Montag, April 30, 2007

Herr W. und das Handy

Es ereignete sich an einem strahlenden Morgen. Die Spitzen der Sonne kitzelten an der Nase von, nennen wir ihn Herr W.
„Ha ha ha haaatschiiii“ macht er, rieb sich die verschlafenen Augen und rollte sich mit flauem Seefahrergefühl aus den schaukelnden Wellen des Wasserbettes. Frisch geduscht, schauffelte er sein Psyeudo-Gesundheitsmüsli in sich rein und naschte nebenher ein paar Löffel Nutella.
„Ring ring ring“ Was für ein Geräusch. Herr W. überlegte. Er konnte es nicht einordnen. Sein Blick fiel auf sein Mobiltelefon. Aaahh das war es. Viel zu selten rief ihn jemand an, als dass ihm der Sound eingängig sein konnte.
„Ja?" fragte er vorsichtig. „Ring, Ring, Ring“ Oh vergessen abzunehmen. Gut, dass das keiner gesehen hatte.
„Ja?“
„Hey W. wo bleibst du denn. Wir wollten doch ein paar Fotos machen! Du weißt schon, professionelle Kamera und tun, als ob wir wirklich Modefotos machen, um die Bräute auf uns aufmerksam zu machen.“
„Ach stimmt“ gab Herr W. plötzlich hellwach zu. „Ich bin schon auf dem Weg“, sprach er, zog sich um, schnappte sich die neue, überteuerte Aufreißersonnenbrille, mattierte den Teint, tuschte die Wimpern und zog die Cowboy-Schlangenlederimitatstiefel an. „Du siehst fantastisch aus Junge“ sagte er zu seinem Spiegelbild, schaute über die Gläser der Sonnenbrille und verließ die Wohnung. Da Telefon ließ er lieblos in die Hosentasche gleiten.

Das Fotoshooting lief gut. Keine Bräute in Sicht, dafür glänzte sein Gesicht nicht und der optimale Winkel von Licht und Schatten, ließ nicht nur die grauen Haare verschwinden, sondern zauberte auch die Illusion von vollem Haar herbei.
„Noch drei, vier Stunden Bildbearbeitung und du siehst akzeptabel aus“, versprach sein Kumpel. Ebenfalls enttäuscht über den Mangel an Aufmerksamkeit. „Ich muss dann auch los.“
Allein blieb Herr W. auf seinem roten Motorroller sitzen. Er erinnerte sich an sein Handy, holte es aus der Tasche, wischte die Staubspuren weg und rief alle Leute in seinem Speicher an. 10 Minuten später, war klar, dass keiner heute Abend Zeit hatte.

Dennoch beschloss Herr W. sich davon nicht unterkriegen zu lassen. Zuhause polierte er das Goldkettchen auf, gelte die Haare und beschloss allein loszuziehen. In der ersten Kneipe traf er direkt ein paar Leute, denen er sich anschloss. Das war Zufall. Die überteuerte Aufreißersonnenbrille war so dunkel, dass er in der Bar erst gegen den Tresen und dann gegen eine Gruppe junger Leute stieß, die das lustig fanden.
„Hey ich geb dir meine Nummer, trinkfest bist du ja“, sagt einer der Clubgänger. Herr W. fischte mit zittriger Hand, das Telefon aus der Tasche und tippte wild darauf herum. Erkennen konnte er sowieso nicht mehr, was er da tat. Platsch! Landete das gute Stück zweimal hintereinander auch noch auf dem Boden.
Auch beim wilden Tanzen auf der Tanzfläche, das Balzritualen glich, glitt ihm der Funkapparat ein paar Mal aus der Tasche. Der Sturz an sich machte der Technik nichts aus. (Man muss wissen, dass Herr W. nicht sehr groß gewachsen ist und der Weg von der Hosentasche zum Boden deshalb sehr kurz ausfällt.
Das er und andere wiederholt darauf traten, ärgerte das Telefon jedoch schon sehr.

