Mittwoch, März 28, 2007

Der Duft

Leicht fallen die Tropfen. In einem dünnen glitzernden Nebel legen sie sich auf die Haut. Lautlos benetzen sie sie, ohne sie nass zu machen. Zerplatzen und platzieren ihren Duft. Die Wärme deines Körpers bringt ihre Note zum blühen. Der Duft hebt sich ab, legt seinen wohligen Schleier um dich und weht begleitend um dich. Es ist ein bezaubernder Duft. Leicht und frisch, eckig und abgerundet. Groß, glänzend und blau.
Klebrig zieht er Erinnerungen an und verwebt sie mit den winzigen, perfekt geformten Duftmolekülen. Eine Symbiose geschaffen für Augenblicke, die wiederkehren.

Jedesmal wenn er mir begegnet erkennt er mich. Ihn kann ich nicht täuschen. Wenn ich hinter ihm stehe, flüstert er mir zu. Wenn ich an ihm vorbei fahre, zieht er mich an sich. Wenn ich vor ihm gehe, holt er mich ein. Wenn ich stehe, dann greift er mich.

Er umhüllt mich leicht und unsichtbar, aber dennoch mit festem Band. Entfaltet die Duftmoleküle. Sie steigen auf, ihr Netz entfaltet sich und gibt die Erinnerung preis.

Manchmal haucht er nur leicht. Gibt ein wohliges Gefühl frei, das ein Lächeln verursacht.
Manchmal verweilt er. Tippt mich mit Fingerspitzen an, ohne mich zu berühren. Weckt erst eines, dann zwei Bilder und schenkt ihnen einen Moment schillernder Farbe.
Manchmal ist er schnell. In einem kleinen Wall entzündet er all seine Kraft. Weckt eine Sehnsucht, die ein Traum ist und entschwindet ohne erneut gefunden zu werden.
Manchmal umweht er mich. Versprüht aus jeder seiner Erinnerungen nur ein klitzekleines Stück. Diese werden zur wohligen Wärme der Vergangheit.

Und manchmal, ja manchmal berührt er mich und für einen kleinen Moment setzt sich seine Struktur aus Erinnerung und Duftmolekülen in einem neuen, unbekannten Muster zusammen.
Manchmal, in genau diesem Augenblick, findet er die Verknüpfung zwischen schönem Vergangenen und seiner Bewahrung.
Dann schaut er mich an, der Duft und lächelt und duftet.

Dienstag, März 27, 2007

Kindheitserinnerung

In der Bibliothek kaute ich versonnen auf einem Kaugummi herum und dachte über Lebenswelten in Bezug auf die Marke nach.
Da fiel mein Blick auf das Kaugummipapier. Nicht das silberne sondern das aus Papier, außen um das Silberpapier herum.
Zu früheren Zeiten wurde das nämlich nicht so einfach weggeworfen. Als ich klein war, suchte man sich immer eine der Freundinnen und jede hielt an einem Ende des Papiers fest. Dann wurde ganz stark gezogen, bis das gute Stück entzweit war.
Klappte man nun eine Seite auf, befand sich darunter eine sehr lange Zahl, die durch das Einwirken getrennt worden war. Die übrigen Zahlen wurden abgezählt und anhand dieser Zahl, der entsprechende Buchstabe im Alphabet ermittelt.

Der zukünftiger Freund, der der in dich verliebt war, der dem du begegnen würdest oder (zufällig dein langjähriger Schwarm… Jedenfalls würde der Name dieser männlichen Person mit diesem Buchstaben anfangen. Für viele Anlass zu Träumereien, Wunschvorstellungen oder Bestätigung des eigenen Wunschdenkens.
Leider hatte ich heute niemanden in der Bib, der an anderem Ende zog. Deshalb hab ich selbst an beiden Enden gezogen.
Ich bin bei J und mit der zweiten Hälfte des Papiers bei H gelandet. Na, wer fühlt sich da angesprochen?

Freitag, März 23, 2007

Rollenspiel

Im Laufe der Zeit nimmt der Mensch verschiedene Rollen ein. Einige davon spielt er gut, andere schlecht. Einige würde er gern ablegen, andere behalten. Einige bereut er, andere spielt er immer wieder.
Darüber welche Rollen gibt es, hab ich kürzlich nachgedacht. Die Rolle, die einem ein Leben lang anhaftet, wie die Tochter oder Sohn zu sein. Die Rollen, die man kurzzeitig oder nur für Momente annimmt. So wie die Rolle der "anderen Frau", wenn man einen Mann küsst, der nicht frei ist.

