Mittwoch, Januar 31, 2007

Schuhe

"Lass uns doch mal kurz reden, wie das mit den Auszügen laufen soll" Schorsch und Ju setzen sich in LennyundKarls Zimmer. Aufs Bett, denn woanders ist auch kein Platz.
"Wird sich zeigen, wie das mit den WG-Besichtigungen läuft. Oder ich zieh mit Schorsch zusammen", erklärt LennyundKarl
"Was mit mir, aber nicht allein, das macht mir Angst." Schorsch ist erschrocken. Mit großen Augen schaut er sich weiter verträumt die dunkelgrünen Stiefel an, die vor LennyundKarls Bett stehen.
"Welche Größe ist das denn?" Er dreht sie hin und her, hält sie an sein Füße.
"Hey die sind riesig, die passen mir ja."
LennyundKarl ist verwirrt. "Das ist eine 41."
"Ja wunderbar, ich hab 42"
Schneller als sie schauen können, hat Schorsch die Stiefel an, steht auf und läuft auf und ab.
"Gar nicht schlecht, äußerst bequem. Vorn ein wenig spitz", murmelt er in sich hinein.
Die nächste halbe Stunde lässt er sie an. Treppe rauf und runter laufen, hinsetzten aufstehen. Was man eben so macht, wenn man Schuhe an hat.
"Wehe du fasst meinen Kleiderschrank an und suchst nach Röcken", droht ihm LennyundKarl.
Aber Schorsch hört sie nicht.
"Wie muss ich denn laufen, damit mein Arsch geil aussieht?"
"Die Füße nicht nebeneinander stellen, sondern voreinander!"
"Etwa so? Cool. Ach ich bin doch froh, dass ich kein Mädchen bin."

Mittwoch, Januar 24, 2007

Schreibtischstöckchen

Wieder einmal wurde ich mit Stöckchen beworfen und zwar hier. Natürlich werde ich mich nicht drücken und das Chaos meines Schreibtisches präsentieren. Das ist quasi wie ein Seelenstrip. Gleichzeitig werde ich das Stöckchen an MiM weiter und an Ole und natürlich würd ich auch gern Pepes Scheibtisch sehen. Aber ich weiß nicht ob sie sich trauen.



Erklärung für das Chaos: gibt es nicht. Ich schweige und lasse das Bild wirken. Etwas peinlich berührt. Ja so schlimm ist es.

Sonntag, Januar 21, 2007

Haarig

"Das mit euren Haaren ist schon ganz schön eklig", stellen Schorsch und Ju fest.
LennyundKarl und Henna sind verblüfft.
"Warum denn?"
"Ja weil die überall sind. Das sind voll viele."
"Das ist nicht war", antwortet LennyundKarl. Die sind halt so lang, da wirkt das exponentiell mehr, als es eigentlich ist."
"Quatsch. Außerdem ist das gefährlich." ereifert sich Schorsch.
"Genau", pflichtet Ju bei.
"Das verfängt sich immer am besten Stück des Mannes und bleibt da hängen!"
"Waaaasss? Wie kommt das Haar denn da hin?" Henna und LennyundKarl schauen sich lachend und verwirrt an.
"Ja beim Duschen oder so."
"Ich will mir gar nicht vorstellen, wie beim duschen ein Haar vom Boden der Wanne bist dahin kommt."
"Ja was weiß ich." erklärt Ju. "Das liegt auf dem Boden, dann hast dus an den Socken, von da aus an die Hose und so weiter."
"Hä? Das ist doch nicht so, als würde es dich anspringen. So wie ne Zecke, die sich auf ihr Opfer fallen lässt", meint LennyundKarl, sich vor Lachen krümmend.
"Das ist nicht zum Lachen, das ist ein Problem. Dann wundere ich mich, wie Hennas rotes Haar von der unteren Etage zu mir oben die, die, naja Hose kommt.!"
"Genau, und wenn du dann am Haar ziehst, in die falschen Richtung dann tut das super weh", gibt Schorsch ereifernd hinzu.
"Das hab ich noch nie gehört", kichert Henna.
"Das Problem kennt jeder Mann, könnt ihr fragen! Jeder mit Vorhaut jedenfalls"
"Was?"
"Naja, muss ja irgenwo hängen bleiben das Haar."
"Ach nicht nur, dass es auf wundersame Weise zu euch kommt, jetzt ist es schon festgeklemmt", LennyundKarl ist sprachlos.
"Also in der Theorie ist mir das klar, aber in der Praxis..." Henna überlegt.
"Nein, nein, Praxis will ich nicht mehr hören, ich kann euch gaaaar nicht verstehen."