Je später de Abend desto inniger wurde die Bekanntschaft, die Herr W. mit Herrn Jägermeister machte. Ihm erzählte er, was er Aufregendes beim Fotografieren am Nachmittag erlebt hatte und ihm erzählte er auch, dass er ein bisschen Angst vor seinen vielen grauen Haaren hatte und deshalb überall erzähle, die wären blond, manchmal färbt er sie sogar heimlich.
Ihm erzählte er auch, dass an diesem Wochenende niemand für ihn Zeit hatte und er deshalb hier allein sitzen würde, um sich mit Herrn Jägermeister zu unterhalten.

„Ha ha ha haaatschiiii“ macht er, rieb sich die verschlafenen Augen und rollte sich mit flauem Seefahrergefühl aus den schaukelnden Wellen des Wasserbettes. Frisch geduscht, schauffelte er sein Psyeudo-Gesundheitsmüsli in sich rein und naschte nebenher ein paar Löffel Nutella.

In Zeitlupe bewegten sich die Augenlider von Herrn W. auf und ab. In Zeitlupe konnte er an diesem Morgen auch nur denken. Der Herr Jägermeister hatte im so den Schädel zermatscht, dass er sich kaum noch an den gestrigen Abend erinnern konnte. Einzig und allein ein Zettel am Spülkasten der Toilette erinnerte ihn daran seinen Kumpel wegen der Fotos anzurufen. Wo war nur sein Telefon?

Drei Stunden später hatte er die ganzen 45 Quadratmeter seines Lofts durchkämmt. Nichts. Es war weg. Anstatt es aber sperren zu lassen setzte sich Herr W. vor seinen PC und schrieb einen Bericht in seinen Blog über den gestrigen Tag, von dem er eigentlich nichts mehr musste.

Ein paar Details beschönigt und schon nun musste er nur noch warten, bis jemand sich freiwillig für die Herausgabe seines Telefons melden wurde.

Was er nicht schrieb ist ganz einfach. Herr W. wollte sein Telefon gar nicht wieder. Die wichtigsten Nummern kannte er sowieso auswendig. Und weil er doch ein wenig spießig war, führte er ein akribisches Telefonbuch, das einen eigenen Platz im Telefonschränkchen hatte und stets auf dem aktuellesten Stand war: 01.06.2006 (das war der letzte und aktuellste Eingrag)

Sie haben Post! Dröhnt es laut. Herr W. erstarrte. Aus irgendeinem Grund traut er sich nicht, diese Mail zu öffnen.
Sie stammt von Herr L. und Herr K. Das ist kein gutes Zeichen.
„Ich weiß, was sie getan haben haben Herr W. Schämen sie sich!“ – liest er dort.

Anbei findet er eine unkommentierte Liste:
Herr Nilzenburger wurde mehrfach angerufen – Auf der Mailbox lallt eine Stimme, dass seine neue Frisur doof ist.
Büro am Strand – erreichte eine MMS in der zu sehen ist, dass jemand 200 Mal hintereinander für eine Konkurrenzband abstimmt.
Die grauen Haare von Herrn W. sind auf Fotos in Großaufnahme zu sehen.
In einem Video gibt Herr W zu gar nicht 29zu sein, er verrät sein wahres Alter und zeigt seine Unterhose!
Die Liste endet und endet nicht.....
Der letzte Punkt ist ein Brief, adressiert an Herrn L. und Herrn K. Aus dem Umschlag ist der Umriss eines Telefons zu erkennen.

"Ich halte ihr Telefon gefangen." Ist dort weiter zu lesen. "Um ihre Missetaten zu vertuschen, schreiben sie es wäre geklaut. Dabei haben sie es per Kurier versandt und dem Boten zu verstehen gegeben, dass das Päckchen abhanden kommen soll. Ist es aber nicht"
Herr W. ist schockiert. Was tun?
"Sie sollten sich etwas einfallen lassen, wir sind bestechlich!"
Wie wird Herr W. sich wohl aus dieser Situation retten?

