Freitag, Dezember 19, 2008

Tach, Post!

Diese wunderbare und formschöne Karte hat mir ein Freund zukommen lassen. Völlig unverhofft, aber nicht unverdient und ich habe mich sehr darüber gefreut. Post ist doch besser also eine Mail. Und auch die Frau Mia hat versprochen mir eine Karte zu schicken. Das finde ich so nett, dass ich auch welche schreiben werde. Wer möchte eine? Dann einfach bei mir melden und dann bekommt ihr eine. Wünsche bitte an Lenny_und_Karl_verfolgen(ääät)gmx(Punkt)de. Auf geht's!



Donnerstag, Dezember 18, 2008

Geschenke

Vor ein paar Tagen war es ja bei mir soweit. Und ich habe dieses Jahr sogar Blumen bekommen. Sind die nicht hübsch? Endlich mal. Da freu ich mich doch.





Mittwoch, Dezember 17, 2008

Der Blogwichtel-Beitrag

Seit gestern steht wieder mein USB-Christbaum auf dem Schreibtisch.
Ein kleines Plastikding in dessen Boden eine Diode eingebaut ist. Sie
leuchtet abwechselnd in allen Farben der Gummibärchen: Rot, Grün,
Weiß, Gelb und Orange. Rot interessanterweise doppelt so oft. Ich
bekam den Baum vor vier Jahren von einem Freund geschenkt, der im
Vertrieb einer Computerfirma arbeitete. Zu der Zeit waren USB-Gadgets
noch neu genug, um als nerdig durchzugehen.


Tina, meine damalige Freundin, fand das Ding komisch.
„Ich dachte du meidest alles vorweihnachtliche um dir Weihnachten
nicht zu verderben?"
„Stimmt," sagt ich, denn sie hatte Recht. Weihnachten ist bei mir wie
Zuckerwatte: Ein Riesenspaß, von dem ich schnell genug habe. Also will
ich mir nicht schon Anfang Dezember den Magen daran verderben.
„Trotzdem steht der Baum da.", sagte Tina.
„Auch das stimmt," sagte ich und küsste sie um das Thema zu beenden.
Ich mochte den Baum auch nicht, aber Geschenke dürfen bei mir umso
stilloser sein, je mehr ich die Menschen mag von denen sie kommen. Das
wollte ich aber nicht zugeben. Sollten wir einmal zusammenziehen,
könnte sie mit dem Argument wer weiß was in der Wohnung platzieren.

Konfliktlösend nahm ich den Baum am nächsten Tag in die Arbeit mit und
stöpselte ihn an meinen Laptop. Ich arbeitete damals noch bei einem
alteingesessenen Unternehmen, in dem alles automatisch langweilig
wird. Auch die Plastiktanne hatte keine Chance: Ihre Diode war zu
schwach. Bei Tageslicht war nur ein dumpfes Leuchten im Stamm zu
sehen. Nun war sie wirklich albern.

Drei Tage fristete der USB-Baum sein trostloses und unbeachtetes
Dasein, dann packte ich ihn in meine Umhängetasche und brachte ihn
wieder nach Hause. Tina kam noch vorbei und später warf der Baum seine
Farben weit in den Raum, wo sie auf unserer Haut reflektieren. Rot
doppelt so oft.

Edit: -Ich finde, der Blogwichtel darf anonym bleiben. Das hält die Spannung.-

Montag, Dezember 15, 2008

Mitternächtliche Begegnungen

Es ist dunkel und es ist kalt. Die Luft ist klar.
Sonntags gegen 0 Uhr bin ich auf dem Weg nach Hause. Die Fahrt in die Hansestadt war anstrengend, doch er Weg von der U-Bahn zur Wohnung ist nicht mehr allzu weit. Quietschend ziehe ich die Reisetasche rollend hinter mir her. Über die Kopfhörer des Mp3-Players läuft laut etwas House.
Ich friere ein wenig und will nach Hause. Der Weg ist vertraut, ich kenne ihn. Jeden Pflasterstein, jeden Busch und jeden Mülleimer am Straßenrand. Es ist eine ruhige Gegend. Um diese Uhrzeit ist kaum etwas los. Ein paar Autos aber selten Menschen auf der Straße.

Kurz vor der letzten Ampel sehe ich eine Bewegung aus den Augenwinkeln. Etwas scheint hell im Licht der Straßenlampen, ein weißes Leuchten.
Ich sehe auf und sehe, dass es auf mich zukommt. Doch es nicht etwas, sondern es ist er. Ein Mensch. Ein Mann. Ungefähr 1,80m oder 1,85m groß. Und er ist nackt. Vollkommen nackt. Weder Schuhe noch Socken. Mir schießt Adrenalin durch den Körper, mein Herz schlägt schneller. Er kommt mir entgegen. Die Hände hat er vor dem Oberkörper und er spielt seinen Fingern.
Auf seinem Gesicht liegt ein ganz merkwürdiger Blick. Die Augen sind aufgerissen, der Mund zeigt ein debiles, entrücktes Lächeln. Er starrt mich an, so durchdringend psychopathisch. Ich vermeide seinen Blick und gehe schneller. Mich umzusehen, traue ich mich nicht. Ich gehe noch schneller. Ein verstohlener Blick zeigt, dass er umgedreht hat und die Straße wieder hinauf läuft, in meine Richtung. Langsam, nackt, mit entrücktem Blick. Ich überquere die Ampel - bei rot und fummele mit zittrigen Händen meinen Schlüssel aus der Jackentasche. "Hoffentlich folgt er mir nicht oder rennt plötzlich zu meiner Haustür."
Ich drehe den Schlüssel im Schloss und schaue mich noch eimal um. Der nackte Mann steht unentschlossen auf der anderen Seite der Straße an der Ampel. Die Tür springt auf. Ich hieve meine Tasche in den Hausflur. Die Tür schließe ich sorgfältig und versichere mich, dass sie geschlossen ist. Ein wenig zitternd laufe ich die Treppen hinauf und bin erst etwas erleichtert, als die Wohnungstür hinter mir ins Schloss fällt.
"Hey Mitbewohnerin, kommt mal ganz schnell zu mir ins Zimmer ans Fenster", rufe ich. Wir schauen beide auf die Straße, doch die ist leer. Er ist weg.
In meinen Ohren höre ich noch das Klopfen meines Herzen und beschließe zukünftig die andere Straßenseite zu benutzen.

Dienstag, Dezember 09, 2008

Was wichtel ich nur?

Ich habe es getan. Ganz heimlich. Still und leise. Ohne etwas zu sagen oder es zu erzählen. In aller Verschwiegenheit habe ich gelauscht, gelesen und geschrieben. Und jetzt ist es soweit. Ich bin dabei!

Beim Blogwichteln augelobt von Herrn Hollemann. 36 Blogger sind dabei. Das Prinzip ist einfach: Jeder der mitmachen wollte, musste eine Mail schreiben und bekam ganz im Stillen ein Weblog zugelost, für das er oder sie einen Gastbeitrag schreiben muss.

Ich hatte da ja schon jemandem im Auge für den ich gern etwas geschrieben hätte. Aber ich darf leider nicht sagen, welches Weblog es ist und ob sich der Wunsch erfüllt hat. Gar nicht so einfach nichts zu sagen. Also sag ichs doch:... Ach nein, doch nicht. Oder doch?

Am Besten werde ich mich mal ganz ausführlich in mein Gastweblog einlesen und mir eine wunderbare Geschichte überlegen. Ach ick freu mir!

Mittwoch, Dezember 03, 2008

Dienstag, Dezember 02, 2008

Bestandsaufnahme

  • 720 ungelesene Feeds
  • ein volles Postfach
  • zwei Paar neue Schuhe
  • neue, alte Teller
  • neues, altes Besteck
  • drei Kilo weniger
  • eine zweite Reisetasche - geliehen
  • viel Zuspruch und Verständnis
  • neue Bücher
  • freudige Überraschungen
  • drei Maschinen Wäsche
  • zwei neue Düfte
  • Vorfreude

Freitag, November 21, 2008

Wünsche

Ich wünsche dir Zufriedenheit
... mit dir selbst und deiner Situation. Das Gefühl in dir zu ruhen und dir selbst genug zu sein. Nicht immer auf der Suche, sondern angekommen zu sein in dir selbst.

Ich wünsche dir Glück
... in den wichtigen und unwichtigen Dingen des Lebens. Einen kurzen aber herrlichen, vorbeiziehenden Moment und einen langen, andauernden Zustand der Freude. Lachen und Weinen vor Glück.

Ich wünsche dir Liebe.
... für dich selbst. Für deine Gefühle und vor allem die Achtung deiner Werte und Vorstellungen. Liebe dich so sehr, dass du die Achtung deinerselbst als warmen, weichen Schutz dieses Gefühls aufbewahrst, sie hütest und schützen kannst, sie vor jeder Schändung bewahrst und die ihr zugefügten Wunden heilst. Wahre Liebe wünsche ich dir, für andere. Ein Zustand frei von harter Arbeit, von stechende Zweifeln. Etwas reines und neues, das unbelastet gedeiht, fernab von der vergifteten Luft alten Ballasts, von gierigen fremden Blicken und dem verschmutzten Unrat des erneuten Erwärmens.

Ich wünsche dir Vertrauen
... in dich selbst. Das Gefühl auf deine Entscheidungen, Wünsche und Gefühle vertrauen zu können. Eine Vertrauen, dass dich tief aus dem Inneren bewegt, die handeln lässt und dich über jeglichen Zweifel erhaben macht.

Ich wünsche dir Energie und Tatendrang
... ein Gefühl geboren aus dem tiefen inneren Drang nach Selbstverwirklichung. Einen Kanal der den Schacht verlässt und wild und ungezügelt Furchen gräbt, um sich auszudrücken. Einen Drang, der Ketten löst und Gewalt entfesselt, der dich zunächst Schritt für Schritt und schließlich sprunghaft vorantreibt. Immer weiter, nach vorn drängend und pushend.

Ich wünsche dir Erfolg.
... ein Gefühl des Gelingens, das Stärke nach sich zieht. Bestätigung in dem was du tust und in dem, was du sein willst. Der Moment der ganz oben zu sein scheint, der nicht besser sein könnte und der dich stolz macht.

Ich wünsche dir Bewusstsein
... für dich. Eine sehr deutliche wahrgenomme Erfahrung deiner selbst. Deines Inneren Kampfes und der Zwiegespaltenheit. Deiner äußeren Wirkung. Bewusstsein für deine Äußerungen und deine verbalen Abgrenzungen. Vor allem jedoch wünsche ich dir Bewusstsein für deine Situation. Die Lage der aktuellen Befindlichkeit, des örtlichen Seins verbunden mit der Fähigkeit eine Unterscheidung beider zu treffen.

Ich wünsche dir Mut
.... auf dein Gefühl zu vertrauen. Aus dem Bauch heraus zu entscheiden und das Kopfkino ohne dich als Zuschauer laufen zu lassen. Unpopuläre Entscheidungen zu treffen und dich gegen das ewige Prinzip des "daran kann man arbeiten, um es zu ändern" zu entscheiden. Mut selbstlos zu sein, Mut allein zu sein, Mut neue Weg zu erkunden, Mut "Nein" zu sagen, Mut etwas anzupacken ohne nachzudenken.

Für eine Freundin - die Beste!

Dienstag, November 11, 2008

Geschenke

Eines der besten, lustigsten und kurzweiligsten Geschenke, die ich in letzter Zeit bekommen habe, ist folgendes: Der Kalender ist liebevoll gebastelt und ich kann jeden Tag eine Luftpolsterfolienblase zerdrücken. Da er im Büro liegt montags sogar drei, um das Wochenende abzuarbeiten. Super! Danke!

Darauf dürfen Sie jetzt übrigens so richtig neidisch sein Herr Parkster!

Sonntag, November 09, 2008

Talent

Das Supertalent.

"Super sind die Leute hier in jedem Fall, super schlecht", findet Lenny_und_Karl und schämt sich gerade ein bisschen mehr als fünf Minuten auf dieser Sendung hängen geblieben zu sein. Eine Frau mit schmalen Schultern, schmaler Attraktivität und noch schmalerem Talent betritt die Bühne mit einem aufgeblasenen Selbstbewusstsein in der Tasche.

"Ich kann singen wie Celine Dion, aber ich habe leider noch nicht die richtigen Leute getroffen, um Erfolg zu haben", schreit sie begeistert ins Mikro. Die erste Sätze von "My heart will go on" stellen auch unter Beweis, dass sie zudem noch nie Leute getroffen hat, die englisch sprechen.

Super B. fängt an zu lachen. "Pah, wenn die Talent hat, hab ich das auch. " Er überlegt kurz. "Ich glaub ich geh dahin und dann gewinn ich da erstmal."
"Wieso, was kannst du denn", fragt Lenny_und_Karl überrascht.
"Saufen" antwortet Super B. knapp.
"Hahahah, genau!"
"Ja ich geh dann auf die Bühne und nehme einen Kasten Bier mit." Er schreitet langsam den Flur hinauf. "Den ziehe ich dann hinter mir her. Wie so eine Holzente, auf Rollen eben."
Kunstpause, dramatischer und tief überzeugter Blick.
"Und dann sage ich: Ich bin Super B. Das ist ein Kasten Bier. Und den mach ich jetzt leer."

