Freitag, Dezember 04, 2009

Das Mafia Cafe - Glueck im Spiel...

"Sie haben nichts aus meinem Spint geklaut, da sie es nicht geschafft haben den aufzubrechen"' ruft mir Fred am naechsten Morgen froehlich entgegen. "Aber ich muss mir definitiv was neues suchen, die sind dort wohl schon oefter eingebrochen."
"Lass uns spaeter zur Uni gehen. Ich kenn ein paar Plaetze, wo immer Wohnungsanzeigen zu finden sind", sagte ich und machte mich auf - eine neue Runde im Cafe.

In der hintersten Ecke am Ende eines langen Tisches trohnte Luigi - schwarzes nach hinten gegeeltes Haar, schwarz-grauer Schnauzer, Tennisoutfit und beobachtete ueber seine Zeitung hinweg das Geschehen.

"How are you today, my love" fragte er mich wie jeden morgen. "Very well", entgegnete ich mit der gleichen Routine zurueck. "Good, you're a good girl" warf er mir dann noch nach.
Ueber den Tag hinweg hoerte ich dann noch mehre "Good work", "Good girl". Darauf beschraenkte sich unsere gesamte Konversation der ersten Wochen.

Sollte mir recht sein. Ich beobachtete nur, wie er von Zeit zu Zeit die Leute zu sich herueberwinkte. Carlos, der lautstark und wildgestikulierend griechisch mit ihm sprach. Der zweite Koch Tom, der danach voellig frustriert Pfannen durch die Kueche warf oder den Freund seiner Tochter, der fast in Traenen ausbrach, als er ihm ein Standpauke hielt.
"Daddy, you made him upset", warf ihm seine Tochter danach vor. "Good, thats good", entgegnete Luigi und triumphierte davon.

"Ich muss dir was sagen", riss mich Kollege Fred jedoch aus meinen Gedanken. "Ich habe was herausgefunden."
Er lotste mich nach draussen und wisperte: "Carlos hat mich auch nach Geld gefragt. Ich hatte nur vergessen es ihm mitzubringen."
"Und", fragt ich.
"Ich habe das Luigi erzaehlt und er hat mir gesagt, dass ich ihm auf keinen Fall Geld leihen sollte, weil er ein Spieler ist. Er verdient die meiste Kohle hier im Laden und fragt trotzdem zwei Tage nach Zahltag schon nach einem Vorschuss!"
"Grossartig", antwortete ich. "Aber er hat mir versprochen, dass ich es am Freitag kriegen und schliesslich wird er ja bar bezahlt."

Gedanklich strich ich die 100 Dollar jedoch bereits aus meinem Budget, oder?

Kommentare:

Elsa hat gesagt…

Auweia! Ich hätts auch gemacht, da wäre ich verdattert gewesen.....vielleicht streichen Sie die 100 wirklich aus ihrem Kopf. ... Kopf hoch, Australien ist wunderbar!

Erdge Schoss hat gesagt…

Weiß, liebes Fräulein Karl, Carlos' Mutti schon davon, dass der Bub im Rückstand ist?

Herzlich
Ihr Erdge Schoss

MC Winkel hat gesagt…

Oder? :)))

Ich hoffe trotzdem, dass Alles gut wird! Und sagen Sie Luigi schöne Grüße von Toni Soprano. Er weiß dann schon.

robert hat gesagt…

Aber ist das nicht gut, wenn einem die Mafia Geld schuldet? Dann hat man doch einen Gefallen gut.

Vor meinem geistigen Auge ergeben sich gerade Parallelen mit den Männergeschichten, die Du vorher gepostet hast. Da tun sich doch ganz andere "Abwimmelmöglichkeiten" auf, wenn man einmal die Mafia auf seiner Seite weiß ;)

Lenny_und_Karl hat gesagt…

Also davon abgesehen ist Australien wirklich wunderbar und kuschelig warm!

Da sagen sie was Herr Schoss. Ich wette eine griechische Mutter wuerde selbst ihrem 40jaehrigen Sohn noch den Hintern versohlen. Ich sollte sie mal anrufen - die Mutter.

Mach ich, Herr W., man kennt sich ja in der Familie.

Aber den Gefallen, Rober, haette ich ja in der Vergangenheit gebraucht, jetzt nuetzt der nix mehr.

Parkster hat gesagt…

Da fehlt der nächste Teil! Ganz dringend!

ICrossMyHeartAndHopeToDie hat gesagt…

Du solltest das nicht alles hier posten, sondern daraus ein Buch voller kleiner Kurzgeschichten machen. Wäre nun mal mein vorschlag, würde sich bestimmt verkaufen :o)

Ich würds zumindest kaufen! :o)

Herr Schmidt hat gesagt…

Ärgerlich! Buchen Sie es einfach unter Lehrgeld aus, liebes Fräulein L_u_K.