Rollen mit hohem Fun Faktor
Glücksfee: Im PR Team für Yahoo! Deutschland, war eine Aufgabe, Menschen den Gewinn von Tickets für die FIFA WM 2006 TM mitzuteilen
Moderatorin: Im Nebenjob für einen Videotextchat
Thekenschlampe: So oder so ähnlich nachts im Club zu stehen. Charmant, zickig, freigiebig, genervt oder tanzend
Journalistin: Besonders schön in den vier Jahren für den Lokalteil, aber auch interessant beim Radiosender JAM FM, schöne Zeit

Rollen, die ein Leben lang begleiten
Tochter: Ganz klar! Oft stürmisch und ein paar Jahre nicht einfach, mit lebensverändernden Entscheidungen
Freundin: Die Beste, schon seit Jahren und für ein Leben, als Ratgeber, Support, Motivator und Zuhörer
Geliebte: Zu lieben und geliebt zu werden. Mal mehr mal weniger, mal stürmisch, mal verträumt, mal freudig, mal schmerzhaft

Die unangehmen Rollen
Betrügerin: Fremd geküsst und dann erwischt, ja auch das passiert.
Freak Begierde: Ab und an zieh ich die Freaks (im negativen Sinn) an. Die harmlosen, die mir auf die Pelle rücken, zumeist verbal, per Mail, ICQ, Studivz und ein nein nicht akzeptieren können, ein Freak, der sich in meine Studivz Nachrichten hackt, um sie weiter zu reichen

weiter Rollen
Chaotin: Chaos im Kopf, auf dem Schreibtisch und meist überalls wo ich war
Technischer Support: im Telefonbereich für ne große blaue Firma und alle Telefonerfahrungen in diesem Zusammenhang (wie oft unterstellen Männer Frauen im technischen Support wohl sie hätten keine Ahnung von der IP, wüssten nicht was ein Ping Test ist, Ports und physikalische Adresse kennen sie eh nicht)

Mittwoch, März 21, 2007

Kürzlich

wurde hier ja erklärt, wo der Unterschied zwischen Werbung, PR und Marketing liegt. Nachdem wir alle wieder was gelernt haben, gilt es nun darauf zu achten, dass die Werbung auch richtig platziert wird. Wie man es nicht macht, liebe Werbetreibenden, zeigt sich hier.....














Dienstag, März 20, 2007

Vorhin...

eben noch schnell in die Mensa. Ein kleiner Imbiss zwischendurch.
Kaum den Raum betreten, erblickt das Auge auch schon den ersten bekannten Kommilitonen. Mit dem Rücken zur Eingangstür verspeist er genüsslich etwas Unidentifizierbares.
Da freut man sich doch, denn man hat sich lange nicht gesehen.
Von hinten schnell dem guten Mann genähert und ihm ein fröhliches "Guten Appetit wünsch ich dir" über die Schulter gerufen.
Sein ruckartiger Blick nach oben, verwirrte Augen. Ein breites Grinsen mit einem "Oh, dankeschön" wirft er meinem roten Kopf entgegen.

Nun ja, hab ich dem wildfremden Mann anscheindend eine Freude gemacht. Schließlich wird man nicht alle Tage spontan und so freundlich von einer völlig unbekannten Studentin begrüßt.
Gern doch!
Man, dass das auch immer (wiederholt) mir passiert!

Sonntag, März 18, 2007

Neulich...

... im Studivz.
Da habe ich es doch tatsächlich gewagt und eine Person von meiner Freundesliste geschmissen. Eigenltich keine große Sache, dachte ich.
Falsch gedacht.
Es dauerte maximal eine Stunde und schon hatte ich eine Nachricht von der betreffenden Person.

"also mir die freundschaft zu kündigen ist ja mal echt ne sache!!!!!
ganz ehrlich Lenny_und_Karl, dann kannst du mir auch als freund gestohlen bleiben. mach was du willst, aber ich möchte unter solchen umständen mit dir nix aber auch gar nix mehr zu tun haben!!!!!!!!
Bin echt mega von deinem verhalten enttäuscht"


Ups. Die gleich Person, die mir vor ein paar Stunden versichert hatte, dass sie unbedingt mit mir befreundet sein möchte, weil ich so ne tolle Person sei?
Oooohhh ich bin ja soooo ein schlechter Mensch.
So schnell kann sich das ändern heutzutage.
Verstehe nur ich die Relation nicht, oder ist eine virtuelle Verlinkung für ein paar Leute so essenziell?
Was passiert wohl, wenn ich meine jemanden aus der Blogliste entferne?

Mittwoch, März 14, 2007

Eintritt frei?!

