Donnerstag, Mai 29, 2008

Manchmal

Ja, manchmal muss auch die Frau Lenny_und_Karl ein Mädchen sein und gaaanz typische Mädchendinge machen. Gestern Abend zum Beispiel.

Gestern Abend war sie in Sex and the City - zur Vorpremiere mit Sekt. Nun gut, Sekt fiel aus, weil sie den nicht mag.

Der Film wurde in vier oder fünf Kinos gleichzeitig gezeigt. Es waren sooo unglaublich viele Frauen da, da hat sich selbst Frau Lenny_und_Karl ein bisschen unwohl gefühlt.

Außerdem war es unglaublich, wie aufgestylt diese Frauen waren. Die Schuhe, die Mini-Röcke, der Schmuck. Eigentlich völlig verschwendet für einen Ort an dem an diesem Arbeit nur Männer waren, die gezwungen wurden, von ihren Frauen oder schwul waren. Zudem ist es immer noch dunkel im Kino.
Schon im Vorraum zu sitzen und die Mädels anzusehen, war jedoch ein Event für sich: Modenschau, Diät-Cola aber dazu fett Nachos mit Käsesauce etc.

Der Film war klasse. Wenn auch das nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass viele Szenen vorhersehbar waren, natürlich gewisse Dingen passieren mussten.
Außerdem war er ganz schön lang: 145min. Aber irgendwie schön, wie die Serie halt.

Dienstag, Mai 27, 2008

Gefälligkeiten für Super B.

Ringringringring

"Lenny_und_Karl hier. Hallo?"

"Wann bist du hier und kraulst mir den Bauch?"

"Bitte? Sonst gehts dir gut Super B.?"

"Ja."

"Ich bin in Hamburg und komme jetzt nicht nach Münster, um dir den Bauch zu kraulen."

"Also ich war gestern saufen, weil heute Feiertag ist und habe noch nicht geschlafen."

"Es ist bereits 18:30 Uhr!! Und ich hatte heute nicht frei, ich musste arbeiten."

"Ja. Aber ich. Und ich schleife jetzt meine Matratze aus dem Schlafzimmer vor den Fernseher im Wohnzimmer. Verteile leckeres Essen um mich herum, mach den Fernseher an und dann ..... dann könnte ich jemanden gebrauchen, der mir den Bauch krault."

"Ich glaubs wohl. Nix is."

"Also Lenny_und_Karl: In einer Freundschaft ist das ein Geben und ein Nehmen. Und ich finde, dass ich schon sehr viel gegeben habe. Deshalb bist du jetzt mal dran."

"Was hast du denn gegeben?"

"Also viel. Ich ruf dich nicht mehr an, wenn du das nicht machst. Dann hab ich dich gar nicht mehr lieb."

"Das Risiki muss ich dann... Pass auf. Leg dich schlafen, dann pennst du den nächsten Tag durch und wenn ich dann zum WE wieder in der Stadt bin, komm ich vorbei und sag Hallo."

"Na gut!"

Dienstag, Mai 20, 2008

Das strukturierte Arbeiten

Im Callcenter müssen die kleinsten Kleinigkeiten geregelt werden. Natürlich auch die Raucherpausen. Dazu gab es in einem früheren Job in fantastisches Forum, dass jeder immer vor Schichtbeginn zu lesen hatte und kommentieren konnte und musste. Unter anderem fand sich dort folgender Eintrag:

Hallo zusammen,

wenn es auch weitesgehend klappt, dass der Ascher draußen regelmäßig entleert wird hier einfach noch mal ein paar Infos:

1. Aschenbecher sollte um 12 und um 18 Uhr entleert werden
2. bitte in den Restmüllbehälter im Flur und nicht in den für den "Gelben Sack"
3. auch die rauchenden Frauen dürfen die Männer ab und zu unterstützen und den Ascher leeren!


und auch:

Hallo zusammen,

dies ist eine Info für alle Raucher & für Personen die zwar Nichtraucher sind, aber trotzdem den Mülleimer am Treppenaufgang (draußen) nutzen.

Ab sofort gibt es einen Reinigungsplan!

Alle Mitarbeiter der Schicht 11-14 Uhr sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass um 12 Uhr der Aschenbecher & Mülleimer geleert wird.

Alle Mitarbeiter der Schicht 18-20 / 21 Uhr sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass um 19 Uhr der Aschenbecher & Mülleimer geleert wird.

Ist dies nicht bis spätestens 15 Minuten nach der vollen Stunde erledigt, wird es anschl. bis zum nächsten Reinigungstermin keine Pause mehr geben.

Damit es nicht immer die gleichen Personen sind & damit diese täglichen Termine nicht vergessen werden, hängt ein entsprechender Plan an der Magnetwand.

Warum da und nicht anderen Raum?

