Donnerstag, April 24, 2008

Bewahrt den Anspruch

Der Spiegel berichtet heute in eigener Sache.

Eine Reporterin des Magazins wurde vom Bundesnachrichtendienst überwacht, insbesondere ihr E-Mail Verkehr mit einem afghanischen Politiker stand im Fokus.

Im Grunde sollte ich nicht überrascht sein, wie sehr der Datenverkehr im Netz doch transparent und nachvollziebar ist, von jedem, der die Mittel dazu kennt. Dennoch bin ich es manchmal ein bisschen, wider besseren Wissens.

Und: Ich kriege jedesmal eine kleine Gänsehaut, wenn ich lese oder sehe, wie sich der Journalismus wehrt. Wie er auf seine Freiheit und sein Recht bestehen.

Vielleicht liegt es daran, dass in meinem Herzen noch eine Journalistin wohnt. Es kann auch daran liegen, dass hier die Ansprüche an einer so oft um ihr eigene Hoheit betrogenen Disziplin wieder hervorblitzen. Dass sich an der ein oder anderen Stelle die Unabhängigkeit und Objektivität wieder an die Oberfläche kämpft und versucht die Hülle rein zu waschen - den Dreck der PR und Werbung loszuwerden.

Ach ich finds irgendwie gut. Auch wenn ich genau erklären kann, das Gefühl manchmal schreien und sich wehren zu müssen.

Kommentare:

Man in Metropolis hat gesagt…

1984 lässt grüßen !!!

Ich bin erkaeltet hat gesagt…

Ach, immerhin gibt es noch Journalisten, die sich wehren. Der Großteil arbeitet mittlerweile mit der Politik zusammen, da kann man nicht mehr viel Wahrheit erwarten.