Freitag, Oktober 12, 2007

Morgendliches Hacken

Mal wieder in der Bibliothek. Gerade die riesige Tasche ausgepackt. Die Karteikarten zurecht gelegt. Die Kopien auf dem Tisch verteilt. Wasserflasche, Ohropax und Kalender in Position gebracht. Laptop hochgefahren und nix neues im Postfach entdeckt.

Dann wieder einmal gezwungen gewesen, den Platz zu wechseln.

Warum? Weil direkt gegeüber (die Tische sind zusammengestellt) die abgemagerte Blondine ihre winzig geschriebenen Notzien in das Notebook tippt.
Nein, sie hackt sie dort förmlich ein. Denn entgegen meinem formschönen Acer scheint ein LG Notebook ähnlich einer mechanischen Schreibmaschine zu funktionieren.
Es reicht nicht aus, die Tasten zu berühren. Mit den Fingerkuppen müssen sämtliche Kräfte auf die Tastenoberfläche übertragen werden, um zum Erfolg zu kommen.

Das ist - trotzt Ohropox - unglaublich laut und bringt den Tisch leicht zum vibrieren.
Das arme Mädchen. Morgen hat sie bestimmt ganz blutige Finger oder Schwielen. Oder blaue Flecken am Hals, weil ich sie erwürgt habe.

Kommentare:

nina hat gesagt…

aaaaaaah, das kenne ich! bei mir in der bibliothek gibt es auch immer solche tastenhacker!

SirParker hat gesagt…

Glaub es aber nicht, ich habe hier einen Kollegen, den hör ich durch die (zugegebener Maßen recht dünne) Wand auf seiner Tastatur rumhacken... ein iPod mit H-Blockx oder Foo Fighters hilft! :)

Man in Metropolis hat gesagt…

Freut mich, zur Kenntnis zu nehmen, wie gut Sie sich emotional im Griff haben.

der Kaiser hat gesagt…

das Schlimmste was der Frau passieren könnte wäre das Abbrechen der Nägel ;)

MichaelLJ hat gesagt…

Man muss sich einfach auf seine eigene Arbeit konzentrieren, dann blendet sich jedes andere Geräusch automatisch aus.

ChliiTierChnübler hat gesagt…

Wenn Du sie erwürgt hast, dann gäbe es keine blauen Flecken, eher so rötliche, weil sie ja dann tot wäre und das Blau gar nicht erst entstehen könnte.

Hä? Egal, irgendwie haben die das bei CSI anders erklärt als mein PathologieProf und jetzt bin ich verwirrt.