Freitag, April 27, 2007

Zum Wochenende.....

mal ein paar lustige Sprüche. Und weil ich derzeit nur in der Uni rumhänge, eben ein paar Sprüche von Dozenten. Weiß nicht mehr genau, wo ich die mal gelesen habe. Vielleicht in der unicum oder einer ähnlichen Zeitschrift.

"Warum schmeckt es dann nicht süß, wenn im Sperma neben Glucose auch Fructose enthalten ist?"
Prof: "Weil die Geschmacksrezeptoren für süß an der Zungenspitze liegen und nicht im Rachen."

Uni Leipzig: "Sie sehen, wenn sie nach vorne sehen würden, dass die Gesamtfläche so löchrig ist, wie unsere Grenze nach Polen."

Uni Chemnitz: Draußen regnet es in Strömen, die Welt scheint unterzugehen.
Prof: "Jetzt konzentrieren sie sich bitte wieder auf micht und nicht auf den Regen. Um ihre Autos brauchen sie keine Angst zu haben. Die schwimmen nicht weg. Pappe schwimmt nicht."

"Wer findet das Bild abstoßen?" Niemand meldet sich. "Wer findet das Bild schön?" Niemand meldet sich. "Wer ist noch wach?"

"Welches Epithel haben wir in der Vagina?"
Antwort: "Ein Flimmerepithel."
Prof: "Haben sie schon mal auf einer vielbefahrenen Straße gesehen, dass Gras wächst?"

Leher, bei Rückgabe der Vokabelarbeit: „Wieviele Punkte hat ein Blinder?“ Schüler: „Drei???“ Lehrer: „Bravo – Mehr als Du!“

"Sie alle – vielleicht abgesehen von den Kräftigen – könnten bei einem Alkoholkonsum der zu einer Konzentration von 1,3 Promille geführt hat, gar nicht mehr stehen. Ich dagegen halte in diesem Zustand noch Vorlesungen.“

Politik: "Wenn dieser Körper proportional zu diesem Gehirn wäre, dann könntest du aufrecht unter dem Tisch laufen.“

Und weil es so schön der Lieblingsspruch meines damaligen Mathelehrers. Nech Mario?:
"Ihr wollt 15 Punkte? Ihr wisst was ein Kasten Bier kostet!"

Mittwoch, April 25, 2007

Gestern...

in der Mittagspause bei Subway vorbei geschaut und mich eingereiht.
Lecker Sandwich bestellt. Plötzlich ein Ziehen im Haar. Ich wedele mit der Hand drüber, sicher ein kleines Tier oder ähnliches.
Doch kurz darauf erneut ein Ziehen im Haar. Da wird mir klar, dass es der Typ hinter mir ist. Der steht tatsächlich so dicht, dass er mit seinem Körper meine Haare berührt.

Ich rücke in der Schlange etwas nach vorn, weg von dieser Person. Er rückt ohne zu zögern hinterher. Ich drehe mich kurz um, werfe ihm einen bösen Blick zu und trete demonstrativ noch ein Stück nach vor und gleichzeitig etwas seitlich aus der Schlange heraus. Zack, steht der Typ wieder hinter mir.

Das ist doch UNGLAUBLICH. Der Typ steht so dicht hinter mir, das ich (fast) seinen Atem in meinem Nacken spüren kann. So dicht, dass ich ihn körperlich spüren kann. So dicht, dass ich Angst hab, er hat Fantasien. Iiihh ich krieg ne üble Gänsehaut.
Und er scheint es überhaupt nicht zu bemerken.