Schlechter ist das Talent ja auch auch nicht. Zumindest könntet er schon mal zwei Sätze geradeaus sprechen.

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Das musste mal gesagt werden!

"Sex mit Madonna ist wie kuscheln mit einem Stück Knorpel."
- Zitat Guy Ritchie -



Vielen Dank, Guy Ritchie - Danke!

Sonntag, Oktober 12, 2008

Super B.

SummSummSumm. Ein leises Klacken, kurzes Drücken und die Tür zum Hausflur springt auf. Ein paar Treppen höher steht die Wohnungstür offen. Lenny_und_Karl legt Taschen und Jacke ab. Die Wohnung scheint leer.

"Super B.?"

Die Tür zum Schlafzimmer steht offen. Auf der Matratze wölbt sich ein zusammengekauertes Häufchen. Sie setzt sich vorsichtig auf die Bettkante, um das Häufchen nicht zu erschüttern.

"Super B. was ist los? Es ist Sonntagmittag, du hast gesoffen und ich habe Cheeseburger zum Frühstück mitgebracht.

"Leeeennnnyyyy_und_Kaaaarrl!"

"Ja, Super B.?"

"Mir gehts schlecht."

"Ach was!"

Super B. zieht sich die hässliche blaue Decke vollständig über den Kopf. Ein dumpfes Grummeln ist zu hören.

"Ich habe Kopfschmerzen, mir tut alles weh und, und, und ich habe meine Brille verloren."

"Du hast was? Wie verliert man die denn, wenn man sie auf der Nase hat?"

"Weiß ich nicht. Die war einfach irgendwann weg."

"Wo warst du, als du es bemerkt hast?"

"Weiß ich nicht mehr. Ich habe es einfach irgendwann gemerkt - 'hubs du siehst ja gar nichts mehr', aber da wusste ich auch schon nicht mehr, wo ich vorher war."

"In welchen Clubs warst du denn insgesamt."

"Mir ist schlecht, ich habe auch schon gekotzt. Und ne Aspirin habe ich auch genommen, vor 2 Minuten."

"Die brauchen aber ein bisschen um zu wirken."

"Mir geht es aber jetzt schlecht."

"Und die Antwort auf meine Frage?"

"Ich weiß nicht mehr, wo ich war. Ich bin doch dann wie ein streunender, reudiger Kater. Mal hier mal da und wieder zurück."

"Meinst du, du kannst aus dem Bett kommen oder zumindest die Decke heben? Die Hälfte von deinem Gemurmel verstehe ich nämlich nicht."

"Nein! Leeennny_und_Kaaarrl, ich werde nie wieder etwas sehen können. Ich kann nichts mehr sehen."

"Liegt wahrscheinlich daran, dass du den Kopf unter der Decke hast."





Fortsetzung folgt.....

Donnerstag, Oktober 09, 2008

Stolze Väter

"Hey, wie gehts dir und dem Baby?"

"Ach uns gehts gut."

"Der Bauch ist ja schon ordentlich gewachsen."

"Ja", sagt sie und verzieht das Gesicht. "Beim Ultraschall hat der Arzt aber nur hier, eher unterhalb des Bauches geschaut, ich fürchte die Pracht kommt eher von meiner Lust zu essen. Auch ein paar Lackkritzschnecken?"

"Och, lass mal. Freut sich denn der Vater auch?"

"Ach dieser Blödmann, der dieses Wochenende wieder nicht da."

"Warum?"

"Irgendso ein Dorffest in seiner Heimat. Da läuft er los und betrinkt sich mit seinen Kumpels maßlos. Heute morgen hat er mich dann auch noch angerufen und geweckt - sturzbetrunken."

"Na wenigstens meldet er sich."

"Weißt du was er erzählt hat?: 'Ich habe allen er-er-zählt, dass ich Vater werde, aaaalllen und dass ich stolz bin. Ich haaaabe einen Sooohhn gezeugt. Jaaaa genau. Aaaalllen haab ich das er-er-erzählt. LOS, sag was liebes! Sag was liebes' "

"Und was hast du gesagt?"

"Nichts. Ich habe aufgelegt. Ich honoriere ein solches Verhalten nicht."

Montag, Oktober 06, 2008

Was ihr noch nie über mich wissen wolltet

Herr Schmidt ruft und ich springe...

Wann bist du heute aufgestanden?
7:26 Uhr - geklingelt hat das Telefon natürlich schon eine halbe Stunde früher - wie immer.

Diamanten oder Perlen?
Weder noch. Zu aufgeblasen und in den meisten Formen schlicht hässlich.

Was war der letzte Film, den du im Kino gesehen hast?
Ähm, ähm hab ich vergessen. Kann also nicht so toll gewesen sein. Die Nachos waren widerlich. Das weiß ich noch!

Was ist deine liebste Fernsehserie?
SIMPSONS - unangefochten. Aber auch Dr. House, Grey's Anatomy. Übrigens bin ich auch heimlicher Star Trek-Liebhaber. Aber nur wenn Captain Picard dabei ist. Und ich mag den Ossi-Fisch aus Amercian Dad - großartig.

Was hast du normalerweise zum Frühstück?
Müsli (Dinkel, ohne Zucker) und wechselnde Früchte mit Naturjoghurt - fast immer.

Was ist dein zweiter Vorname?
Gibts nicht, im Osten hatten wir ja damals nix.

Welches Essen magst du überhaupt nicht?
Pilze, die Haut auf der Milch, Spinat, Speck....

Was ist deine momentane Lieblings-CD?
"Don't Look back" und der Live-Mitschnitt des Abschiedskonzerts von Fury. Muss sein, schließlich haben die aufgehört.

Welches Auto fährst du?
Ich fahr Bahn und ein 20-Jahre altes Fahrrad - der beste Diebstahlschutz in Münster.

Lieblings-Sandwich?
Muss ich passen.

Welchen Charakterzug lehnst du ab?
Ignoranz, Arroganz und Unehrlichkeit.

Dein Lieblingskleidungsstück?
Meine Bench-Jacke - die ist warm und ich friere doch so gern.

Wenn du irgendwo auf der Welt hinfliegen könntest?
Wäre ich erst in Asien, dann in Australien und dann würde ich durch Südamerika pilgern.

Lieblings-Kleidermarke?
Die werden doch alle von kleinen Kindern unter Wasser handgeklöppelt. Das Label ist dann doch egal.

Wo willst du dich zur Ruhe setzen?
Am Strand, mit einer schönen Hütte auf Pfählen und ner Hängematte vorm Eingang.

An welchen Geburtstag erinnerst du dich?
Die letzten drei sind ausgefallen. Deshalb bin ich immer noch 19. :-)

Welchen Sport schaust du dir am liebsten an?
Basketball, noch Fragen?

Weitester Ort, wo du das hier hinschickst?
blogger.com

Wann ist dein Geburtstag?
14. Dezember - aber nur alle zwei Jahre

Bist du ein Morgenmensch oder Nachtmensch?
Nachtmensch. Weil ich morgens schlecht raus komme und weil ich sehr gern schlafe.

Was ist deine Schuhgröße?
40, aber erst seit zwei Jahren, vorher die 39, merkwürdig.

Haustiere?
Wollmäuse, ab und an unterm Bett.

Irgendwas Neues, Aufregendes, das du uns unbedingt mitteilen musst?
Mein alter Lehrer hat mich angeschrieben. Er ist kein Lehrer mehr, aber ich darf ihn immer noch duzen und er ist immer noch klein und lustig.

Was wolltest du früher mal werden?
Journalistin, Ärztin

Wie geht’s dir heute?
Sehr gut. Ich muss nur dran denken, dass ich Haarspülung kaufe.
Sehr schlecht. Ich muss meine Kontaktlinsen wahrscheinlich wieder abgeben wegen Unverträglichkeit.

Was ist deine Lieblingsnascherei?
Jede Menge. Ich verzichte aber seit drei Monaten auf alles: Leider gehts es mir so viel besser. Verdammt!

Auf welchen Tag in deinem Kalender freust du dich schon?
Auf den Urlaubstag - Wahrscheinlich im November.

Was hörst du gerade?
Kanye West - Homecoming

Was hast du als letztes gegessen?
Frühstück - aber hier liegen M&M's gefüllt mit Erdnussbutter - frisch aus New York eingetroffen.

Lieblingsgetränk?
Saft in jeglicher Variante - Fruchtsaft natürlich.

Lieblingsrestaurant?
Papa George in Münster.

Echte Haarfarbe?
Das verschweige ich.

Was war als Kind dein Lieblingsspielzeug?
Es gab da so einen kleinen Drehkreisel mit ner Schnur, aber darüber kann ich nicht sprechen...

Kaffee oder Tee?
Tee - mit Marzipanaroma, mit Zimt, mit Ingwer...

Was ist unter deinem Bett?
Reistasche, Bettkasten mit Taschen, Wollmäuse, Schuhputzzeugs.

Wovor hast du Angst?
Davor!

Wie viele Schlüssel hast du an deinem Schlüsselbund?
Sechs. Bei einem weiß ich nicht, was er öffnet.

Liebster Wochentag?
Mittwoch, eigentlich. Seit heute wahrscheinlich Montag, da ich die SIMPSONS um 18 Uhr immer verpasse, sie aber montags um 20:15 Uhr laufen. JUHU!

Findest du schnell Freunde?
Nein. Ich kenne ein paar Leute. Ein paar gehen mir schnell auf die Nerven oder sind erdrückend.

Hast du viele Freunde?
Es gibt schon ein paar, die ich ins Herz geschlossen hab. Die sind an dieser Stelle alle lieb umarmt.

Das Stöckchen geht heute an Melli und den Herrn aus Kreuzberg.

Freitag, Oktober 03, 2008

Einheit! Einheit?

Passend zum 3. Oktober, dem "Tag der deutschen Einheit", habe ich einen schönen Beitrag geschrieben. Darüber was mir immer wieder zum Ost-West-Verhältnis auffällt, darüber womit ich immer noch konfrontiert werde, darüber, was ich davon halte.

Dieser Beitrag ist doch sehr lang geworden. Deshalb habe ich mir überlegt, dass ich daraus einen Podcast mache und ihn Montag oder Dienstag online stelle.

Denn ob Einheit oder nicht: die Konfrontation mit Vorurteilen, Mythen und Dummheit beschränkt sich leider nicht auf Feiertage.

Dienstag, September 30, 2008

My Desk - Now!



Sie haben es nicht anders gewollt Herr Schmidt! Sie haben mich augefordert sofort meinen Schreibtisch zu fotografieren und weil ich es sonst vergessen, habe ich es natürlich getan.

Deshalb müsse Sie jetzt auch mit dem Anblick leben. Kreativ-Chaos nennt sich so etwas und lässt sich bei meiner Arbeit natürlich nicht vermeiden. Wie man sieht, bin ich heute besonders fleißig - wie immer natürlich.

Montag, September 22, 2008

Männerlegende

"Aaaahhhhh Moment", schreit Lenny_und_Karl.
"Was denn?", fragt ihre beste Freundin etwas genervt zurück.
"Es ist soweit, ich komme einfach nicht mehr klar."
"Wieso, was ist denn jetzt schon wieder?"
"Ich hab mich bemüht, aber ich schaff es nicht, ich brauche Hilfe, ich blick nicht mehr durch."
Die beste Freundin schaut sie mit ausdruckslosen Augen an. "Versteh ich jetzt nicht",sagt sie.
Lenny_und_Karl holt tief Luft und versucht zu erklären.
"Es sind schon einige und mein Gedächtnis in solchen Sachen, war nie sonderlich gut", versucht das Chaos zu ordnen.
"Wie jetzt, worum gehts denn?"
"Ich spreche von Namen, genauer von den Namen deiner Männer. Wer war jetzt nochmal Sebastian?"
"Na der den ich an dem Abend in der Disko kennen gelernt hab."
"Ok das reicht", mit einem lauten Knall fliegt der Stuhl gegen die Wand und Lenny_und_Karl verschwindt.

Knapp 15 Minuten später betritt sie wieder die Küche und legt mein einem schwungvollen Zischen ein Blattpapier auf den Tisch.

