Sonntag, August 27, 2006

Ode an den Regen


Ein Grau
vermischt mit weiß und blau
Ich seh hinaus
die Schemen sich lautlos bewegen
Ihr Treiben unter dem nassklaren Mantel
die Welt wird leise

Dumpf, sanft pochend, beruhigend, hypnostisierend
aus Wasser klare glitzernde Brücken
die Himmel und feuchte Erde verbindend
diese näher aneinander bringen als sie es je sein werden

Frische birgt Klarheit für den Geist
Winzige perfekte Tropfen zerplatzen auf der Haut
ihre Form entgleist
hinterlassen ein wohliges Prickeln


Sonnenlicht kitzelt tausend Farben heraus
lässt den Wasserschleier erstrahlen
Ein fantastischer Moment
Rein und klar. Regen

Donnerstag, August 24, 2006

Diskofox

Rhythmischer Beat, die Lyrics tanzen auf den Schallwellen in mein Ohr, kitzeln die Muskeln und wollen, dass ich mich bewege. HipHop nennte man das.
„Wollen wir Discofox tanzen?“
Stille. Stillstand.
Es dauert einen langen Moment....... So. Jetzt kann ich wieder atmen.
Jung, unschuldig, 23 und vollkommen unvorbereitet an der Tanzfläche einer Diskothek.
Okay vielleicht nicht der Szeneclub der Stadt, aber darauf kann man nicht vorbereitet sein. Ein "nein" reicht auch nicht aus, um in Ruhe gelassen zu werden.
Warum, wieso, weshalb? Oder wieso, weshalb, warum?

Eins-zwo-tepp, und Promenaaade, seitwärts ran, Daaame dreht, eins-zwo-tepp.
Alle Horrorvorstellungen von langweilen Leuten in langweiligen Tanzstunden tauchen in grellem Neolicht, dass sich in müdem PVC spiegelt vor dem inneren Auge auf. Eins, zwei, tipp schießt es mir durch den Kopf und mir wird schlecht.
Doch es wird schlimmer. Widerwillig verrate ich mein Alter, um zu erfahren, dass ich locker zwei Jahr älter aussehe. Hallo? Welchen Film fährt er denn? Äußerst passend, das hinterhergeschobene (mitleidige) Lächeln über meinen Namen. "Typisch ostdeutsch."

Oh man ist die Luft plötzlich dünn, ich fall gleich vom Stuhl.
Ich bin nur noch nicht sicher ob vor Wut, Ungläubligkeit oder sogar tiefsten Mitleid mit ihm und mir.
Hätte er sich die Anmachsprüche auf der Toilette seiner Uni abgeschrieben, hätte es nicht schlimmer sein können.
Ausgehen ist anstrengend. Sollte ich etwa jetzt schon zu alt oder zu anspruchsvoll sein? Und wenn nicht, warum dann doch? Will man das und wies lässt man es nicht?
Ab jetzt steht es also fest: Nie, niemals lerne ich Discofox. Nicht jetzt, nicht später. Nie.

Mehr zum abgewöhnen. Wieeee-ge-schritt. Nachtanzen auf eigenen Gefahr!

razbliuto

Fakten des Lebens

Homers Telefonnummer lautet: 555-3226

Ein Liter Druckertinte von Hewlett Packard kostet mehr als ein Liter Chanel No. 5

1944 wurde in England zuletzt eine Frau als Hexe verurteilt – zu neun Monaten Haft

Goethe schrieb 64 Jahre am „Faust“


Zur Verstärkung des Grenzzauns zum US-Marinestützpunkt Guantánamo Bay ließ Fidel Castro in den 60er Jahren auf kubanischer Seite zehntausende Kakteen pflanzen

Die Gurke ist eine Beere

Hummeln und Bienen können rückwärts fliegen

Erich Honeckers Lieblingslied war das "Lied vom kleinen Trompeter"