Donnerstag, Januar 18, 2007

Zimmer frei? Teil III

Hier der vorerst letzte Teil aus der Odyssee der WG-Suche.
Zuerst ein kleiner Ausschnitt. Aussagen und Absagen beim WG-Casting!

Zwei junge Männer. Waren angetan von mir. Absagemail: "Hey voll nett. Haben uns super verstanden. Leider haben wir uns für jemand anderen entschieden. Aber lass und doch mal was trinken gehen und feiern und ein bisschen labern."

Weitere übliche Praxis: "Wir machen von jedem ein Foto, dann macht es sich beim Aussortieren, äh entscheiden leichter."

"Wir sind hier eher entspannt, kein Stress, kein Putzplan" Das konnte man sehen. Ein wunder, dass ich wieder rauskam, ohne am Boden kleben zu bleiben.

"Streichen musst du selbst und die Fenster sehen nur so wackelig aus. Zieht überhaupt nicht. Ok, die Heizung funktioniert grad nicht, aber das wird gemacht." Zu den Rissen in den Wänden, dem schiefen Boden... hab ich nichts mehr gesagt.

Eine Geschichte, die ich nicht selbst erlebt habe, aber von Ole beigesteuert wurde, ist folgende: "Wir schauen so viele Leute an. Kannst du bitte den Fragebogen ausfüllen, den wir vorbereitet haben." Eine der Fragen: "Hast du Sex, wenn ja wie oft und wie laut?" Na, da ist dann sicher Budenzauber angesagt, wenn man sich ja nicht an die angegebenen 50 Dezibel hält. Ein Spaß.

Aber die Übergangslösung, die ich jetzt hab, ist fantastisch. Schade nur, dass das Studentenwerk sagt, ich muss bald raus. Bisher jedenfalls viel gelacht. Deshalb ein kleines "Hoch" auf das lustige WG Leben.



Vor kurzem wurde sich darauf geeinigt, die Löffel nicht von Ikea zu besorgen, sondern in einem Laden genannt "Mensa", dafür gibts jetzt sogar ne Liste. :-)

Die anderen Listen nennen sich "Ich bin ein WG-Held", denn ich haben den Müll rausgebracht, das Bad geputzt, den Boden gewischt.

Und da das so witzig ist, werde ich die lustigen Erlebnisse wohl demnächst auch zum besten geben.

Samstag, Januar 13, 2007

Warum ist das so? Ist das normal?
Wie passend, dass es heute regnet. Draußen scheint alles stumpf, grau und trist. Die Sonne scheint nie wieder hinter den Wolken hervorkommen zu wollen. Sie beschützen sie, packen sie weich ein, halten sie am Himmel, damit sie nicht fällt. Hinab in die Tiefe bodenlos und felsig. Rundherum breiten sie ihr schützendes Kleid aus. Grau sind sie, ein Schleier umhüllt sie, damit sie nicht sehen muss, was um sie herum passiert, damit sie da bleiben kann wo sie ist. Und es gefällt ihr hier. Auch wenn das Sichtfeld eingeschränkt ist, empfindet sie Zufriedenheit. Sie will allein sein, zurückgezogen und beschützt.
Doch für immer wird das nicht gehen. Warum eigentlich nicht? Was hält schon ewig? Ein lange Kette von Fragen türmt sich auf und kratzt am beschützenden Wolkenkranz. Warum hört es auf, plötzlich oder auch schleichend? Sie wünscht sich das Gefühl der Undendlichkeit zurück, dieses Gefühl, dass sagt, dass es für immer hält, voll Hoffnung, Sehnsucht und Erwartung. Wer bestimmt, das es aufhören muss? Habt ihr beide von Anfang an nur einen bestimmten Vorrat und ist der aufgebraucht, dann ist die Zeit vorbei? Das kann sie nicht glauben, etwas das darauf ausgelegt ist ein Leben lang zu halten, kann sich doch nicht aufbrauchen. Das gibt es doch noch, oder? Das muss es noch geben. Sie will glauben, dass es so ist. Ein paar Jahre, dann ein Ende und der Kreislauf beginnt von vorn, immer wieder, immer wieder Schmerz und Verlust. Das will sie nicht glauben. Sicher Arbeit und Mühe sind notwendig, manchmal Aufopferung und Vertrauen. Lässt sich so die Zeit verlängern, kann der Vorrat so aufgestockt werden, überfüllt um bis ans Ende unerschöpflich zu sein?
Sie breitet ihre Strahlen aus, zieht das Wolkenfirmament dichter an sich und trocknet ihre Tränen mit dem weichen weiß und grau. Ihre Tränen fallen herab, erst in Tropfen dann in Strömen.