Weil es mehr rauchende in diesem als im anderen Raum gibt! Trotzdem sind die alle genauso verantwortlich.
Die Initiative geht aber trotzdem grundsätzlich von den Mitarbeitern im kleinen Raum aus.
Wer noch Fragen oder Änderungswünsche hat, kann sich gerne melden.



Kommentare der Mitarbeiter lauteten wie folgt:

"Cooler Plan...!"

"Immer mal was Neues! Ich hoffe, die Putzkräfte holen auch artig zur Reinigungszeit ein Pausenfähnchen..., alternativ müssten sie sich per Check-In-Card ausloggen!"

"Ich glaube, ich sollte Raucher werden! Und auch für neue Zigarettenschachtelbeschriftungen bin ich! :Rauchen gefährdet die Gesundheit und ihren ARBEITSPLATZ!"

Dienstag, Mai 13, 2008

Welcome back

Endlich! Es ist wieder soweit. Lange mussten wir warten, lange haben die Fans sich im Zaum gehalten. Nun endlich ist das schöne Wetter da, nun endlich beginnt die Saison.

Sie alle sind wieder da. Heißen wir sie herzlich willkommen nach Monaten der Abstinenz.

Ein "Hallo zurück" für die kurzen über dem Knie endenden oder schlimmer knapp über Gesäß abgefassten kurzen Jeans. Bestaunen sie hier ein bleichbeiniges, wie sie sehen männliches Exemplar, was die elegante Auswahl leich schlurfend zur Schau trägt.

Doch sparen sie den Applaus. Dort, ja dort hinten kommt sie aus dem Winterschlaf. Unschuldig und schneeweiß, doch leider nicht jungfräulich: die weiße Socke hüpft zum sommerlichen Arbeitseinsatz. Von ihrer gewohnten Umgebung etwas genervt, wird sie in diesem Jahr innovativ auch von Frau unter den Sandalen getragen. Doch der neue Träger täuscht nicht über alte Gewohnheiten hinweg. Beliebt und gewohnt wird sie kombiniert zu geschmacklosen zu kurzen Röcken, die die Sicht auf das Farbenspiel der Krampfadern weich umspielen.

Von den Klassikern kommen wir nun zu einem Augenschmaus, der auf dem besten Weg ist unter den Käuferinnen zum Bestseller und Kultobjekt zu werden.
Vorgeführt vornehmlich von unseren 13-bis 17-jährigen Modellen: Lassen sie den Blick schweifen von den in Ballerinas gestopften Füßen, über die schlanken Beine hin zum mehr oder minder kleinen Po führen. Hinauf zum Highlight der Kollektion: das Stretch-Oberteil.
Ausschließlich in einer Größe gefertigt und erhältlich: der XS, passt sich das Material auch der XL-Kundin an. Wie sie sehen trägt sie einen weiteren Klassiker vor sich her, der bisher nur bei den Männer beliebt war: der Bierbauch. Etwas für die Damenwelt umfunktioniert zum Schwabbelbauch und ausgebaut durch den zusätzlichen Platz des Hüftspecks. Diese Kombination ist bei den jungen Models besonders beliebt, bringt das feine Material doch jede Rolle zur Geltung, lässt den quer gezogenen Bauchnabel besonders schmal wirken und setzt die Hüfte steil-kantig vom Unterkörper ab.

Ich höre ihren Applaus und ihre Freude über diese Kollektion. Sagen wir alle zusammen "Welcome back" und setzen unsere Sonnenbrillen auf, um vom strahlenden Geschmack nicht blind zu werden.

Mittwoch, Mai 07, 2008

Aus dem Nebenjob-Alltag

... im Callcenter. (Eins-zu-Eins-Transkript)

Herzlich willkommen bei ihrer Auskunft xyz, mein Name ist Lennyundkarl, was kann ich für sie tun?
Hallo hier ist Der Dieb.
Hallo.

Sie müssen allen Aliens sagen, dass sie beten sollen.
Pause.
Die müssen alle beten. Wenn alle Aliens beten, dann wird alles gut. So in 10 bis 15
Jahren wird alles gut.
Aha.
Sagen sie das allen Alien?
Sicher, allerdings gibt es ein Problem, ich bin kein Alien. Da sind sie mit ihrem Anliegen nicht ganz richtig.
Sind sie nicht?
Nein
Ehrlich?
Ja ich bin kein Alien.
Aber ich bin eins.
Na das ist doch gut, dann müssen sie beten.
Ja das tu ich doch. Jeden Tag seit 20 Jahren.

Na dann kann ja nichts mehr schief gehen.
Aber sagen Sie allen Aliens Bescheid?

Sicher. Welche Konfession?

Was?

Na evangelisch, katholisch oder der Hinduismus. Zu welchem Gott sollen sie dann beten?
Das ist egal.

Ok konfessionslos. Merk ich mir.
Natürlich es gibt nur einen Gott und das ist der Liebe Gott. Das wars.