"Ey du. Das hier ist eine Schlange und nicht Ringelpitz mit Anfassen. Merkst du nicht, dass ein Körperabstand von unter 1 cm zu ner fremden Person zu nah ist? Wenn du Liebe oder Zuneigung brauchst, versuchs bei Mutti oder Freunden. Wie nah willst du dich noch stellen? So weit ranrücken, bis dein Sabber nicht nur in mein Haar, sondern auch in den Ausschnitt läuft? HALT ABSTAND!"

Hätt ich gesagt, aber da hatte ich das Sandwich schon in der Hand und war auf dem Weg zur Tür. Aber wenn ich den nochmal treff, ich schwör, dann...

Dienstag, April 24, 2007

Ach, war es schön...

Schon vor einer ganzen Weile hab ich das erste Auto vom Kreuzberger gesehen. Die Idee fand ich gut und deshalb gibts jetzt mal mein erstes Auto zu sehen.
Ach, hab ich es geliebt. Leider trennten uns die Macken der Technik. Erst die Lichtmaschine kaputt. Macht nix, Neue bei ebay gekauft, inclusive Garantie und der liebe Mitbewohner hat sie eingebaut. Sind nur drei Schrauben könnt ich jetzt auch selbst. Bis zur Selbstreperatur stand das Gefährt allerdings drei Wochen auf dem Parkplatz rum. Abgesehen davon, dass die Bremsen etwas angerostet waren, kam darin ein kleiner Babyhase um. Das arme kleine Ding konnte nur noch im Motorraum geborgen werden.
Dem Plan meines Vater zu folgen, das Auto stehen zu lassen, um zu sehen, dass daraus mit der Zeit ein natürliches Biotop werden würde, verwarf ich dann doch.

Mit neuer Lichtmaschine und neuem Keilriemen, einmal um den Block gefahren und...
Wasserpumpe dahin. Ein Typ, der in seiner Werkstatt nicht nur repariert, sondern auch wohnt, machte meinen Flitzer innerhalb kürzester Zeit wieder flott. Ich freute mich sehr stieg ein, um eine funky Kassette, über mein Retro-Kasettendeck zu hören. Ja genau: so old school-mäßig. Die Taste zum vorspulen ging nicht mehr. Dieses verd... Naja, daraufhin hab ichs versetzt, auch wenn die Taste nach EINER Woche wieder in Ordnung war.












Jetzt fahr ich Rad, wie vorher eigentlich auch schon. Geht schneller und Parkplätze sind hier eh nicht zu finden.
Und: Ja, am Spiegel hängt ne Discokugel. Und kein Wort zur Farbe, klar! Ich hab genau gesehen, dass da jemand grad nen Spruch machen wollte.
Ich mag mein erstes Auto!

Freitag, April 20, 2007

Keine Blogs

Keine Blogs mehr. Keine Blogs mehr lesen und keine Kommentare mehr schreiben. Das muss sein, geht einfach nicht anders. Ich muss das lassen. Ich muss damit aufhören.


Morgens jedenfalls.
Schade eigentlich. Morgens nach dem Ausstehen mit einem leckeren Cappuccino und dem Frühstück auf dem Tisch ein paar Blogs quer zu lesen, ist eine schöne Angewohnheit. Wo es passt eben noch einen Kommentar hinterlassen und bei den anderen einfach später noch einmal reinschauen.


Aber ab Montag geht das einfach nicht mehr. Warum? Ganz einfach. Ihr seid alle viel zu interessant. Ich lese und lese und dabei vergeht die Zeit schneller, als ich auf der Uhr mit Sekundenzeiger hinterher schauen kann. Leisten kann ich mir das gerade nicht, denn der Plan ist es, ab 8:30 Uhr in der Bibliothek zu sitzen. Montags bis Samstags. Wenn man um 7 Uhr aufsteht, in Ruhe alles macht, was so zu tun ist und frühstückt, müsste das eigentlich drin sein, jedenfalls wenn man sich nicht einmal quer durch die Blogcommunity liest.