Die Beste Freundin ist immer noch verwirrt.
Entschlossen sagt Lenny_und_Karl: "Das ist meine Legende, wie bei ner Grafik.
"Du schreibst dir ne Legende für meine Männer?"
"Klar. Ich kann die nicht mehr auseinanderhalten. Die Legende sieht jetzt aus wie folgt:

Christian: im Urlaub kennen gelernt, groß, schick

Klaus: ebenfalls ganz schick, dunkle Haare (wollt sie immer schon mal), will alles was mit ner Beziehung zu tun hat, will es aber nicht so nennen folglich, er will es Sex ja, Beziehung nein nennen, zog sich schon nackt in ihrem Auto aus, Details: ganz ordentlich im normalen Rahmen

Oliver: Hat eine Freundin, sie ist nur kumpel und gibt ihm Beziehungstipps, glaubt er will es mit ihr trotzdem mal testen, sie weiß noch nicht recht, ob sie da Bock drauf hat

Anton: Hat bereits ein Kind, liegt ganz gut im Rennen, zur Zeit eine mehr oder weniger freundin, offen, was da noch geht, man sieht sich derzeit zu selten, details noch nicht gecheckt

Robert: der Ordentlichste von allen, Jobs, ganz selten Drogen, Details: am besten und größten von allen, dadurch viele Pluspunkte

Donnerstag, September 11, 2008

Ich werde Model

Ja ich habe ihn immer noch und ich werde ihn auch behalten - meinen Studivz Account. Ich halte Kontakt zu alten Freunden, zu nicht so alten Freunden, Freunden im Ausland und in ganz Deutschland. Das funktioniert ganz gut.

So gut sogar, dass alte Freundschaften auch wieder aufleben. In den letzten vier Wochen haben mich zwei alte Kumpels aus Schulzeiten spontan angerufen. Einfach so. Grüße aus dem Urlaub oder um mal zu quatschen, wie früher, als wir das stundenlang konnten. Ach schön.

Die merkwürdigen Begegnungen hingegen bleiben nicht aus. Die ständigen Erkundigungen nach meiner Befindlichkeit und die Wünsche und Grüße geschrieben von mir unbekannten Personen. Die ignoriere ich oder beantworte sie wie folgt:

Werter Mr. Nice, wenn wir uns nicht kennen sollten, bitte ich darum Nachrichten zu unterlassen. Ich lege wenig Wert darauf inhaltsleere, vermeintlich nette Sätze von mir fremden Personen zu erhalten. Vor allem wenn ich deren Auslösermotivation auf eine Foto oder den angegebenen Beziehungsstatus zurück führen könnte.


Mr. Nice nannte siche übrigens wirklich Mr. Nice und tut es immer noch. Sein Profil pflegt er mit einem Bild seiner selbst von Schlamm bedeckt.

Angebote ganz anderer Art kamen neulich auf mich zu. Überschrieben mit: "Mal eine außergewöhnliche Frage...

Hey du.... ich bin nebenberuflich noch Fotograf und mache hin und wieder auch spezielle Projekte.... Jetzt einfach mal ne Rundfrage an alle bekannten Gesichter ;-)))))))) Jetzt wollen wir mal was ganz anderes machen,was aussergewöhnliches nämlich nen Kalender für 2009 nur mit Füßen von Mädels.... Hättest du vielleicht Lust dir auch dafür mal von mir deine Füße fotografieren zu lassen ??? Kannst ja schonmal auf http://www.wxyz-fotografie.net/ unter Projekte schauen, da sind nen paar Beispiele drin wies ungefähr werden soll..... Würde mich freuen wenn du kurz zurückschreiben würdest.

Hey du.. - Na das hat wohl jemand Rundmails über copy und paste geschrieben. Wie der junge hässliche Mann darauf kommt, dass ich ein ihm bekanntes Gesicht sein könnte, ist mir schleierhaft. Er kommt aus meiner Heimatgegend und ich will nicht ausschließen, dass ich in der ersten Klasse mal an ihm vorbeigelaufen bin, aber mir ist er völlig unbekannt.

Meine Füße sind nicht schön. Das will ich aber nicht schreiben. Ich überlege noch die passende Antwort.

Dienstag, September 02, 2008

Today & Tomorrow

I am currently out of office, returning on thursday, September 4th.
I am visting IFA in Berlin.
If your matter is urgent, please contact another member of the team on +49-40-123 45 67 or call me on my mobile +49-171-76 54 321 or meet me there.

Montag, September 01, 2008

Farewell & Goodbye

Hannover - Das war am Samstag die Stadt der Städte in Deutschland. Nein, es wurde kein Fußball gespielt, es gab auch keine Naturkatastrophe oder ähnliches. Am Abend des 30. August gab es dort ein Konzert. In der Gilde Parkbühne spielten Fury in the Slaughterhouse das allerletzte Konzert ihrer Abschiedstournee "Farewell & Goodbye". Frau Lenny_und_Karl durfte da natürlich nicht fehlen. Und was soll ich sagen: Es war großartig!!!
Terry Hoax als eine der beiden Vorbands waren grandios. Sehr rockig, dynamisch und mitreißend.

Die Furys folgten und verabschiedeten sich mit einem grandiosen Konzert, in dem sie viele alte Hits und einige der neueren Songs zum Besten gaben. Die Stimmung war fantastisch. Die Leute konnten jedes Wort mitsingen, feierten ihre Band und bereiteten ihnen einen schönen Abschied, der es ihnen dennoch schwer machen sollte, zu gehen.
Da Fury ja immer auf der Suche nach neuen und innovativen Dingen sind, hatten sie ein Unternehmen gefunden, welches das Konzert direkt live mitgeschnitten und auf einen USB-Stick gezogen hat.
Sonntag im Büro lief der Mitschnitt dann nochmal rauf und runter. Ach traurig bin ich ein bisschen und die Hoffnung auf eine Reunion stirbt nicht. Schön wars. Glaubt ihr nicht? Dann guckt mal hier:






Dienstag, August 26, 2008

Hoch, hoch, hoch

...soll er leben.
Happy birthday to me, happy birthday to me.
Nun ja, fast. Um ganze zehn Tage habe ich ihn verpasst, dabei wollte ich dieses Jahr doch eigentlich drauf aufpassen. Aber dennoch soll er ein bisschen geehrt werden. Der Bloggeburtstag! Zwei Jahre.
Die besten Wünsche: Das ersprechen zur baldigen Verbesserung der Blogeintragsfrequenz.

(Bildquelle: MySpace/Freenet)

Mittwoch, August 13, 2008

Verdammt!

Auf Kabel läuft doch gerade Star Trek.
Wie konnte mir das entgehen. Ein Glück bin ich ein notorischer Zapper.

Eine Doppelfolge der Kinofilme. Erst kam "Der erste Kontakt" und nun läuft "Der Aufstand". Beides meine Lieblingsfilme aus der Star Trek-Reihe. Der wunderbare Jean-Luc und die gruseligen Borg.

Verdammt und ich kann den Schluss nicht sehen, weil ich ins Bett muss. :-( Verdammt!

Samstag, August 09, 2008

Mein persönlicher Prophet

An Hotlines rufen ja die merkwürdigsten Leute an. Meist ist ihr Verhalen durch begrenzte intellektuelle Fähigkeiten oder unbegrenzte alkoholische Zuneigung zu erklären. Einen gibt es aber, der immer wieder anruft und der in keine der Kategorien passt. Wir nennen ihn den Alien-Mann. Warum? Na das zeigen die folgenden Telefonate. Für mich ist der Mann ja schon zum persönlichen Propheten geworden. Was der so alles weiß...

Anruf 1(sehr wütend und aufgebracht): "Ich soll euch von den Aliencops sagen, dass ihr alle, ihr Verdammten in ein Zuchthaus kommt. Eingesperrt werdet ihr in den Knast und dann werdet ihr schmoren auf ewig. Tausende von Jahren in Höllenqualen auf eurem verdammten Alienplanete von dem ihr kommt."

Anruf 2 (erklärend): "Das sag nicht ich, dass ihr in den Knast kommt. Ins Zuchthaus und dann bleibt ihr da die nächsten 50 bis 100 Jahre, die bleibt ihr dann da.
Das hab nicht ich gesagt, dass hat die Mutter Maria zu mir gesagt. Ja und dass ich, der Peter, mir dann Adam und Eva angucken kann. Ja Adam und Eva kann ich dann im Fernsehen sehen. Das hat die Mutter Maria zu mir gesagt."

Anruf 3 (besorgt und ruhig): "Ich würde hier an ihrer Stelle schnellstmöglich verschwinden. Die Erde, die fliegt in den nächsten fünf bis zehn Jahren in die Luft. Sie sollten schnell hier verschwinden und mit ihren Ufos wegfliegen. Die Aliencops, die Aliens die werden die Erde zerstören, die sprengen den Planeten. Ich weiß wo sie hinkönnen, aber fliegen sie hier weg mit ihrem Flugzeug. Sie sollten besser den Planeten verlassen."

Anruf 4 (sehr traurig und entschuldigend): "Es tur mir sehr leid. Ich weiß es nicht was mit Ihnen passiert. Doch ich weiß es, aber ich darf Ihnen nicht sagen, was mit ihnen passiert. Sie sollten sich auf jeden Fall Sorgen machen. Das hat Gott gesagt."

Anruf 5 (warnend): "Sie brauchen sich gar kein neues Auto zuzulegen - auch keinen Gebrauchten. Ich würde mir gar kein Auto kaufen. Das lohnt sich nicht. Das ist ja der Witz. Fliegt eh alles in die Luft. Den Witz des Tages, den überleg ich noch, aber der Witz am Morgen ist, dass sie sich gar kein neues Auto brauchen kaufen. Gehen sie zu Fuß."

Anruf 6 (weise und wissend): "Ich brauch die Zukunft nicht zu wissen, ich kenn sie. Ich kenn die Bibel. Der Witz des Abends kommt noch. Aber da ist der Witz des Tages. Die Affen haben die Außerirdischen aufgehangen. Wo denn? Na am Baum."

Langsam macht mir der Name Peter etwas Angst!

Donnerstag, August 07, 2008

Ansichtssache

Bling, bling, bling! Die Küche strahlte. Die Arbeitsfläche konnte wieder atmen, nachdem sie von Deko befreit war und auch die Ecken des Raumes waren wieder sichtbar.
25 leere Eierkartons stapelten sich in der Ecke und es war möglich wieder frei durchzuatmen.

Ruuumms, fiel die Tür ins Schloss. "Was ist das?", schrie eine entsetzte Frauenstimme. Die Mitbewohnerin war aus dem Urlaub zurück. "Das geht ja gar nicht! Das ist nicht mehr meine Wohnung, was ist denn hier passiert?", fassunglos stand sie in der Küche.
Die beiden Mädels zuckten mit den Schultern. "Wir haben aufgeräumt. Sauberkeit nennt man das. Das ist hier passiert."
Ihr Kopf lief rot an. Wütend knallte sie die Koffer in die Ecke und verschwand in ihrem Zimmer.
Am nächsten Tag fanden alle in den Keller geräumten Dekomaterialen ihren verstaubten Weg zurück in die Wohnung. Der formschöne Kunstfarn, die Plastiksonnenblumen und die Erdbeere aus Pappmaché. "Jetzt ist es wieder gemütlich", freute sie sich.

Mit einem Übelkeitsgefühl im Bauch, verdrehten die anderen beiden Mädels die Augen. Na toll. Heimlich beschlossen sie einen anderen Weg zu finden, um diesem Wahn ein Ende zu bereiten.

In den nächsten Tagen putzten sie im normalen Maß. Blöderweise fiel im Bad, aus Versehen, der süße Keramikengel vom Regal. Dabei verlor er seinen Kopf. Schade aber auch. Den konnte man so natürlich nicht stehen lassen und er fand Frieden im gelben Mülleimer. Obwohl heiß geliebt, vermisste ihn niemand, nein es fiel der Besitzerin gar nicht auf, dass er weg war. So bahnte und bahnt sich Ordnung und Sauberkeit langsam ihren Weg. Sehr langsam, aber stetig.

Langsam bahnt sich übrigens auch die Suche einen neuen Weg. Nach einer neuen Wohnung. Warum? Lesen Sie demnächst: Klospülungen, Nachfüllpatronen und Urlaubsfinanzierungen!

Freitag, August 01, 2008

Ich habs ja versprochen


Und weil ich es versprochen habe, gibts es die Innovation auch. Es ist zwar nichts wirklich neues, aber für mein Weblog bedeutet es einen Neuerung. Mein erster Audiopodcast. Vielleicht hätt mich mir ein bisschen mehr Zeit dafür nehmen sollen, aber die war leider nicht da. Da es aber immer wieder Sachen gibt, die besser erzählt sind, rege ich mich heute mal über Vornamen auf. Eines meiner Lieblingsthemen. Deshalb hier ein kleiner Vorgeschmack auf zukünftige und dann hofftentlich noch bessere Podcasts:


audio.mp3

Dienstag, Juli 29, 2008

Leben im Vorbeigehen

Es ist sommerähnlich, draußen. Der Wind pfeift über die Straße, aber die Sonne legt ihre warmen Strahlen über die ruhige Straße.

