Dienstag, Dezember 26, 2006

Zimmer frei?

Derzeit bin ich auf der Suche nach einem respektablen Zimmer. Schwieriger als man meint. In einer Studentenstadt trifft man auf äußerst außergewöhnliche Wohngemeinschaften.
Deshalb eröffne ich hiermit ein "Best of von Wohnungen und Besichtigungsterminen"

Teil 1 Wohnungsanzeigen


Da wäre zuerst der Klassiker "ruhige Lage". Bedeutet in Kilometer übersetzt: Am Arsch der Welt. Also immer vorher genaue Straße erfragen.

Zum Zimmer
1. ca. 16qm kann alles heißen. In den meisten Fällen aber ungefähr 14qm und kaum mehr als 15qm und damit nie anähernd das, was es verspricht.
2. "süß" Hier ist absolute Vorsicht geboten!! Meist bedeutet diese Verniedlichung eine riesen Überraschung. Entweder ist das Zimmer in seiner Dimenson unglaublich eingeschränkt. Gern sind solch bezeichnete vier Wände verwinkelt und lassen es nicht zu, Möbel die über ein schmales Bett hinaus gehen, darin zu platzieren. Wahlweise auch Kellerwohnungen. Den ganzen Tag dämmrig, man steht auf und es ist immer dunkel. Toll!
3. "chillige, alternative, vegane WG sucht entspannten Mitbewohner. Kein Kommentar.
4. "Wunderschönes Zimmer, große Wohnküche, Balkon, Garten, nette Mitbewohner, fantastsiche 11 qm für 300€ all inclusive". Ebenfalls kein Kommentar.

Noch Fragen? Beim nächsten mal gibts Anekdoten der lustigen Besichtigungen.

Donnerstag, Dezember 14, 2006

Kerzen

Na, wieviele sind es wohl?

Dienstag, Dezember 05, 2006

Die Möbel und die Packer

"Boah hab ich gestern gefeiert." Ein fettes Grinsen breitet sich auf dem Gesicht Super B's aus. "Na das kann ja nur bedeuten, dass du ordentlich besoffen warst", lächelt LennyundKarl wissentlich zurück.
"Genau", triumphiert Super B. Er baut sich vor LennyundKarl auf. Stolz erzählt er von den 15 Euro Trinkgeld, die jeder aus dem Möbelpackerteam gestern erhalten hat. "Für jeden also ein Kasten Bier." Zur Folge hatte dies eine ausgelassene Party in Super B's vier Wänden. "Irgendwann haben wir dann den harten Alkkohol, der sich bei mir fand, auch noch getrunken." Verträumt wendet er den Blick. LennyundKarl hört gespannt zu.
Seine CD Sammlung war das nächste Opfer der Möbelpacker-Truppe. "Wir haben die beste Musik schön laut aufgedreht, bis zum Anschlag. Das war ganz schön laut." Super B hebt seine Stimme. "Unterhalten konnte man sich da nicht mehr." Deshalb öffneten sie alle Fenster, damit auch die freundlichen Nachbarn an der Party teil haben konnten.
Pause. Schweigen.
"Und", ist LennyundKarl neugierig. "Damit war die Party doch noch nicht beendet, oder?"
"Ja sei doch nicht so ungeduldig, ich wollte nur eine Spannungspause einlegen", ist Super B. genervt.
"Einer meiner Kollgegen ist dann auf den Schreibtisch gestiegen, hat wild den Kopf zur Musik bewegt und sich das T-Shirt vom Leib gerissen", erzählt er weiter. Alle anderen fanden diese Idee so toll, dass sie es ihm gleich taten.
"Ich bin mir nicht sicher, dass das ein schöner Anblick war" überlegt LennyundKarl laut.
Super B. ignoriert ihren Einwurf und sagt mit sehr leiser Stimme: "Irgendwann bin ich dann aufs Klo. Als ich wiederkam, war die Musik aus und zwei Bullen standen mitten im Raum."
Von dort blickten sie nach oben zu den völlig betrunkenen, halbnackten Männern, verteilt auf Schreibtisch, Tisch, Couch usw. "Was ist denn hier los?" fragten sie in die Runde.
"Na wir sind Möbelpacker!!!" ruft ihm einer der Packer-Kollegen entgegen.
Stille. Super B. schaut auf und nickt. LennyundKarl liegt auf dem Tisch und lacht.