zeit mehr. Und beleidigt bin ich auch..... Sehr!
LennyundKarl: Ich wusste doch gar nicht, wann du Zeit hast. Und "abends anrufen" ist sehr dehnbar.
Super B.: Du hast einfach nicht mehr geantwortet.
LennyundKarl: Quatsch. Facebook hat die Nachricht geschluckt. Ist mir heute ein paar Mal passiert.

Kurze Denkpause für Super B.

Super B.: NSA?
LennyundKarl: Naja, dass die dich auf ihrer Liste ganz weit oben haben wundert mich nicht.
Super B.: Dabei habe ich extra Bomben und Revolution und Mord aus meinem Wortschatz gestrichen. Dafür baue ich jetzt öfter mal ein freundliches "Schalom" ein.
Schalom, Schalom. Wie gehts dir denn liebe LennyundKarl?

LennyundKarl: Naja, ich weiß nicht ob das reicht. UPS Männer hauen zu wollen kommt auch nicht gut. Überhaupt Hauen als Generallösung macht dich stark verdächtig.
Super B.: Wer haut denn hier jemanden? Ich habe schon ewig niemanden mehr gehauen. Ich schüttel nur noch.

LennyundKarl: Ah ja, na dann. Aber das zusammen mt dem Schalom und du bist schon fast wieder als Terrorist verdächtig.
SuperB: Aber Schalom sagen doch die Juden. Als Jude ist man immer Opfer, niemals Täter. Schalom, schalom. Ich glaube ich bewerbe mich bei denen.
LennyundKarl: Als was?
Super B.: Als Provokateur. Aber die sind streng. Ich glaube, dass man da eigentlich nur reingeboren werden kann. Ich werde Provokateur bei denen, so wie Friedmann oder wie der Typ von der Deutschland-Safari, der Broder.

LennyundKarl: Na dann kriegste endlich deine Limousine mit Chauffeur.
Super B. Ganz sicher. Ich bewerb mich da mal. Aber jetzt erstmal wieder lernen.


Einen Sinn gibt es für solche Konversationen nicht. Aber lustig sind sie immer wieder.
Ich sollte öfter wieder über Super B. schreiben?
Mache ich.