Sie biegt ab und steht im Marktladen. Summend läuft sie durch die Regale. Hier ein paar Bananen, da etwas Mais. Nach und nach wandern die Sachen aus den Regalen in den Wagen, der sich quietschend und mit einem nach rechts und links drehenden Rad vor ihr trollt. Unter einer flackernden Lampe schiebt sie die Auswahl zur Kasse.
Rechts oder links? Die Wahl fällt heute auf links. Schließlich ist es egal welche Seite, da die gewählte immer die langsamere ist.
Dieses Mal blockiert eine Frau die Warteschlange. Sie ist mittleren Alter. Ihr Gesicht sieht jedoch älter aus. Dunkle Sorgenringe und tiefe Traurigkeit haben sich fest in ihre Gesichtszüge gegraben. Ihr Blick ist entfernt, entrückt von diesem Ort. Verständnislos schaut sie auf die Münzen die vor ihr lagen. Die Verkäuferin nimmt einen Artikel nach dem anderen wieder zurück. Ein weiter Mitarbeitet geht auf die beiden zu.

"Sie müssen sich entscheiden. Die Zeitschrift oder die Butter. Etwas zu essen ist doch besser. Was wollen sie?"
Die Frau schaut ihn an und überlegt. So genau hat sie seine Frage wohl nicht verstanden. Ihr verschließt sich, warum ihr alles wieder weggenommen wird, schließlich kann man hier doch alles einpacken, was man will.
"Das", sagt sie und zeigt auf die Butter.
Stumpf und resigniert piept die Kasse. 1,25€ leuchtet grell auf der Anzeige auf. Die Frau hinter der Kasse nimmt die Münzen und legte zwei kleine zusammen mit dem Stück Butter vor die Frau. Die nimmt sie und dreht sich suchend um.
"Aber ich muss ... warten.... wo ist..", sie murmelt leise in sich hinein. Sie scheint noch zu warten.

Ein paar Minuten und ihr Mann kommt auf sie zu. Er sieht aus wie sie. Klein, alt und tieftraurig, ein Blick frei von analytischer Intelligenz. Im Arm hält er einen Stapel Bananen. Ganz sanft, als würde er ein Hundebaby beschützen.
Er geht langsam auf seine Frau zu. Bevor sie ihre Eroberung im Beutel verstauen können, kommt der Marktleiter auf sie zu.
"Die müssen sie aber auch bezahlen, wenn sie die mitnehmen wollen", ruft er und zeiht die Südfrüchte wieder an sich.
Die beiden schauen ihn erneut verständnislos an und trotten davon.
"Hehe kein Hausverbot, keine Polizei. Bei meine Lieblingsfernsehsender sieht das aber immer anders aus", lacht ein Idiot hinter ihr.
Auf dem Weg zurück, läuft sie dem niedlichen Pärchen wieder über den Weg. Sie spazieren gemeinsam aber irgendwie allein durch die Straßen, schauen sich an und halten liebevoll einander an der Hand.
"Hier! Kommen sie her, ich zahle die paar Bananen eben. Das wäre die richtige Antwort gewesen", geht es ihr durch den Kopf. Um den beiden etwas ihres Unverständnisses zu nehmen und dem Idioten den Garaus zu machen.
Zu spät, der Moment ist längst vorrüber. "Beim nächsten Mal sicherlich", sagt sie zu sich selbst.

Freitag, Juli 25, 2008

Ich schwör'

Nächste Woche gibts hier wieder Content. Aber nur, wenn ihr versprecht alle reinzuschauen. Und wenn ihr das fleißig macht, dann....

...ja dann gibts was ganz Besonderes. Was Neues, was es auf diesem Weblog noch nie gab. Eine Innovation, jedenfalls für diesen Raum hier, was Aufregendesn, was.....!

Versprochen! Ehrlich, jetzt! Ja ganz wirklich!

Mittwoch, Juli 16, 2008

Nebenjoballtag

Natürlich habe ich in meinen Nebenjobs immer ein Pseudonym besessen. Will ja nicht, dass einer auf die Idee kommt meinen Namen zu googlen.
Auch die Kollegen waren immer kreativ. Gerade wenn man im Outbound arbeitet und die Adresse von Menschen rauskriegen will, die nachts heimlich eine "Flirthotline" angerufen haben und jetzt natürlich dafür zahlen sollen.
Welche Namen dabei raus kommen und warum: Hier die Antworten!


Ich habs mir mittlerweile schlicht und ergreifend so angewöhnt das pseodonym zu benutzen. ich ziehe es vor diesen namen zu benutzen a) erotiklines.. es muss nicht meine name gestöhnt werden oder mein nachbar muss nicht wissen das ich das am anderen ende der leitung bin b) menschen mich bei der fahrplanauskunft verklagen wollen c) xyz ein echt doofer nachname ist den man schlecht 40mal in der stunde sagen kann.. und den man immer und immer wieder buchstabieren muss und die leute denken es hat was mit hanf zu tun ich nenne mich madleine brinck.

Ja so hätt ichs besser auch gesagt, du sprichst mir aus dem Herzen, so sehr steh ich nicht auf Erotikkontakte mit meinen Nachbarn. Ralf cyz ist Olaf Riether oder Horst Schlämmer, weißte Bescheid, Schätzelein!

Mein Pseudonym ist Dennis Hansen, weil mein Nachname zu lang ist und die Leute am Telefon den Nachnamen grundsätzlich falsch verstehen. Außerdem ist es besser wenn aufgebrachte Kunden einem Dennis Hansen aufs Maul hauen wollen, als mir! So viele xyz gibt es in Deutschland nämlich nicht!

Ich schließe meinen Vorrednern an. Kein Gestöhne mit dem Nachbarn!:D Ich heiße Ina Schmidt. Bei den verschiedenen Erotiklines wechsel ich manchmal meinen Vornamen.

Kai Becker mein Name. So wie der Samenberaubte Tennisspieler.

D F _ _ D _ _ I C M _ I S N _ _
"Ich wähle ein 'R'."
F R _ D _ R I C M _ I S N _ R
"Dann möchte ich lösen: Es ist 'FREDERIC MEISNER'!" Ja, der alte Glücksradrocker!

Mein Pseydo ist Tanja Müller. Das kann sich der Kunde gut merken. Meinen echten Namen nehm ich nicht, weil ich die einzige bin, die so heißt und kein Bock hab, dass Leute irgendwann bei meinem Vater anrufen und fragen, wie es mir geht (und das sind nicht nur die Leute von den Erotiklines, die flirten möchten...mann mann z.B. die Bestellhotline-Opis...).
Gibt's Einwände, wenn ich mich zukünftig mit Nachnamen als Heidner melde? Bei der steigenen Anzahl an Psychos wäre mir das lieber, auch wenn über Google nichts über mich herauszufinden ist. Edit: Nachdem mir gerade bei einem Projekt von einer älteren Dame mit einer Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung gedroht wurde, wäre mir "Heidner" wirklich sehr lieb.

Nun denn, wer errät mein Pseudonym oder hat eine Idee für ein Neues?

Montag, Juli 14, 2008

Manni ist auf dem Weg

Es war ein schöne blauer Tag mitten in der Woche. Seit sehr langer Zeit traf sich Frau Lenny_und_Karl mit einem sehr guten Freund. Wartend stand sie vor dem Cafe 42, als der Baron etwas abgehetzt um die Ecke bog.
"Na endlich!"
"Ja Stress, besonders heute, alles ist sch...", hechelte er.
"Lass uns erstmal dein Wohnung ansehen", lenkte Frau Lenny_und_Karl auf ein anderes Thema.

Langsam ging es dann die schönen alten Holztreppen in den vierten Stock des Altbauhauses. Die Wohnung war besonders hell, mit gemütlicher großer Küche, einem kleinen feinen Balkon und Holzfußboden.
"Also ich zieh hier sofort ein. Wann könnt ihr ausziehen?", fragte sie.
"Na wir suchen noch, ganz dringend, aber ist irgendwie nicht so einfach. Vielleicht sollten wir uns direkt was mit nem kleinen Garten suchen", überlegte er laut.
"Ich kann kann das immer noch nicht fassen", die Stimme von Frau Lenny_und_Karl war immer noch leicht schockiert. "Da ruft man dich ein paar Wochen zuviel nicht an und plötzlich wirst du Vater. DU, du, gerade jetzt."
"Ich kanns ja auch nicht glauben."

Auf dem Weg zum Italiener um die Ecke erzählte der Baron weiter, von dem Abend an dem er die glückliche Wahrheit erfahren hatte.
"Ich saß am Tisch, als sie aufsprang mit den Worten 'Ich hab da was vergessen' und aus dem Wohnzimmer zurück kam mit zwei Schwangerschaftstest, die sie mir auf den Tisch knallte 'Wir sind schwanger."
"Iiiihh nimm das weg, dachte ich mir. Ich war noch völlig verkatert. Die Nacht davor ordentlich gesoffen und gefeiert, mir war ganz schlecht. Das erste was ich dachte, ist rückblickend total blöd und idiotisch aber der erste Satz der mir durch den Kopf schoss war: "Och nö, nie wieder Party!"

"Frau Lenny_und_Karl, alles gut", fragt der Baron und klopft ihr leicht auf den Rücken.
Sie hustet kurz und schaute ihn aus tränennassen Augen an: "Nee schon gut, ich hatte mich vor lauter Lachen nur verschluckt. Wie geil ist das denn? Weiß sie davon?"
"Nee hab ich ihr noch nicht erzählt", schaute er zur Seite. "Ich hab mich dann auch belesen und gesehen, dass viele Männer am Anfang Schwierigkeiten damit haben. Da wurde das nochmal erklärt und so."
"Du hast gelesen? Dein Anfangstrauma weggelesen, quasi mit Ratgeberliteratur für den Mann, den werdenden Vater, du...?" der Rest erstickte erneut in einem ausgiebigen Lachanfall. Japsend keuchte Frau Lenny_und_Karl: "Ich... hahahaha...moment...hahaha....ich brauch nur einen Moment.... ."

"Mittlerweile bin ich ja richtig stolz. Eher so nach dem Motto: Strike. Ja man, geschafft!"
"Und der Name. Bitte verschont das arme Ding mit den ganzen Pseuo-Wichtigtuer-Doppelnamen auf alt gemacht", sagte sie nach ein paar Minuten.
"Na wir sind noch nicht sicher. Wir wusste nicht was es wird. Deshalb lief das die ersten Monate unter einem Arbeitstitel."
"Unter einem was bitte?"
"Unter einem Arbeitstitel: Manni haben wir ihn genannt. Wird aber jetzt ein Mädchen, passt also nicht mehr."
"Manni? Na schlimmer als Berta, Mathilda oder Justin ist das ja auch nicht wirklich."
"Na mal sehen, dafür haben wir noch ein bisschen Zeit."
"Wann zieht ihr gleich nochmal aus der Wohnung aus? Ich hab mir schon überlegt, wie ich meine Möbel da rein stelle...."

Mittwoch, Juli 09, 2008

Review

Wenn Laien den Versuch unternehmen bedeutendes, animalisches und nicht zuletzt durchgeknalltes Kino zu machen, kann das entweder genial oder einfach nur stümperhaft daher kommen.

Direkt zu Beginn wird der Zuschauer vor die Szene geworfen. Der Film kommt nicht auf die Personen zu, sondern der Zusehende selbst wird gepackt und geschleudert hochgeworfen und leider fehlt das schauspielerische Netz um ihn aufzufangen. Schafft er es dennoch sich in den geistigen Zustand der Aufnahme zurückzuversetzen wird er abgelenkt durch actionlastige Szenen, die übersteigert versuchen einen ersten Höhepunkt zu erreichen –erfolglos.

Über ein auf und ab des Kameraschnitts täuscht nur die Lustlosigkeit, ja gar die Geschmacklosigkeit der Kostümdesignerin hinweg. Die Outfits nicht ganz stimmig zu den Szenen, besonders weiße Tennissocken sind überhaupt, aber besonders in Kerneinstellungen einfach nicht der Sache dienlich.

Kamera und Licht scheinen nicht von der gleichen Produktion zu stammen. Während die Beleuchter und Locationsscouts scheinbar zusammen gesoffen und dannach gewürfelt haben, anstatt Geschmack walten zu lassen. Dunkle Einstellungen lassen den Blick auf hübsch nebensächliche Details vermissen, falsch gewählte Orte stehen in der Opposition zu den dargestellten Inhalten.

Mitten im Nirvana zwischen Film und Chaos setzt dann eine Kameraführung ein, die ein Pendant zu David Lynch Story angles sein könnte. Abgefahren, verdreht scheinbar rückwärts aber die Handlung vorantreibend. Hier wird kurz Kitsch zu Kunst. Leider verweilt der Augenblick nicht lang.

Insgesamt bedienten sich die Autoren einiger Klischees als Vehikel um die Handlung voranzubringen. Das ist grundsätzlich erlaubt und sicher stellenweise erforderlich, um dem Genre gerecht zu werden. Der unschuldige Engel, der Macho, Diskrepanz zwischen Ort und Inhalt, Gegensatz zwischen Licht und und Detaillverliebtheit, unfreiwillige Komik gegen ernsthaft seriöse Darstellung.

Überzeugen kann der Film dennoch nicht. Welcher Film steht hier wohl in der Kritik?

(Auflösung gibts heut Nachmittag!)

Nachtrag: Ich glaube jetzt ist Nachmittag. Die Kritik behandelt den Film, der hier zu sehen ist, mehr oder weniger jedenfalls. Ob sie es trifft? Fragen dazu bitte an Herrn W., der weiß Bescheid, der kennt sich aus, vermute ich mal!

