Freitag, Januar 18, 2013

Das Leben hat seine eigenen Regeln.


Kürzlich erzählte mir ein Freund aus den USA er habe sich von seiner Freundin getrennt. Er war tieftraurig.
Das warum ist eine komplizierte Geschichte. Zusammengefasst kann man aber sagen, dass er oft enttäsucht wurde, immer viel investiert hat und danach oft kämpfen musste, um emotional wenigstens wieder am Krückstock laufen zu können.
In letzter Konsequenz beschloss er nicht für solche Beziehungssachen gemacht zu sein. Er entschloss sich allein zu bleiben, ohne feste Freundin dafür mit unzähligen, hunderten seiner Freunden auf der ganzen Welt, die er tatsächlich hat, Zeit zu verbringen.
Das zog er durch, verliebte sich aber dann doch in DIE Frau. Überschwenglich, mit jeder Menge Gefühlen und Illusionen, aber mit dem Vorsatz dennoch Freiheit zu lassen.

Sie verließ ihn. Wollte auch mit anderen Männern zusammen sein. Er wollte nicht teilen also ging sie. Eiskalt. 5 Tage ist das her und ich habe einen langen Text geschrieben, der im Grundtenor sagte: Damn her!

Heute erzählt er mir, dass sie im Koma liegt. Sie ist von einem Dach gefallen. Heute, an dem Tag, an dem beide noch einmal sprechen wollten. Sie ist ernsthaft schwer verletzt. Erst ist 48 Stunden können die Ärzte halbwegs eine Diagnose stellen.
Er ist in den USA, sie ist in Neuseeland. Manchmal sind Entfernungen doch eine Undendlichkeit.

Life is a bitch und ich kann mir gut vorstellen, dass er sich jetzt schrecklich fühlt, egal was war.

Im gleichen Atemzug sehe ich, dass ein anderer Freund schreibt, dass seine Freundin sich ebenfalls getrennt hat. Nach mehreren Jahren. Nach auf und abs. Nachdem er ihr - wie er erzählte - zu Seite gestanden hat.
Aber nun geht es nicht mehr. Ich glaube er hatte noch Hoffnung, hat darum gekämpft und ist jetzt ein bisschen verloren.

Merkwürdig wie das Leben so spielt. Beides heute, zwei unterschiedliche Geschichten, aber doch so nah.

Ich würde beide jetzt ganz fest umarmen, wenn sie hier wären. Sind sie nicht. Ich mach es trotzdem, so aus der Ferne.

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