Montag, August 19, 2013

Elbriot Festival Hamburg - kleine Review



Am Samstag (17. August) fand im Hamburg die Premiere des Elbriot Festivals statt. Das Open Air Gelände Am Grossmarkt war Veranstaltungsort. Obwohl parallel das Dockville Festival stattfand, war das Elbriot mit 14.000 Tickets ausverkauft. Ich ging mit zwei Freunden zum Festival. Wir waren gegen halb 2 da und verpassten die Band Whitechapel, was ich persönlich nicht so tragisch fand.

Zunächst aber kurz meine Eindrücke vom Gelände. Vor dem Eingang hielten sich überraschend viele Leute auf und die angrenzende Tankstelle war von einer Warteschlange umzingelt. Dass das womöglich an den krass langen Wartezeiten an den Bierständen auf dem Gelände lag, stellte sich dann heraus. Denn obwohl bis zum frühen Abend auf dem Gelände nur mäßig viel los war, war es unheimlich schwierig Bier oder alkoholfreie Getränke zu erstehen. Es gab viel zu wenig Getränkestände für die Zahl der Besucher und zum anderen schien das Personal ein bisschen überfordert zu sein. Viele Besucher beschwerten sich sehr laut darüber, dass sie auf viel größeren Festivals viel schneller an ihr Bier gekommen wären. Ich selbst gab nach 25 Minuten Wartezeit auch schon mal auf. Leider sah es essenstechnisch nicht besser aus. Zwei Stände mit Bratwürstchen, ein Hotdogstand und ein Stand an welchem wir Crepes erstehen konnten. Auch meinen Versuch Pommes zu kaufen brach ich ab, nachdem die Warteschlange sich innherhalb von 15 Minuten nicht bewegt hatte und vor mir in dieser Zeit nur drei Schalen der frittierten Kartoffelstäbchen über den Tresen gingen. Was ein Glück, dass ich noch ein Knoppers und eine Banane in der Tasche hatte.

Das Publikum war sehr gemischt, was mir persönlich gut gefiel. Einige Besucher der älteren Generation, was sicher mit Bands wie Slayer zusammenhing, die einfach schon seit mehr als 30 Jahren spielen. Auch viele junge Leute (also so Ende Teenageralter) und ich zählte mindestens fünf Elternteile, die den Nachwuchs zum Konzert begleiteten. Die Mutter, die selbst offensichtlich nicht viel mit der Musik anfangen konnte, aber ihre Tochter begleitete. Der Vater, der entspannt ne Brause für den Jüngsten kauft und der Dad, der seinen Sohn beim Crowdsurfing vor der Bühne filmt.

Da ich nicht alle Bands kannte und mich vorher auch kaum reingehört habe, kann ich von einigen nur das beurteilen, was ich vor Ort hörte. Die Mischung der Bands gefiel mir schon mal ziemlich gut. Bei Betontod mochte ich den Sound, deutscher Text ist aber nicht mein Favorit. Bei Fear Factory traute ich meinen Ohren nicht und war ganz schön verblüfft, dass der Leadsänger nicht einen Ton traf. Das war wirklich schlimm und auch der echt gute Sound der Band konnte da nix mehr reißen. Anthrax und Trivium waren für meinen Geschmack ok, wir nutzten die meiste Zeit ihrer Performances, um vielleicht doch noch ein Bier zu ergattern.
Ganz, ganz großartig waren dann Killswitch Engage. Ohne viel zu labern spielten sie ihre Songs und nutzen so die 50 Minuten richtig gut aus. Live ist die Band einfach wirklich ganz großartig und bewies das auch auf dem Elbriot Festival. Auf die nachfolgenden Bullet for my Valentine hatte ich mich persönlich ebenfalls gefreut und wir drängelten uns dafür auch in die Reihen im ersten Circle vor der Bühne. Die Band hingegen spielte echt ein paar gut ausgewählte Lieder, war aber leider sehr schlecht abgemischt. Der Leadsänger war kaum hörbar, was die Band wirklich um eine gute Performance brachte. Wirklich außerordentlich schade. Ich wünschte mir Killswitch zurück.

Zum Schluss spielten Slayer und an der Stimmung merkte man, dass sehr viele Fans genau auf diese Band gewartet hatten. Sicherlich alles Musiker, die echt was drauf haben. Da ich mich selbst aber nicht als Metal-Fan bezeichnen würde und selbst nur ein paar ausgewählte Bands aus dieser Richtung höre, blieb es für mich bei Killswitch Engage als Highlight. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt aber auch genug Metal, Metal-Fans und zu wenig Bier für einen Festvial-Tag. 

Mein Fazit: Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass dies die Startschwierigkeiten einer Debutveranstaltung sind und dass das im nächsten Jahr besser organisiert ist. Der Ton war insgesamt ein wenig zu leise und könnte im nächsten Jahr besser abgemischt sein. Insgesamt für ein Debutfestival aber eine echt gelungene Veranstaltung mit sehr entspannten Metalfans, die bei sonnigem Wetter wirklich gute Stimmung verbreiteten. Ein echt schöner Festivaltag.

Und ich glaube ich schreibe in den nächsten Tagen mal eine kleine Review über Festivaltypen, die solche Veranstaltungen besuchen. Da gabs einiges kurioses.








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