Montag, Juli 07, 2008

Feuriger Abend

Eigentlich war alles ganz entspannt. Frau Lenny_und_Karl schaute kurz in den Spiegel und beschloss die Haare offen zu tragen. Schminke würde es nicht brauchen, denn für den Verlauf des späten Abends stand ein lauschiges Weggehen an.
An der U-Bahn Haltestelle verkraftete sie deshalb entspannter als sonst die Menschen in Glitzeranzügen, den bunten Blumengirlanden und den schlechtesten Lieder auf den Lippen. Schlagermove 2008: eine Veranstaltung, bei der Papa in seiner viel zu engen Schlaghose und Mutti mit bauchfreiem Top mal so richtig peinlich wurden.

Vor einer Bar wurden alsbald ein paar Stühle zurecht gerückt und so konnten alle gemütlich das Treiben beobachten.
Bis ja, bis: "Hey meine Nachbarin kommt gleich noch", informierte ein Freund Frau Lenny_und_Karl. "Die will ständig was mit mir unternehmen."
"Na ist doch super. Du bist beliebt", grinste sie zurück.
"Nee, will ich aber nicht, lass uns entspannt woanders hingehen."
Also flüchteten Frau Lenny_und_Karl und ihr Begleiter vor einer üblen Labertasche ins Haus 73.

"Meine Kollegen müssen hier sein. Ich schau mal ob ich sie finde."
Doch weder zwischen den wirren Elektrobeats, noch den Lounge-Klängen war jemand zu sehen.
"Hey Frau Lenny_und_Karl", schrie es aus der Ecke. Völlig hektisch und mehr als überschwenglich stürzte sich ein junger hübscher Mann auf die Frau Lenny_und_Karl. Der alte Mitbewohner aus der anderen Stadt. Was für ein Zufall und was für eine riesen Freude.
"Mensch ich hab noch heute an dich gedacht", grinste er bis zu beiden Ohren.
"Und ich habe vor zwei Stunden noch versucht dich anzurufen", antwortete Frau Lenny_und_Karl wahrheitsgemäß. Ach schön, so ein netter Abend.
Den Ausklang fand dieser auf einem großen flauschigen Sofa vor dem Eingang der Bar, von wo aus man alle Leute gut im Sichtfeld hatte.

Bis, ja bis plötzlich ein angestachelter Irrer zu Tür reinstürmte. Mit großen Schritten auf die Lehne des Sofas sprang, darüber hinweg, über das andere Sofa. Die Türsteher mit ihren schwarzen T-Shirts und den schwarzen Lederhandschuhen sahen lächerlich aus, sprinteten aber beherzt hinterher.
"Du hast hier Hausverbot", sagten sie in erstaunlich ruhigem und leisem Ton.
"Ich seid die lächerlichsten Deutschen, die ich je geshen habe", rief der Eindringling. Die innere Ruhe von Frau Lenny_und_Karl schien sich ein klein wenig zu lichten.
Sie lauschte der hitzigen Diskussion, die immer wieder darin mündete, dass sich der junge Mann den Türsteher näherte und nach lautstark nach einer körperlichen Abreibung verlangte.

Bis, ja bis: Ein feiner, feuchter Nebel traf Frau Lenny_und_Karl. Huch, hatte da jemand was verschüttet? Hinter ihr brach der hitzige junge Mann zusammen und hielt sich die Augen. Pfefferspray. Sah äußert unangenehm aus und übte eine stark einschränkende Wirkung auf den Mann aus.

Frau Lenny_und_Karl schnappte ihren Begleiter "Lass uns gehen!" "Ich bin gerade so gut drauf, diese entspanndende Haltung will ich behalten. Und müde bin ich auch", gähnte sie und rieb sich die Augen.

Alles war gut bis, ja bis... : "Ich glaube ich muss mich mal vorsichtig von dir zu Bahn führen lassen", flüsterte Frau Lenny_und_Karl und hakte sich bei ihrem Begleiter ein. Sehr unglücklich war der feine Pfefferspraynebel auf ihre Haut, die Hand und schließlich auch ins Auge geraten. 15 Minuten konnte sie das Auge nicht öffnen und auch das zweite tränte etwas. Nur vage schaffte sie es Menschen und Häuserwänden auszuweichen.

"Krass wie rot das Auge ist. Da sind wohl einige Äderchen geplatzt."
Frau Lenny_und_Karl schaut mit einem sauren Lächeln aus einem noch weißen und einem roten Auge auf ihren Begleiter: "Wer sich lustig macht, erlebt gleich, wie schnell es geht, wenn mir noch was platzt!"

Bis auf unnatürliche Farben um die Iris des Auges herum, war dann auch wieder alles gut, bis, ja bis... Frau Lenny_und_Karl versuchte mit Gesichtreiniger die Reste des Sprays aus dem Gesicht zu waschen. Das funktionierte suboptimal. Die gesamte Haut fing an zu Brennen. Glücklicherweise war sie plötzlich sehr sehr müde und schlief - nicht mehr ganz so entspannt - ein.

Dienstag, Juni 24, 2008

Willkommen im Nebenjoballtag

Mal wieder ein Beispiel für Mitteilungen, die man erhält und sich gleichzeitig denkt, dass das doch nicht wahr sein kann.

Nachfolgend ein Eintrag in das Forum, welches im Nebenjob gibt. Von einem Vorgesetzten wohlgemerkt:

PREISFRAGE:

Was passiert, wenn die Tür nach draußen zur Raucherecke mal wieder aufgelassen wurde!???


Irgendeine ALTE kommt an und pisst in den Flur!!!!!!!!!

Dies ist echt kein Scherz! Heute Nachmittag öffnete ich die Eisentür ins Treppenhaus und sah einen "blanken Hintern" hockenderweise ins Treppenhaus pinkeln.

Die betrunkende Person gab an nicht zu wissen, dass ein Hausflur keine Toilette wäre!!!!

Sicherlich könnt Ihr Euch vorstellen wie erfreut wir über diese Tatsache war!

ALSO ACHTET BITTE IMMER DARAUF, DASS ALLE TÜREN GESCHLOSSEN SIND!!!!!!!


Die Kommentare dazu waren entsprechend:

Und ich dachte schon, ich wäre das gewesen! Hab nämlich eben genossen... überrascht

vllt könnt ich mit dieser Story manchen Herrn am Telefon dazu bewegen mir endlich die richtige Adresse zu geben mit Augen rollen

Hattest Du keine Handycam?! Das wäre doch ein schöner Schnappschuss geworden...so fürs Klo!

wie geil ;), das wäre was für rtl punkt 12

Der Flur wurde angepinkelt!

Freitag, Juni 20, 2008

Wenn ich mal alt bin...

werde ich nur noch nörgeln. Das wir ein Spaß!

Und wieviel Spaß das macht durfte jeder gestern in U3 in Hamburg erleben:

18:30 Uhr auf dem Weg nach Hause. In das volle Abteil (alle wollen zum Public Viewing) steigt ein Opa ein. Ein dynamischer Jungmanager ebenfalls. Er hat sein Fahrrad dabei.
Durch einen Zusammenprall zwischen beiden, scheint der Vorderreifen des Rades die Hose des alten Mannes unglücklich zu touchieren.
"Was soll das denn? Können Sie nicht aufpassen? Sie müssen doch vorsichtig sein mit dem Rad", echauffiert sich der Grauhaarige.
"'Tschuldigung, war ja keine Absicht", versucht der junge Mann leise zu retten.
Zu spät. Der Mann wittert seine Chance. Das ist der Tag, das ist die Zeit, das ist der Ort für Gerechtigkeit. Für alles, für den verlorenen Krieg, für die miesgelaunte runzelige Frau daheim, für sein Scheitern, für die Langeweile im Alter, für alles - irgendwie.

Also legt Opa los. Er wetter und zetert. Was sich der junge Mann denke, wie er diesen Schaden beheben wolle. Genugtuung verlangt er, auf der Stelle! Hier und jetzt! Der Kriegsschrei bleibt aus.

Ich stelle meinen mp3-Player lauter, aber vergebens. Die Bahn fährt, der Mann wettert gegen die Dreistigkeit der Verschmutzung. Eine paar Haltestellen später hält die U-Bahn und bleibt stehen. Zu lange. Verwirrung im Abteil, fragende Gesichter.
Da hat der Mann doch tatsächlich die Notbremse gezogen. Genug scheint genug. Der Zugführer läuft zum Abteil, um zu sehen, was los ist. Wild gestikulierend erklärt der Rentner ihm die Ungerechtigkeit, die Frechheit die hier passiert ist.

"Das müssen Sie unter sich klären."
"Ich rufe jetzt die Polizei", schreit der Alte erbost.
"Och nö", denke ich. Das darf doch nicht wahr sein. Wenn das jetzt ne versteckte Kamera ist, hätten nicht wenig Leute gerade Lust den Verantwortlichen mal die so kräfitg...
"Oder Sie geben mir 5€ für die Reinigung", lenkt der Alte plötzlich ein. Sollte Altersarmut vielleicht der Grund für das Aufsehen sein, kommt es mir in den Sinn?
Scheinbar nicht, denn er schreit hinterher: "Oder ich rufe jetzt sofort die Polizei."
Glücklicherweise lenkt der junge Mann an und drückt seinem neuen Erzfeind ein paar Münzen in die Hand. Dieser stellt sich auf den Bahnsteig und wettert weiter gegen diese schamlose Schandtat.
"Lassen Sie uns den Spaß morgen wiederholen. Ich fahre immer mit dieser Bahn. Gleicher Ort, gleiche Zeit", ruft ihm der Fahrradattentäter entgegen.
Der Mann stapft zur Notrufsäule und drückt den Knopf. Das weitere Geschimpfe bleibt uns zum Glück erspart. Der Zug fährt weiter und der Mann bleibt zurück. Mit seinem dunklen Fleck auf seiner schwarzen Hose.
Schwarz auf schwarz beißt sich eben manchmal!

Montag, Juni 16, 2008

And the winner is...

Werbung letztens im TV:
"Schick einfach deine Fragen an die xxyyx und wir antworten dir. Wir beantworten jede Frage - egal welche."
Dazu ein paar lustige Jingle, ein paar Beispielfragen und fertig war der Spot.

"Mensch wer ist nur dieser arme Drops, der sich in seinem Studentenjob jetzt die Antworten für all diese Fragen ausdenken darf", dachte sich Frau Lenny_und_Karl mitleidig, als sie über diesen Spot stolperte.

Am Wochenende verbrachte Sie dann die Zeit in einer anderen Stadt und ging ihrem hochamüsanten Nebenjob nach. Ein Eintrag im Forum macht Sie darauf aufmerksam, dass es ein neues Projekt zu betreuen gebe:

"Wie verlockt man Rayquaza am besten um es bei Pokémon Mystery Dungeon Team Blau ins Team aufzunehmen?"
"Hat der Commander ein größeres Schiff als ein Liautnantcommander?"

Frau Lenny_und_Karl hätte es eigentlich wissen müssen.
Jetzt ratet mal, wer eine Antwort auf jede Frage hat, egal welche! Na los, fragt mich was!

Montag, Juni 09, 2008

Erdnussbutter direkt aus dem Glas

Eine Überschrift, die nichts mit dem Thema zu tun hat, genau wie hier. Denn wer den Eintrag verstehen will, muss erstmal hier lesen.

Habe am Wochenden mein Wissen über den menschlichen Körper als Biotop weiter geben können. Um die Schadstoffe die in der Nacht ausgeschieden werden auszuspülen, soll man bereits vor dem Frühstück nämlich einen Liter Wasser trinken. Dabei kommt der Körper auch viel schneller in Gang. Bei mir funktionierts, bei anderen hoffentlich auch bald.

Rock im Park ist vorbei. Ich war da und bin dort vorbei gelaufen. Genauer gesagt einmal rund um das Geländer, über die Parkplätze an den lustigen Besuchern vorbei. 1,5 Stunden dauert das, für alle, die es nachmachen wollen. Vielleicht geh ich nächstes Jahr ja mal hin, also dann auch rein. Wenn ich ne Einladung kriege oder im Land bin.

Außerdem habe ich am Wochenende ein Buch verschenkt. "Hartmut und ich" heißt das Werk und wer es gelesen hat, wird nie wieder vergessen, wie eine Closeline einzusetzen ist. Habe schon seit langem beschlossen ein Buch zu schreiben, allerdings wirds kein Frauen-WG Roman, sondern ein Buch mit dem Titel "Winni nackt auf der Treppe". Der Inhalt ist noch offen.

Ich habe keinen Hunger, aber so Erdnussbutter aus dem Glas könnte ich trotzdem löffeln.

Donnerstag, Mai 29, 2008

Manchmal

Ja, manchmal muss auch die Frau Lenny_und_Karl ein Mädchen sein und gaaanz typische Mädchendinge machen. Gestern Abend zum Beispiel.