In Artikel 9 der neuen Verfassung des Königreichs Bhutan wird die Steigerung des Brutonationalglücks zum Staatsziel erklärt

Plimpplamppletteren ist holländisch und bedeutet "Steine übers Wasser springen lassen"

'aua ist hawaiianisch und bezeichnet eine Frau, die langsam faltig wird

razbliuto bezeichnet auf russisch das Gefühl für jemanden, den man einmal geliebt hat, aber nicht mehr liebt

Auf japanisch bezeichnet das Wort "bakku-shan" ein Mädchen, das hübsch aussieht, wenn mann es von hinten bertrachtet, von vorne aber nicht

Mehr Fakten des Lebens

Mittwoch, August 23, 2006

dear rosi

„Inzwischen hatte ich die Gewissheit, dass ich die Liebe kennen gelernt hatte, da ich wusste, was es heißt zu leiden.“

Michel Houellebecq, französischer
Schriftsteller

Lies ihn nochmal, diesen Satz. Deutlich und langsam.

Klar steht jedes einzelne Wort nun für sich. Stechend gleich dem Schmerz den sie hinausschreien. Etwas das tief drin ist in dir und mir. Etwas, das dich allein lässt. Um dich herum ein fragender Nebel. Das strahlende Leuchten dazwischen führt nur weiter, tief hinein in die Irre und ist fälschliche Klarheit.
Leid in Vollendung. So tief, dass es zu deinem Lebenssaft geworden ist, aus dem zu zehrst. Es durchströmt dich und du hasst es. Frei davon zu sein, ist dir aber auch nicht möglich.
Wie hoch ist der Preis, den du zu zahlen bereit bist? Wie oft kannst du es noch? Wie unzertrennlich sind Leid und Lust?
Ich weiß, dass Feuer brennt stark. Du machst den Versuch den Flammen zu entkommen. Doch sie klammern sich an dich, wie das Netz einer Spinne. Leicht, fein und kaum sichtbar. Dennoch stark und machtvoll.
"Es ist besser, vielleicht, dann bin ich nicht mehr da" Ich will das nicht hören, nie wieder. Es ist nicht besser, es macht es nicht besser.

Die erste Schritt ist getan. Langsam kannst du gehen. Verlässt das Netz, das dich hielt. Beweg dich raus aus dem düsteren Schleier. Once you were bitten / That's the reason why you lost your faith in love / Twice and that's written / Is the number of chances we get from above / Don't stop just move on / Bad luck had departed.

Samstag, August 19, 2006



Luminarium Levity II der britischen Architects of Air

In zartem blau schimmert das Zeltdach. Die weich geschwungen Formen, durchzogen von feinen roten Mustern wölben sich leicht zu einem Dach. Rechts und links drängen die Wände in nach außen und bilden einladende Rundungen, die in einem satten blau leuchten. Langsam tastet man sich durch die Welt aus Form und Licht. Die himmelsgleiche Farbe formiert sich langsam zu einem satten, kräftigen Grün. Die Begrenzung der Farbe ist ein weiches Material. Bei Berührung spürt man die sonnige Wärme, die sich durch die wabenartige Struktur zieht. Fast erweckt es den Eindruck als seien sie das Leben, dass die Skulptur durchfließt. Die Luft strömt warm durch die Installationswelt. Die glatten Wände laden zu zum verweilen ein und geben unter dem Druck leicht nach. Formen sich nach dem Körper, der an ihnen lehnt und versuchen ihn sanft zu umschließen. Das wohlige rot umschließt nun Körper und Geist. Dieser wandert und labt die Sinne an all den Lichtköstlichkeiten von denen er umgeben ist. Rot, grün, blau und gelb: Das Luminarium Levity II vollendet die Symbiose von Farb und Form.

Luminarium Levity II: kleine Moorweide in Hamburg 19.-27. August

Mittwoch, August 16, 2006





So hier entsteht dann bald mein Blog, die Anfänge sind gemacht, kann also nicht mehr lange dauern