Freitag, Januar 12, 2007

Bin ich zu männlich?



Jaaa, ihr habt euch grad durch das Bild blenden lassen. Aber der MiM hat hier darüber geschrieben, was Frauen an Männern nicht so toll finden und mit Punktabzug bestrafen.
Ich habs gelesen und frag mich nun wie hoch mein Männlichkeitspotential ist.

Ich mach nie das Bett. Ist ne Zeitverschwendung.
Selten räume ich auf. Viel öfter bin ich Meister(in) des Chaos.
Klamotten bleiben liegen, wo sie fallen gelassen wurden, alles andere was ich bentutze ebenfalls.
Ich höre zu, ob ich aber wirklich höre, was mein Gegenüber sagt, ist fraglich.
Termine vergesse ich grundsätzlich und muss mind. 5 mal nachfragen, um sie erneut zu vergessen. "Hab ich dir erzählt, schon vor zwei Wochen, dreimal", ist ein Satz den ich entsprechend oft höre.
Ich brauch nicht lang im Bad. 10 Minuten an normalen Tagen.
Ich geh an 350 Tagen im Jahr ungeschminkt aus dem Haus. Ok 340.
Ich kann mir Sprüche nicht verkneifen. Eine Vorlage muss man versenken. Meist gehen die unter die Gürtellinie. Anzügliche Assoziationen fallen mir meist sofort ein.
Mein Freund will mit ner Frau weggehen. Arbeitskollegin, hat letztens erst von ihm geträumt. Oder zusammen kochen, dann DVD sehen. Meinetwegen, keine Eifersucht, kein Gezicke.
Wir gehen zusammen weg, ich will nach Hause, er will saufen. Ok, dann bleibt er. Ich find den Weg auch allein.
Ich leide wenn ich krank bin. Sehr. Kann nicht mehr aus dem Bett, bin kurz vorm Sterben und will, dass das bemitleidet wird.
Und zu guter letzt: Ich bin unromantisch. Nix mit Kerzen und Parfüm beim (ersten) Date. Bitte kein romantisches Gitarrenspiel mit Liebeserklärung unter meinem Fenster.
Und nun?

Montag, Januar 08, 2007

Zimmer frei? Teil II

Neues Jahr, neues Glück! Bevor die Suche weiter geht, noch schnell ein paar Anektoden aus dem Leben einer Besichtigungswütigen.

1. Die Alternativen
Gutes Zimmer, guter Preis. 20qm, 220€ all inclusive. Hübsch.
Schon vor der Tür riechts arg nach Katze oder nach dem was aus ihr so rauskommt. Den Eingang markiert kein Klingelschild, sondern ein Ballen Stroh. Das potentielle Zimmer: nicht schlecht. Allerdings geht eine zweite Tür in das Zimmer eines Mitbewohners. "Wenn du mal Ruhe haben willst, kannst du die ja zu machen." Nen Schlüssel gibts allerdings nicht. Zu sagen, dass ich nen Schrank davor stellen würde, verkneif ich mir. Besagter Mitbewohner macht grad ein freiwilliges soziales Jahr, dann mal sehen. Der zweite Mitbewohner macht gerade gar nichts und schaut mal wo ihn das so hintreibt. "Krass und du hast alles durchgezogen ohne was abzubrechen, heftig." Auf die Nachfrage, ob das schlimm sei sagen sie nichts. Letzte tolle Überraschung dieser WG: Das Badezimmer. Ausschließlich zu erreichen durch das Zimmer des zweiten Mitbewohners. Kein Fenster, komplett gefließt. Ist auch sinnvoll, denn der 2qm Raum ist eigentlich eine Dusche in die Toilette und Waschbecken noch schnell an die Wand gesetzt wurden.