Gestern Abend war sie in Sex and the City - zur Vorpremiere mit Sekt. Nun gut, Sekt fiel aus, weil sie den nicht mag.

Der Film wurde in vier oder fünf Kinos gleichzeitig gezeigt. Es waren sooo unglaublich viele Frauen da, da hat sich selbst Frau Lenny_und_Karl ein bisschen unwohl gefühlt.

Außerdem war es unglaublich, wie aufgestylt diese Frauen waren. Die Schuhe, die Mini-Röcke, der Schmuck. Eigentlich völlig verschwendet für einen Ort an dem an diesem Arbeit nur Männer waren, die gezwungen wurden, von ihren Frauen oder schwul waren. Zudem ist es immer noch dunkel im Kino.
Schon im Vorraum zu sitzen und die Mädels anzusehen, war jedoch ein Event für sich: Modenschau, Diät-Cola aber dazu fett Nachos mit Käsesauce etc.

Der Film war klasse. Wenn auch das nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass viele Szenen vorhersehbar waren, natürlich gewisse Dingen passieren mussten.
Außerdem war er ganz schön lang: 145min. Aber irgendwie schön, wie die Serie halt.

Dienstag, Mai 27, 2008

Gefälligkeiten für Super B.

Ringringringring

"Lenny_und_Karl hier. Hallo?"

"Wann bist du hier und kraulst mir den Bauch?"

"Bitte? Sonst gehts dir gut Super B.?"

"Ja."

"Ich bin in Hamburg und komme jetzt nicht nach Münster, um dir den Bauch zu kraulen."

"Also ich war gestern saufen, weil heute Feiertag ist und habe noch nicht geschlafen."

"Es ist bereits 18:30 Uhr!! Und ich hatte heute nicht frei, ich musste arbeiten."

"Ja. Aber ich. Und ich schleife jetzt meine Matratze aus dem Schlafzimmer vor den Fernseher im Wohnzimmer. Verteile leckeres Essen um mich herum, mach den Fernseher an und dann ..... dann könnte ich jemanden gebrauchen, der mir den Bauch krault."

"Ich glaubs wohl. Nix is."

"Also Lenny_und_Karl: In einer Freundschaft ist das ein Geben und ein Nehmen. Und ich finde, dass ich schon sehr viel gegeben habe. Deshalb bist du jetzt mal dran."

"Was hast du denn gegeben?"

"Also viel. Ich ruf dich nicht mehr an, wenn du das nicht machst. Dann hab ich dich gar nicht mehr lieb."

"Das Risiki muss ich dann... Pass auf. Leg dich schlafen, dann pennst du den nächsten Tag durch und wenn ich dann zum WE wieder in der Stadt bin, komm ich vorbei und sag Hallo."

"Na gut!"

Dienstag, Mai 20, 2008

Das strukturierte Arbeiten

Im Callcenter müssen die kleinsten Kleinigkeiten geregelt werden. Natürlich auch die Raucherpausen. Dazu gab es in einem früheren Job in fantastisches Forum, dass jeder immer vor Schichtbeginn zu lesen hatte und kommentieren konnte und musste. Unter anderem fand sich dort folgender Eintrag:

Hallo zusammen,

wenn es auch weitesgehend klappt, dass der Ascher draußen regelmäßig entleert wird hier einfach noch mal ein paar Infos:

1. Aschenbecher sollte um 12 und um 18 Uhr entleert werden
2. bitte in den Restmüllbehälter im Flur und nicht in den für den "Gelben Sack"
3. auch die rauchenden Frauen dürfen die Männer ab und zu unterstützen und den Ascher leeren!


und auch:

Hallo zusammen,

dies ist eine Info für alle Raucher & für Personen die zwar Nichtraucher sind, aber trotzdem den Mülleimer am Treppenaufgang (draußen) nutzen.

Ab sofort gibt es einen Reinigungsplan!

Alle Mitarbeiter der Schicht 11-14 Uhr sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass um 12 Uhr der Aschenbecher & Mülleimer geleert wird.

Alle Mitarbeiter der Schicht 18-20 / 21 Uhr sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass um 19 Uhr der Aschenbecher & Mülleimer geleert wird.

Ist dies nicht bis spätestens 15 Minuten nach der vollen Stunde erledigt, wird es anschl. bis zum nächsten Reinigungstermin keine Pause mehr geben.

Damit es nicht immer die gleichen Personen sind & damit diese täglichen Termine nicht vergessen werden, hängt ein entsprechender Plan an der Magnetwand.

Warum da und nicht anderen Raum?

Weil es mehr rauchende in diesem als im anderen Raum gibt! Trotzdem sind die alle genauso verantwortlich.
Die Initiative geht aber trotzdem grundsätzlich von den Mitarbeitern im kleinen Raum aus.
Wer noch Fragen oder Änderungswünsche hat, kann sich gerne melden.



Kommentare der Mitarbeiter lauteten wie folgt:

"Cooler Plan...!"

"Immer mal was Neues! Ich hoffe, die Putzkräfte holen auch artig zur Reinigungszeit ein Pausenfähnchen..., alternativ müssten sie sich per Check-In-Card ausloggen!"

"Ich glaube, ich sollte Raucher werden! Und auch für neue Zigarettenschachtelbeschriftungen bin ich! :Rauchen gefährdet die Gesundheit und ihren ARBEITSPLATZ!"

Dienstag, Mai 13, 2008

Welcome back

Endlich! Es ist wieder soweit. Lange mussten wir warten, lange haben die Fans sich im Zaum gehalten. Nun endlich ist das schöne Wetter da, nun endlich beginnt die Saison.

Sie alle sind wieder da. Heißen wir sie herzlich willkommen nach Monaten der Abstinenz.

Ein "Hallo zurück" für die kurzen über dem Knie endenden oder schlimmer knapp über Gesäß abgefassten kurzen Jeans. Bestaunen sie hier ein bleichbeiniges, wie sie sehen männliches Exemplar, was die elegante Auswahl leich schlurfend zur Schau trägt.

Doch sparen sie den Applaus. Dort, ja dort hinten kommt sie aus dem Winterschlaf. Unschuldig und schneeweiß, doch leider nicht jungfräulich: die weiße Socke hüpft zum sommerlichen Arbeitseinsatz. Von ihrer gewohnten Umgebung etwas genervt, wird sie in diesem Jahr innovativ auch von Frau unter den Sandalen getragen. Doch der neue Träger täuscht nicht über alte Gewohnheiten hinweg. Beliebt und gewohnt wird sie kombiniert zu geschmacklosen zu kurzen Röcken, die die Sicht auf das Farbenspiel der Krampfadern weich umspielen.

Von den Klassikern kommen wir nun zu einem Augenschmaus, der auf dem besten Weg ist unter den Käuferinnen zum Bestseller und Kultobjekt zu werden.
Vorgeführt vornehmlich von unseren 13-bis 17-jährigen Modellen: Lassen sie den Blick schweifen von den in Ballerinas gestopften Füßen, über die schlanken Beine hin zum mehr oder minder kleinen Po führen. Hinauf zum Highlight der Kollektion: das Stretch-Oberteil.
Ausschließlich in einer Größe gefertigt und erhältlich: der XS, passt sich das Material auch der XL-Kundin an. Wie sie sehen trägt sie einen weiteren Klassiker vor sich her, der bisher nur bei den Männer beliebt war: der Bierbauch. Etwas für die Damenwelt umfunktioniert zum Schwabbelbauch und ausgebaut durch den zusätzlichen Platz des Hüftspecks. Diese Kombination ist bei den jungen Models besonders beliebt, bringt das feine Material doch jede Rolle zur Geltung, lässt den quer gezogenen Bauchnabel besonders schmal wirken und setzt die Hüfte steil-kantig vom Unterkörper ab.

Ich höre ihren Applaus und ihre Freude über diese Kollektion. Sagen wir alle zusammen "Welcome back" und setzen unsere Sonnenbrillen auf, um vom strahlenden Geschmack nicht blind zu werden.

Mittwoch, Mai 07, 2008

Aus dem Nebenjob-Alltag

... im Callcenter. (Eins-zu-Eins-Transkript)

Herzlich willkommen bei ihrer Auskunft xyz, mein Name ist Lennyundkarl, was kann ich für sie tun?
Hallo hier ist Der Dieb.
Hallo.

Sie müssen allen Aliens sagen, dass sie beten sollen.
Pause.
Die müssen alle beten. Wenn alle Aliens beten, dann wird alles gut. So in 10 bis 15
Jahren wird alles gut.
Aha.
Sagen sie das allen Alien?
Sicher, allerdings gibt es ein Problem, ich bin kein Alien. Da sind sie mit ihrem Anliegen nicht ganz richtig.
Sind sie nicht?
Nein
Ehrlich?
Ja ich bin kein Alien.
Aber ich bin eins.
Na das ist doch gut, dann müssen sie beten.
Ja das tu ich doch. Jeden Tag seit 20 Jahren.

Na dann kann ja nichts mehr schief gehen.
Aber sagen Sie allen Aliens Bescheid?

Sicher. Welche Konfession?

Was?

Na evangelisch, katholisch oder der Hinduismus. Zu welchem Gott sollen sie dann beten?
Das ist egal.

Ok konfessionslos. Merk ich mir.
Natürlich es gibt nur einen Gott und das ist der Liebe Gott. Das wars.

Donnerstag, April 24, 2008

Bewahrt den Anspruch

Der Spiegel berichtet heute in eigener Sache.

Eine Reporterin des Magazins wurde vom Bundesnachrichtendienst überwacht, insbesondere ihr E-Mail Verkehr mit einem afghanischen Politiker stand im Fokus.

Im Grunde sollte ich nicht überrascht sein, wie sehr der Datenverkehr im Netz doch transparent und nachvollziebar ist, von jedem, der die Mittel dazu kennt. Dennoch bin ich es manchmal ein bisschen, wider besseren Wissens.

Und: Ich kriege jedesmal eine kleine Gänsehaut, wenn ich lese oder sehe, wie sich der Journalismus wehrt. Wie er auf seine Freiheit und sein Recht bestehen.

Vielleicht liegt es daran, dass in meinem Herzen noch eine Journalistin wohnt. Es kann auch daran liegen, dass hier die Ansprüche an einer so oft um ihr eigene Hoheit betrogenen Disziplin wieder hervorblitzen. Dass sich an der ein oder anderen Stelle die Unabhängigkeit und Objektivität wieder an die Oberfläche kämpft und versucht die Hülle rein zu waschen - den Dreck der PR und Werbung loszuwerden.

Ach ich finds irgendwie gut. Auch wenn ich genau erklären kann, das Gefühl manchmal schreien und sich wehren zu müssen.

Mittwoch, April 23, 2008

Von wegen chaotisch...

Hab gerade hier einen kleinen Test entdeckt und mich schnell durchgeklickt.
Ergebnis: Zur besseren Übersicht habe ich das wichtigste mal fett markiert.

Ihre rechte Gehirnhälfte dominiert über Ihre linke!

Die meisten Menschen mit einer ausgeprägten rechten Gehirnhemisphäre - so wie Sie - sind in den meisten Lebenslagen sehr flexibel. Ob es darum geht, feine Nuancen eines Musikkonzerts heraus zu hören, die subtilen Details in einem Kunstwerk zu erkennen oder die Welt von einer neuen Perspektive aus zu betrachten, Menschen wie Sie sind kreativ, haben Phantasie und passen sich gut Ihrer Umgebung an. Viele Menschen halten Ihre Denkweise für außergwöhnlich und das mag sich auch auf Ihre physikalische Umwelt übertragen.
Manche mögen Sie für etwas chaotisch halten. Das bedeutet nicht, dass Sie unorganisiert sind, es bedeutet nur, dass Sie andere Wege finden, Ihre Dinge zu ordnen (nach Thema, Farbe oder Datum). Stringente Alphabetisierungen und akkurat geordnete Hefter entsprechen nicht dem Naturell von Menschen mit einer ausgeprägten rechten Hemisphäre.

In your Face ihr Nörgler von wegen Chaos und so!
Mein Naturell ist eben auf kreative Lösungen angelegt, Aktenpapiere zu stapeln ist ab heute Kunst!

Dienstag, April 15, 2008

Abstinenz und Absolution

"Hey wir wollen am Freitag ein bisschen feiern gehen."
"Super. Sehr gut Idee, da bin ich dabei."
"Klasse. Wir treffen uns voher bei mir. Ein bisschen quatschen und Sekt trinken. Nach dem Vorglühen gehts los!"
"Ja ist ok."
"Ich habe noch zwei ganz besondere Flaschen und dann kenn ich ne Bar in der können wir auch noch schnell nen Cocktail trinken."
"Mmm naja ok."


So oder so ähnlich ist das immer mit abendlichen Vergnügungen. Vorglühen und dann weiter rausgehen. Ist ja nix schlimmes dabei. Nun trinkt Frau Lenny_und_Karl aber nichts Alkohlisches. Und bevor jemand fragt: Ja, nie!