Seit heute nicht mehr. Bildung ist unserer teuerstes Gut. In Zahlen heißt das 275€ pro Semester. Das verlangt die Westfälische Wilhelms-Universität Münster seit heute für ihre Dienste, pro Student, pro Semester versteht sich.
Mit 11 zu 12 Stimmen wurden der Gebührenantrag heute vom Senat verabschiedet. Zu bedenken ist an dieser Stelle, dass bei einem Stand von 11 zu 11 der Antrag als abgewiesen gilt. Was für ein Sturzsieg!
Und das nachdem die Rektorin vor ihrer Wahl ausdrücklich gegen Studiengebühren gesprochen und das Gesetzt sogar kritisiert hat.

Kaum im Amt kann die Uni "keine Insel mehr sein", "besteht Bedarf" und "muss über Studiengebühren nachgedacht werden".
Alle sachlichen und logischen Argumente von AStA und Fachschaften nützen nix. Da hilft es auch nicht, dass der Institutsdirektor "privat" natürlich ganz der Studierendenmeinung ist, im offiziellen Amt aber eine entgegengesetzte Position vertritt.

Was machen Verantwortung, Macht, eine hohe Position in der Verwaltung und die Jahre nach dem Studium nur aus den Leuten an der Uni? Fremdes Geld lässt sich ja immer leicht ausgeben.
Erfahrungen anderer Unis haben gezeigt, dass Studiengebühren langfristig keine Verbesserungen mit sich bringen, da die Länder sich nach und nach aus der Finanzierung der Hochschulen zurück ziehen. Willkommen in der Null-Summen-Rechnung.

Es gibt nicht mehr Lehrende. Nur für Fächer die jetzt schon einen Studierendenüberschuss haben.
Es gibt auch keine neu gebauten Gebäude, um mehr Platz für Vorlesungen und Seminare zu schaffen. Diese dürfen laut Gesetz nicht aus Studiengebühren finanziert werden.
Genau wie ein paar andere Dinge.
Um die 40 Prozent der Gebühren, die die Studierenden nicht zahlen möchten, gehen für die Verwaltung einer Sache drauf, die keiner der Studierenden haben wollte.

Bildung für jeden? Das war einmal. Ab jetzt wird sie buchstäblich zum teuersten Gut!

Rollenspiel

Im Laufe der Zeit nimmt der Mensch verschiedene Rollen ein. Einige davon spielt er gut, andere schlecht. Einige würde er gern ablegen, andere behalten. Einige bereut er, andere spielt er immer wieder.
Darüber welche Rollen gibt es, hab ich kürzlich nachgedacht. Die Rolle, die einem ein Leben lang anhaftet, wie die Tochter oder Sohn zu sein. Die Rollen, die man kurzzeitig oder nur für Momente annimmt. So wie die Rolle der "anderen Frau", wenn man einen Mann küsst, der nicht frei ist.

Rollen mit hohem Fun Faktor
Glücksfee: Im PR Team für Yahoo! Deutschland, war eine Aufgabe, Menschen den Gewinn von Tickets für die FIFA WM 2006 TM mitzuteilen
Moderatorin: Im Nebenjob für einen Videotextchat
Thekenschlampe: So oder so ähnlich nachts im Club zu stehen. Charmant, zickig, freigiebig, genervt oder tanzend
Journalistin: Besonders schön in den vier Jahren für den Lokalteil, aber auch interessant beim Radiosender JAM FM, schöne Zeit

Rollen, die ein Leben lang begleiten
Tochter: Ganz klar! Oft stürmisch und ein paar Jahre nicht einfach, mit lebensverändernden Entscheidungen
Freundin: Die Beste, schon seit Jahren und für ein Leben, als Ratgeber, Support, Motivator und Zuhörer
Geliebte: Zu lieben und geliebt zu werden. Mal mehr mal weniger, mal stürmisch, mal verträumt, mal freudig, mal schmerzhaft

Die unangehmen Rollen
Betrügerin: Fremd geküsst und dann erwischt, ja auch das passiert.
Freak Begierde: Ab und anzieh ich die Freaks (im negativen Sinn) an. Die harmlosen, die mir auf die Pelle rücken, zumeist verbal, per Mail, ICQ, Studivz und ein nein nicht akzeptieren können, ein Freak, der sich in meine Studivz Nachrichten hackt, um sie weiter zu reichen

weiter Rollen
Chaotin: Chaos im Kopf, auf dem Schreibtisch und meist überalls wo ich war
Technischer Support: im Telefonbereich für ne große blaue Firma und alle Telefonerfahrungen in diesem Zusammenhang (wie oft unterstellen Männer Frauen im technischen Support wohl sie hätten keine Ahnung von der IP, wüssten nicht was ein Ping Test ist, Ports und physikalische Adresse kennen sie eh nicht)

Samstag, März 10, 2007

Zonenkind

Meine Kindheit habe ich im Osten verbracht.
Das musste mal gesagt werden. Und es war toll. Ein bisschen wie ein anderes Land, weit weit weg für die meisten Wessis. Als Kind ist dir das aber egal. Dennoch wird man heute immer noch neugierig danach gefragt oder auch mitleidig. Hier deshalb ein kleiner Ausschnitt aus Situationen, die sich ständig wiederholen.