2. Zweites Highligt am dunklen WG-Himmel
18qm, Spottpreis. Keller-, äähhh Souterrain-Wohnung. Schon morgens Dämmerung und das den ganzen Tag. Feine Sache. Bad ohne Fenster, die Küche ist eine Küchenzeile, davor können zwei Leute stehen, kein Stuhl, geschweige denn ein Tisch passt rein. Ich war die Beste, die sie gesehen hat, sie findet mich super (Orginal O-Ton), sie added mich sofort bei ICQ und schreibt mir von da an jeden Tag Nachrichten. Ich überlege es mir vier Tage später -auf Grund besserer Optionen - anders. Eine gängige und übliche Praxis hier in der Stadt. Sie überlegt geschlagene drei Tage um mich dann mit ner mit ihrer Antwort auf meine Absage zu "überraschen" (Achtung, Zitat, wörtlich):
"hallo,
du hättest doch gleich sagen können dass du hier nicht einziehen willst und dann nicht noch so eine show abziehen müssen du blöde kuh! ich weiss dass du letzte woche noch selbst ne anzeige in die xxxx geschrieben hast. zum glück muss ich nicht mit einer wie dir zusammen wohnen, scheiss ossi-braut!" (Zitat Ende)
Schade eigentlich wir wären bestimmt super Freunde geworden!

Donnerstag, Januar 04, 2007

Silvester, Knaller...

Kurz vor der Angst klingelt das Telefon.
"Was machen wir nun heute Abend?" Housalie ist ratlos.
"Ich bleib zu Hause, bade und schaue fern" antwortet LennyundKarl. Aber irgendwie ginge das nicht, schließlich sei Silvester und da müsse man was machen. Also gut.
Schnell noch Lehrsan angerufen und auf zum großen See nebenan. Schon der Weg im Auto gestaltet sich schwierig.
"Hey willst du eins auf die Fresse", schreit Lehrsan aus dem Auto um Jugendliche davon abzuhalten ihr Auto mit Knallern zu bewerfen. Die Fenterscheiben sind geschlossen.
Das vorläufige Ziel erreicht, weigert sie sich auszusteigen.
"Mein Auto, die treffen das!" LennyundKarl und Housali versuchen ihr klar zu machen, dass die Jugendlichen viel zu weit weg stehen. Unheilvoll schaut sie beide an und meint beschwörend: "Von oben, die Dinger fallen doch von oben auf mein Auto." Naja im Auto können sie aber auch nix dagegen machen. Also auf!
"Wie du hast auch was zum Knallen mit?" entsetzt schaut Lehrsan auf den quadratischen Karton, den Housalie vorrübergehend auf ihrem Autodach platziert.
"Klar, sowas soll man zu Silvester machen!"
"Wie, das soll man machen? Warum? Das ist wohl gut für die Wirtschaft?"
Nachdem aber geklärt ist, dass die Chinesen das machen wegen der Vertreibung der Dämonen aus dem alten Jahr tun, gehts endlich weiter.
Der Wind zischt scharf durch die Jacken. "Man bin ich froh, das die globale Erwärmung schon so fortgeschritten ist" stöhnt Lehrsan. "Da muss ich mir wenigsten nicht endgültig den Arsch abfrieren."



Am Ufer angelangt, hält das Gespann lieber einen Sicherheitsabstand von der lustigen Partyhütchen-tragenden Truppe. Zehn Meter.
Die ersten Silvesterknaller steigen am anderen Ufer auf.
"Nee sind noch zwei Minuten!" stellt die Gruppe fest. Die anderen machen den Sekt auf, in der angrenzenden Bar stehen die Leute auf.
"Ok, Uhrenvergleich", schlägt LennyundKarl vor. Auf jeder eine andere Zeit, kurz vor und kurz nach Mitternacht.
Egal: Gruppenumarmung, beste Wünsche. Schön.
Housali knibbelt die Folie von der Silvesterknallerpackung.
Lehrsan schaut ihr zu: "49? 49 sind da drin, na das reicht doch für unser Schicksal mit."
So knallen, zurück ins Auto, auf zu irgendeiner Party von der sie gehört hatten.
RRRiiiing. Das Telefon geht. "Frohes neues wünsch ich dir", brüllt der Schokoladenmann ins Telefon. "Wo bist du Leipzig, Berlin, Hamburg, Köln?"
"Löberitz", LennyundKarl resigniert.
Zum Glück bleibt ihr die Party in Nirgendwo erspart. Das Ende des Abends?
Lässt sich nur andeuten, schöne Wohnung, kleine Party, Gesprächen geprägt vom Konsum diverser spezieller Substanzen, damals und an diesem Abend. Bizarr, Witzig.