Das kommuniziert sie auch, wenn die Situation es erfordert oder der geneigte Sektspender danach fragt. Das läuft auch nach einem immer ähnlichen Muster ab.
"Nein danke, ich trinke nicht."
"Ach musst du fahren?"
"Nein."
"Ach, trinkst du etwa gar nicht?"
"Ja"
"Nie?"
"Nie!"

Im Anschluss folgen nachfragen, die diesen komischen Zufall ergründen wollen.
"Hast du mal schlechte Erfahrungen gemacht?" - Sehr beliebt und je nach Alter der fragenden Person, die erste Frage die gestellt wird, alternativ:
"Nur kein Sekt oder auch andere Sachen nicht." - Auch gern mit einem verwirrten Gesichtsausruck begleitet.
"Schon lange?" - Meine Antwort darauf lautet dann: "Ja schon fast 10 Jahre". Bedenkt man das Frau Lenny_und_Karl erst weit unter 30 ist, folgen an dieser Stelle Ausrufe von "Krass! Echt? Hast du jemals getrunken? Wie hält man das nur ohne aus?" etc.

Natürlich möchte alle wissen, wie es zu dieser Laune der Natur kommen konnte.
Standardantwort meinerseits: "Mir schmeckt es nicht."

So und wer sich bis zu dieser Stelle gefragt hat, warum denn noch der ganze Eintrag: Jetzt wirds richtig nervig. Alle, ja so gut wie alle meinen in ihrer sektprickelnden Laune eine Absolution für diese arme nichttrinkende Frau Lenny_und_Karl erteilen zu müssen manchmal garniert mit Respekt.

"Das ist ja bewunderswert."
"Na find ich aber gut, dass du das so durchhälst." Und mein Lieblingssatz:
"Na das ist ja nicht schlimm!"

Echt? Nicht schlimm, da bin ich aber dankbar. Siehst du ,wie ich mich im Kreis freu? Schließlich bin ich totatal bewunderswert, weil ich es schaffe, ein Genussmittel NICHT zu mir zu nehmen, dass mir NICHT schmeckt.

Ich mag auch keinen Spinat, hasse Oliven und verachte die Haut, die sich auf warmer Milch bildet und esse diese deshalb nicht. Krass, oder?

LOS! BEWUNDERT MICH!

Dienstag, April 08, 2008

Einkauf

Im langen Gang der Haushaltsputzmittel schiebt ein Mann seinen Wagen quietschend vor sich her. Abrupt bleibt erstehen.
Mit kraftlosen Fingern zieht er eine Packung Tempo-Taschentücher nach der anderen aus dem Regal und begutachtet sie. Dann lässt er eine Großpackung in seinen Wagen wandern und noch eine und noch...
Nein er schmeißt förmlich eine Großpackung nach der anderen hinein. Eins, zwei, drei, vier... . Insgesamt 10 Packete finden den Weg in seinen Korb. Den Platz darunter teilen sich drei große Flaschen Scheuermilch und zwei Flaschen Putzmittel. Seine Suche im Reinigungsmittelgang geht weiter.

Ich sehe den Mann an. Er riecht leicht muffig. Seine schwarze Stoffjacke sieht abgetragen aus. Weiße Schuppen und Dreckspuren bedecken sie von oben bis unten.

Freitag, März 28, 2008

Trügerische Idylle

Alles ist super. Die Umgebung nimmt schon wohnliche Formen an, sportlich gehts bergauf und auch ansosnten läuft es irgendwie ganz gut.
Da werden ein paar Pläne für die kommenden Wochen gemacht und eigentlich läuft alles, wie es soll.
Denkste! Diese Sicherheit ist immer trügerisch.
Da ist alles gut.
Schnell nochmal aufs Klo bevor es vom Büro aus direkt weiter geht.

Und schon ist es passiert. Das Handy - knapp ein halbes Jahr alt - ist einsam. Aus dem Übermut der Isolation heraus, beschließt es neue Freundschaften zu schließen.
Ausgerechnet mit Wasser.
Jetzt weiß es auch, dass das nicht gerade ne Weltidee war.
Vibrieren kann es noch ganz toll, aber alle anderen Funktionen wurden wohl auf Null runtergefarhen.
SUPERTOLL!
Ich brauch ein neues Telefon, der Vertrag läuft noch 1,5 Jahre. Ich könnt....... - aber im Strahl ehrlich.

Mit dieser Wortwahl ist dann auch das Niveau unten. Was solls.
Hat jemand Tipps und Tricks mich? Oder moralische Unterstützung.
Mitleid tuts fürs erste auch.

Mittwoch, März 19, 2008

Leben im Vorbeigehen

Die Sonne hatte sich bereits verzogen und der Wind pfiff kalt über den leeren Bahnsteig. Hüpfend treibt er das silberne Kaugummipapier vor sich her.

"Hihalayayayeha", wirr und spitz singt ein Jugendlicher vor sich hin. Dabei tanzt er auf den Zehenspitzen nah an der Bahnsteigkante. Dumpf raschelt seine sackartige Hose mit himmelblauem Tarnmuster. Die tarnfarbene Jacke versucht mit quietschen Reißverschlüssen dagegen zu halten.

Mit irrem Lächeln tänzelt er um seine Freundin mit Namen "Schaaaatz" herum. Diese kuschelt sich in ihre Jacke. Eine weiße, fette, sehr grob gesteppte Plastikjacke, die zeigt, dass ihr Geschmack noch weit unter dem Tiefpreis des Kleidungsstückes liegt.

"Die Schuschu-Bahn, da kommt die Schuschu-Bahn", schreit der irre Halbling.
Also, wenn der keine Drogen genommen hat, ist die Reeperbahn demnächst neues Papst-Domizil.

Gleich daneben zwei Alt-Punker. Im Gesicht des einen scheint jeder einzelne Drogen- und Alkoholexzess eine Narbe, Pore oder Falte hinterlassen zu haben. Sein Gesicht erzählt von tausenden harten Tagen seines Lebens. Die Klamotten heruntergekommen. Sein verlebter Kumpel hingegen versucht mit Nieten, Buttons und dreckigen Aufnähern den Schein des Punk-Stils zu wahren.

"Psyscho..., Pschy..., psychologisch brauchst du mir nix erzählen", tönt er laut. "Da kenne ich mich aus, weiß ich Bescheid. Du versucht immer deine Leiden auf.. ." Die quietschenden Bremsen der einfahrenden U-Bahn schlucken gnädig die weiteren Gedankenfragmente.

Der Drogentyp mit billiger Freundin verschwindet ganz hinten im Abteil. Ein debiles Grinsen im Gesicht.

Die alten Punker, die ihre beste Zeit nie erlebt haben, setzten sich ans Ende des Abteils. "... Arschloch, Blödmann, (...) dann hab ich (...) und dann hatten wir erstmal ein Gespräch zu dritt, so geht das nicht." Das Ausblenden dieser Konversation funktioniert einfach nicht.

"Aber weißt du was, ich schenk dir was", sagt er plötzlich etwas zu laut, zu seinem Kumpel. Die Nieten an der zerfledderten Jacke knacken, tief gräbt er in seinen Taschen. Ungeduldigt winkt er mit der Hand: "Los, los gib mir mal deinen Schlüssel. Ich schenk dir was."

Lautes Geklapper, ein paar gemurmelte Flüche. "Also falls dir das überhaupt noch was bedeutet?!"Stolz hält er nach wenigen Minuten den Schlüssel hoch. "Da! Dann hast du auch was von mir!"
Der kaputte, alte Punk lässt den Schlüssel in die Hände seines Kumpels fallen.

Daran hängt ein kleiner braun-weißer Stoffbär, der eher aussieht wie ein Hund. Er ist makellos sauber und leuchtet im Licht.

Donnerstag, März 13, 2008

Elektrisierender Soundtrack

Während einer Zugfahrt viel mir kürzlich das Magazin DE:BUG in die Hände. Muss man, glaub ich, nicht kennen. Interessant war aber eines der elektronischen Geräte die darin vorgestellt wurde.
Foto:Spiegel.de


Der Taser C2.




Das in verschiedenen Farben erhältliche Gerät ist eine Elektroschockgerät und einem 1GB großen mp3-Player.

Passenderweise heißt es im dazugehörigen Artikel: "Bedienugs-Grobmotoriker sind vor falschen Knopfdrücken durch einen versteckten Auslöser geschützt. Wäre auch zu peinlich, wenn man bei der Tracksuche im mp3-Player versehentlich vorbeilaufende Dritte zu Fall brächte."

Bei einer Reichweite von 4,5m durchaus möglich.

Einige Fragen haben ich dennoch zu der - meiner Meinung nach - unfassbar unnützen und unpraktischen Kombination. (Mal davon abgesehen, dass das Ding lebensgefährlich ist, glaubt man den 200 Todesfällen, die Amnesty International laut Spiegel-Online schon dokumentiert hat).

Wer trägt dieses riesen Ding in der Tasche rum, um daran die Kopfhörer anzuschließen?

Wie verhält es sich hier eigentlich mit dem Stromfluss, also für den Player? Getrennte Stromkreise? Es wäre nicht nur peinlich, wenn dem Player der Saft ausgeht und damit auch die Voltzahl des Schockeffektes auf Null sinkt.

Aber am wichtigsten: Was ist wohl der richtige Soundtrack für einen dieser Schockmomente?

"Na die Filmusik des weißen Hais!", ruft die Kollegin. "Wenn Alarm ist, dann Alarm-Musik."

Ist das einstellbar? Wechselt die Musik dann automatisch zum gewünschten Alarm-Track? Möglicherweise werden gefährliche Menschen schon über ein Frühwarnsystem erkannt und mit Alarm-Musik belegt? Ganz automatisch, wahlweise auch über Lautsprecher, um sie zu vertreiben, so wie die nervigen Jugendlichen mich mit ihren Handys auf Ghettoblaster-Lautstärke vertreiben?

Oder vielleicht doch lieber "U2" mit "Beautiful Day"? Mitpfeifen und rhytmisches Mitzucken wären da durchaus drin.
Nahezu unendliche Möglichkeiten, wenn ich es recht überlege.

Ach, in Deutschland ist das Ding verboten... naja ich hab ja bereits einen MP3-Player.

Montag, März 03, 2008

Fly away

Frau Lenny_und_Karl hat Fernweh.
Deshalb hat sie sich mal umgeschaut, was man so dagegen tun kann. Dabei ist sie durch eine gute Freundin auf ein wunderbares Ticket gestoßen.
39.000 Flugmeilen für knapp über 2000€.

Die Idee war bisher folgende: Frau Lenny_und_Karl wollte mit einer Freundin zusammen eine kleine Weltreise machen. So vier bis sechs Monate, verschiedene Länder, alle angucken.

Leider ist diese Freundin nun abgesprungen. Was nun?

Deshalb sucht Frau Lenny_und_Karl jetzt jemanden, der mit ihr Ende März, Anfang 2009 mitreisen will. Na, wer hat zu dem Zeitpunkt noch nix vor? Ein Jahr Planung sollte doch ausreichen.

Mittwoch, Februar 27, 2008

Es passt...

also es hat noch gepasst. Hier habe ich behauptet, dass mir mein Abiball-Kleid noch passen würde.
Da Unglaube unter den Lesern herrschte, habe ich nun das Beweisfoto.


Ich gebe zu. Ab und an musste ich sparsam atmen. Aber ich bin ja auch wieder fleißig dabei Sport zu treiben. Aber ich passe noch rein. Jawohl!

Das alte Foto vom Abiball ist übrigens fein säuberlich ins Fotoalbum geklebt. Hatte keine Lust, das schwere Ding zur Arbeit zu schleppen, um es hier scannen zu lassen. Das Kleid ist aber das gleiche!

Montag, Februar 25, 2008

Wer die Wahl hat...

Gestern wurde hier in Hamburg gewählt. Die CDU lag wieder vorn, die SPD dahinter. Grüne und Linkspartei schaffen es auch. Die FDP bleibt mit 4,7 Prozent draußen.

Nun wird Frau Lenny_und_Karl in den Kommentaren (ganz unten) doch glatt gefragt, ob sie nicht zufällig FDP gewählt hat.

"Was soll das denn heißen", fragt sie da mal zurück. Was macht denn Frau Lenny_und_Karl zu einer potentiellen FDP Wählerin?

Die Schreibweise, die Äußerungen?
Oder denkt man(n) an, dass mit ihrer Stimme sowieso keine Mehrheit zu kriegen ist?

Dabei dachte Frau Lenny_und_Karl, ihr würde man so eine "Dagegen-Stimme" wie für eine Linkspartei zutrauen, so unsympathisch ist doch ein Gysi gar nicht - so als Mensch.

Fakt ist aber - und jetzt werfe den ersten Stein, wer es noch nie getan hat - sie hat gestern gar nicht gewählt. Sie war nicht da. Frau Lenny_und_Karl war weg und musste ein Kleid vorführen.
Briefwahl hatte sie vergessen oder nicht geschafft zu beantragen.

Na fürs nächste Mal gelobt sie Besserung.