-Echt, du kommst aus dem Osten? Ich kenn da jemanden in Dresden (wahlweise durch Erfurt, Gera etc. zu ersetzten)-
Liebe Wessis, es ist nicht so, dass wir uns alle kannten im Osten.

-Du kommst aus dem Osten? Ä tännschen bleas! (wahlweise durch misslungene Versuche zu sächseln zu ersetzen)-
Nein, das ist nicht lustig. Lasst das sächseln. Ist nicht so, dass man mir damit eine Freude macht. Vor allem ist es nicht originell. Hat bestimmt auch noch keiner vor dir versucht. Und Zone bedeutet nicht, dass wir alle in Sachsen gelebt haben.

Ein Klassiker
-Ach aus dem Osten. Na jetzt bist du überrascht, aber das hier, das sind BANANEN!-

Gähn. Das einzig witzige Spruch dazu kam letztens selbst von einem Ossi: Warum ist die Banane krumm? Weil sie einen großen Bogen um den Osten gemacht hat. Aber auch das ist nur zweimal lustig.

-Aha aus dem Osten. Was hälst du denn von dem damaligen politschen System?-
Hallo Leute, ich war damals .. Jahre, also ganz ganz klein. Wichtig war mir, wann es das nächste Eis gibt, mit Opa Karamelbonbons selber zu machen und im Feld Buden zu bauen.

Jetzt nicht falsch verstehen. Ich kann gut kontern, nehm das nicht so ernst und kann mich sächselnderweise (ja ich kann sächseln, obwohl ich nicht aus Sachsen bin) auch über mich selbst lustig machen. Nur Standardsprüche, die nerven halt.

Freitag, März 02, 2007

PR einfach gemacht!

Weil auch der Herr Winkel durcheinander kommt mit PR, Marketing und wo jetzt der Unterchied ist, hier eine kleine Erklärung, schön am Beispiel!

Du gehst auf eine Party und siehst ein attraktives Mädchen auf der anderen Seite des Raumes. Du gehst zu ihr und sagst: 'Hallo, ich bin großartig im Bett, wie wär's mit uns? Das nennt man Direct Marketing.

Du gehst auf eine Party und siehst ein attraktives Mädchen auf der anderen Seite des Raumes. Du gibst einer Freundin einen Zehnmarkschein. Sie steht auf und sagt: 'Hallo, mein Freund dort hinten ist großartig im Bett, wie wär's? Das ist Werbung.

Du gehst auf eine Party und siehst ein attraktives Mädchen auf der anderen Seite des Raumes. Du gibst zwei Freundinnen von Dir einen Zehnmarkschein, damit sie sich in Hörweite des Mädchens stellen und darüber sprechen, wie großartig Du im Bett und wie heiß Du bist. Das nennt man Public-Relations.


Du gehst auf eine Party und siehst ein attraktives Mädchen auf der anderen Seite des Raumes. Du erkennst sie wieder. Du gehst zu ihr rüber, frischst ihre Erinnerung auf und bringst sie zum Lachen und Kichern. Und dann wirfst Du ein: 'Hallo, ich bin großartig im Bett, wie wär's mit uns?' Das ist Customer Relationship Management.

Du gehst auf eine Party und siehst ein attraktives Mädchen auf der anderen Seite des Raumes. Du ziehst deine tollen Klamotten an, läufst herum und spielst Mr. Beschäftigt.Du setzt dein bestes Lächeln auf, läufst herum und spielst Mr. Sympathisch. Du frischst deinen Wortschatz in deinem Gedächtnis auf und spielst Mr. Höflich. Du unterhältst dich mit sanfter und weicher Stimme, du öffnest die Tür für alle Frauen, Du lächelst wie ein Traum, du verbreitest eine Aura um dich herum, du spielst Mr. Gentleman und dann gehst du zu dem Mädchen und fragst: 'Hallo, ich bin großartig im Bett, wie wär's mit uns?' Das ist Hard Selling.

Du gehst auf eine Party und siehst ein attraktives Mädchen auf der anderen Seite des Raumes. SIE KOMMT HERÜBER und sagt: 'Hallo, ich habe gehört, dass du großartig im Bett bist, wie wär's mit uns?' Nun, DAS, sehr geehrte Damen und Herren, ist die KRAFT DER MARKE.

Verfasser unbekannt