Donnerstag, Februar 21, 2008

Sauer ääh Wäscherei

Habe ich gerade 26 (in Worten sechsundzwanig) Euro dafür bezahlt, dass mein zweiteiliges Kleid gereinigt wird????
Nur weil es etwas verschmutzt war und von einen Tag auf den anderen fertig werden muss????
Na wehe, wenn im Preis nicht inbegriffen ist, dass man danach 10mal besser aussieht und alles sitzt und und und überhaupt man viel schöner ist als vorher!

Donnerstag, Februar 14, 2008

Sweet, oder so!

Heute morgen auf dem Weg zur U-Bahn.
Ab der Hälfte des Weges waren Wgweiser auf den Boden gezeichnet. Extra für mich hatte doch tatsächlich jemand kleine pinke Herzen mit Kreide auf den Boden gemalt. Alle paar Meter eines. Und kurz vor der Bahnstation einen Pfeil nach rechts mit Herz um mir anzuzeigen, dass die Station gegenüber ist.




Dabei kenne ich den Weg doch!??

Sonntag, Februar 03, 2008

Zu spät im Abo

Plong, Plong, Plooong.

Der kleine hölzerne Vogel fräst sich mit dem Schnabel in die Tür. Eine kleine längliche Delle hat er in den Jahren seiner Tätigkeit als Türklingel schon hinterlassen.

Plong, Plong, Plooongggg macht sich der Besucher bemerkbar, der vor der Tür wartet und an der Schnur zieht, um den Vogel zum Klingeln und Klopfen zu bringen.

Verschlafen mit kleinen Schlitzen an Stelle der Augen schlürpft Lilly zur Tür.

"Autsch" schreit sie, als sie sich diese beim öffnen gegen den großen Zeh schlägt. Plong, plong, plong macht der Holzvogel, den die Wucht aus dem Gleichgewicht gebracht hat.
Plong, plong, plongt antwortet der Zeh, der Schmerz signalisert.

"Jaha?" fragt Lilly in den zischend kalten Flur. Niemand ist zu sehen.

"Eeehemm", räuspert sich ein hohe dampfende Stimme kurz über dem Boden. Ein rotes Männchen steht dort. Kleidung, Haut einfach alles ist Rot. Bis auf einen kleinen weiß-grün gepunkteten Notizblock und die ebenso gepunkteten Ohren.

"Jaha?" schaut ihn Lilly genervt an.

"Ich___möchte", erwidert das Männchen, dass es nicht für nötig hält sich vorzustellen "ihnen das 'Zuspät-Abo' vorbei bringen."

"Was? Ich, aber...", doch sie kommt nicht zu Wort.

"Das Ganze läuft automatisch", fährt das Männchen fort. Die Spitzen der gepunkteten Ohren schwingen leicht vor und zurück.

"Keine bestimmte Laufzeit, keine Rückgabe, keine Kündigungsmöglichkeit. Sie nehmen es hin. Es passiert, es ist für sie bestimmt. Wenn Sie hier kurz unterschreiben!"

Mit viel Anstrenung hebt das rote Männchen sein Gewicht auf die äußerten Spitzen seiner Zehen und hält Lilly das weiß-grün gepunktete Papier entegegen. Bis auf den Farbverlauf der Punkte ist dort nichts zu sehen.

"Aber, das steht ja nix, ich will nicht unterschreiben, weil.... . Überhaupt, wer sind sie und was..."

"Sagte ich doch, alles automatisch", fährt das Männchen sie an. Mit festen, feucht-kalten Finger krallt er sich ihren Zeigefinger und drückt ihn schmerzvoll auf das Papier.

"Fingerabdruck reicht mir auch", kreischt er und hüpft - plötzlich leichfüßig - die Treppe hinunter.

Lilly senkt ihren Blick. Die Attacke hat kleine rote Abdrücke auf ihrer Haut hinterlassen, auf der Fingerkuppe sieht sie weiße und grüne Punkte, die langsam verblassen. Der Boden des Flurs und die Stufen sind gesprenkelt. Die Punkte glühen auf, bevor sie verschwinden.

"Seltsam", sagt sie zu sich selbst und schließt die Tür.

Sie kehrt in die Küche zurück, in der sie einen Joguhrt aus dem leicht angefrorenen Kühlschrank nimmt.

Plopp, reißt die Lasche des Deckels. "Na toll", denkt sie und verbringt die nächsten 5 Minuten damit den Becher möglichst ohne Kleckern zu öffnen.

PlongPlong. Macht es kurz hintereinander. Lilly dreht sich dem Geräusch zu und findet einen Zettel auf dem Tisch. Er ist weiß-grün gepunktet. Daneben liegt aus kleinen Punkten der Satz geschrieben: "Kleine Dinge, die verloren gehen und Zeit kosten."

Freitag, Februar 01, 2008

Eine Schande ist es..

, dass Herr W. groß protzt in welch kurzer Zeit er doch einen Ikea-Schrank aufbauen könnte. Lässig und in Hemd und Jacket lässt er sich zum schwedischen Möbel herab.

An dieser Stelle muss gesagt werden, dass dieser Ruhm nicht so recht verdient ist!! JAWOHL! Auf meine freundliche Einladung hin, mir bei der Zusammenstellung meines formschönen PAX Schranks zu helfen, kneift Herr W. Ja, er weigert sich sogar und ich meine leicht Anflüge von Angst erkannt zu haben.

Jetzt muss ich ganz allein mein Wochenende damit verbringen, Schubladen zusammen zu bauen, Kleiderstangen und Regalfächer zu befestigen, noch eine schwere Schublade vom Möbelhaus mit der Bahn nach Hause zu transportieren und mir dabei alle Fingernägel kaputt zu machen.

Deshalb Herr W. fordere ich sie an dieser Stelle auf zu beweisen, was sie können. Jetzt mal Butter bei die Fische und stehen sie ihren Mann! MC for Möbelpacker! Das fordere ich!

Donnerstag, Januar 31, 2008

???

Warum läuft man eigentlich immer ein Stück in Fahrtrichtung mit, noch während die U/S-Bahn an der Station einfährt, bevor man einsteigt?

Donnerstag, Januar 24, 2008

DINGE erstrahlen

Opfer müssen ab und an gebracht werden. Es gibt einfach Tage, die lassen sich ohne Opfer nicht überstehen.

Nun wohnt Frau LennyundKarl in einer sehr netten, gemütlichen WG. Punktuell zu gemütlich. Mein Mitbewohnerin – und Hauptmieterin der Wohnung – sammelt Dinge. Dinge die Deko sind und Dinge, die überall rum stehen. Dinge halt.

Ein Beispiel gefällig? Gern!
Da sie eher einen schwarzen als einen grünen Daumen hat, gibt es Kunstblumen. Das ist ok. Allerdings liegen drei riesen Ausführungen auf der Heizung in der Küche. Weitere stehen in Blumenvasen auf dem Kühlschrank, der Arbeitsfläche und auf dem Tisch und der Arbeitsplatte.
Es gibt noch mehr DINGE. Überall verteilt. Quasi jede brach liegende Oberfläche mit Dingen geschmückt, verstellt, verschönert.

Dinge machen das Putzen allerdings sehr schwer, denn sie ziehen Staub an, müssen immer weggeräumt werden und lassen auch Ordnung irgendwie unordentlich erscheinen.

Somit hat Frau LennyundKarl geputzt und aufgeräumt. Mit Schrubbelschwamm bewaffnet ging es dem Herd zu Leibe. Der strahlt nun mit der Sonne um die Wette, hat aber fast alle Fingernägel in den Tod geschickt.
Die meisten DINGE hat Frau LennyundKarl in einer Kiste verstaut und … Nein nicht weggeschmissen, sondern in den Keller verbannt.
Sie hätte sie gern dem Müll übergeben, hat sich aber nicht getraut. Die Küche ist jetzt so ordentlich, dass sie – aus den Augen der Mitbewohnerin – fast klinisch aussieht. Die zweite Mitbewohnerin hat gejubelt und noch mehr Plastikblumen in den tiefen des Kellers verschwinden lassen. Sie wird heute Hand an das Bad und DINGE im Nasszellenbereich legen.
Hoffentlich gibt es keine Schrubbelbreitseite, denn hatte Frau LennyundKarl erwähnt, dass sich die Mitbewohnerin derzeit noch im Skiurlaub befindet?

Freitag, Januar 18, 2008

Mäuschen in der Damenumkleide

Oder: Jungs begrabt die wunderbaren Fantasien.

Frau LennyundKarl wird sportlich. Oder versucht es zumindest. Sie macht Konditonstraining, Bodyfit und Powerfitness im Verein "Sportspass". So und wer an dieser Stelle lacht, fliegt raus!!!

Das Ganze ist recht anstrengend. Zudem bringt es diverse Aufenthalte in der Umkleidekabine der Damen mit sich. "Da würd ich doch gern mal Mäuschen spielen", denkt sich der ein oder andere männliche Sportbegeisterte sicherlich.

Vergesst es! Es gibt mehr als genug Gründe dort nicht zu verweilen.
Zum einen machen - entgegen eurer Tagträume - nicht nur junge Frauen von 18 bis max. 22 Jahren Sport. Nein viele sind weitaus älter.
Zum anderen bedeutet Sport treiben nicht automatisch sportlich und fit zu sein, geschweige denn so auszusehen.
Damit einher geht die Tatsache, dass die Körper nicht schlank oder die Haut straff ist.

Das Licht der Wirklichkeit scheint hell und neonfarben:
1. Auch Frauen riechen äußert unangenehm nach underschreckenderweise zu einem Teil sogar schon vor der sportlichen Aktivität.
2. Weniger als 10 Prozent der der Frauen sind Cellulite-frei. Ganz im Gegenteil.
3. Rasierer sind nicht in allen Teilen der Stadt verfügbar oder bekannt.
4. Ein Busen kann und ist in den meisten Fällen alles, nur nicht rund und wohlgeformt. Schwerkraft hat größere Macht als bisher langläufig bekannt.
5. Schlank sein ist gaaanz weit weg von attraktiv sein!!!

Bisher gab es nur 2 (in Worten: ZWEI) Pos, die ich als schön und wohlgeformt bezeichnen würde. Schlanke Frauen sind schlank, aber da hängt hier die Haut und ist da zu wenig dran. Insgesamt sind die Fülligeren meist wohlproportionierter.

Dennoch: Schön anzusehen ist das alles nicht. Niemand will die Frauen nackt durch die Gegend laufend oder sich so noch einem Handtuch bücken sehen. Ist er Lack oder die Kleidung erst einmal runter, steht die Überraschung im Umkleideraum. Also wirklich kein Grund hier mal heimlich vorbeischauen zu wollen.

(Dieser Text nimmt die Autorin natürlich aus, die nur allzu perfekt und ansehnlich ist, versteht sich von selbst! - Hier wird nicht gelacht!)

Dienstag, Januar 08, 2008

Schrubbelseiten des Lebens

Klack, klack. Das Porzelan stößt leich mit den Köpfen zusammen.
Krieeetsch, Krieeeetsch macht es, wenn der dunkelgraue Schwamm die Verzierungen passiert.

"Das ist aber nicht gut", sagt Lenny_und_Karl leise.
"Warum", fragt Super B. erstaunt zurück.
"Na du kannst doch dein Porzellan nicht mit dem Topfreiniger waschen. Das macht doch die Bemalung kaputt."
"Aber dann wird es wenigstens sauber." Triumphierend schaut er vom schaumigen Becken auf.
Lenny_und_Karl zieht ein komisches Gesicht. "Wird es mit dem Schwamm auch."

"Aber da ist doch die Schrubbelseite ab!" Traurig zieht Super B. ein blaues Etwas aus den Spülfluten, leicht zerupft sieht es aus, wie in der Mauser.
"Die Schrubbelseite?"
"Ja, die die alles sauber macht, die hässliche Seite. Die ist gleich am Anfang abgefallen. Da war der Kleber wohl nicht gut genug."

Schrubbelseiten. Nützlich oder hässlich, irgendwie schrubbelig eben. Deshalb gibt es ab heute eine neue Rubrik. Die erste bei mir übrigens: "Schrubbelseiten des Lebens"

Dienstag, Januar 01, 2008

Weihnachts- /Silvester Revue

Weihnachten: Geschenke, Geschenke, Geschenke. Na so oder so ähnlich. Ein paar kleine Wünsche haben sich erfüllt und ich kann euch sagen: Frau LennyundKarl duftet im neuen Jahr einfach zum Anbeißen.
Komischerweise blieb das große Festtagsfressen aus. Nur die Süßigkeiten haben mir das Genick gebrochen. Eigentlich bräuchte ich nen neuen Belly Off - Wettbewerb.

Silvester war sehr schön. Angenehm ruhig, kein Stress und keine ätzenden Leute. Nur Feuerwerk war irgendwie nicht. Hä? Nicht?
Ja genau. Nebel! Super krass. Der wurde durch den Rauch nur noch viel dichter. Irgendwann wurde der Himmel nur noch blitzartig hell. Aber selbst die Knaller vom Nachbarhaus waren nicht mehr zu sehen.

So kanns gehen. Und bei euch so?