Der neue Plan sieht vor, morgens gänzlich auf Blogs und das Kommentieren zu verzichten. Erwischt ihr mich also, könnt ihr mich ruhig darauf aufmerksam machen und schlechtes Gewissen sein.
Abends nach Uni und gegebenenfalls Sport und/oder Nebenjob, werde ich mir das Vergnügen ab jetzt gönnen.

Auch wenn es wahrscheinlich zur Folge haben wird, dass
1)bei vielen die Kommentarfelder schon überfüllt sein werden
2)alles was ich zu sagen habe, bereits (doppelt und dreifach) angesprochen wurde
3)der Blogautor, schon alle Kommentare kommentiert hat und meiner dann ganz allein
unten vor sich hindümpelt
4)die brandheißen aktuellen Aktionen, eher lauwarm auf meinen Blogtisch kommen

Aber dafür bin ich bald Expertin zum Thema PR, Marke, MarkenPR und in der empirisch qualitativ und quantitativen Sozial- und Kommunikationsforschung. Och Mann!

Mittwoch, April 18, 2007

Bericht für eine Akademie

Auf der Leinwand wird ein weißen Stück Papier sichtbar, es liegt auf einem Tisch. Der Sprecher beginnt seinen Text:

"Hohe Herren von der Akademie!
Sie erweisen mir die Ehre, mich aufzufordern, der Akademie einen Bericht über mein äffisches Vorleben einzureichen."

Seine von Fell bewachsenen Hände schreiben in altdeutscher Schrift die Worte nieder.

So beginnt das Stück "Bericht für eine Akademie" von Franz Kafka. Bis gestern Abend hatte ich davon wenig Ahnung. Seit gestern Abend bin ich aber auch begeistert davon. David Merten, ein guter Freund von mir, spielte rund 40 Minuten lang, den Rotpeter. Ganz allein auf der Bühne des Hörsaals, der als Ort hervorragend zum Thema passte. In leicht gebückter Haltung und mit einem Rest affenartiger Bewegungen erzählt er von seinem Ausweg, aus der Kiste. Diesen suchte er, nachdem er gefangen worden war.

"Ich habe Angst, daß man nicht genau versteht, was ich unter Ausweg verstehe. (...)Ich sage absichtlich nicht Freiheit. (...) Nebenbei: mit Freiheit betrügt man sich unter Menschen allzuoft. Und so wie die Freiheit zu den erhabensten Gefühlen zählt, so auch die entsprechende Täuschung zu den erhabensten."

Im ganzen Saal ist Ruhe, die Stimmung ist gebannt, man hört nicht einmal jemanden flüstern, geschweige denn atmen.
Rotpeter, erzählt davon wie er lernte die Menschen nachzuahmen, um einen Auweg zu finden. Wie er sich mühte, sich selbst peinigte um sein Ziel zu erreichen: Diesen Ausweg aus dem Käfig.

Eine äußerst gelungene Darstellung. Im Gegensatz zu seinen früheren Stücken, spielt David weitaus besser, gereifter, reflektierter. Schöne Tonalität, klare, reine Aussprache. Mimik und Gestik sind verfeinert. Pausen bewusst und passend gesetzt, die wenigen Gegenstände auf der Bühne passend gewählt.

Besonders prägend der Schluss: Rotpeter gibt seine gebeugete, affenähnliche Haltung auf. Er drückt die Knie durch, spannt den Rücken und richtet sich auf. Gerade und hoch, das Fell blitzt unter dem Anzug hervor. In stolzer menschlicher Haltung spricht er die Schlusssätze.

Fantastische Vorstellung, großartig gespielt. Ein wunderbarer Abend, David.

Und wer das Stück nicht kennt, kann es hier nach lesen. Ist nicht allzu lang, dafür sehr gut.

Montag, April 16, 2007

Lieber Psychopathenfreund,

Jetzt muss endlich mal Schluss sein.(ww)
Ich ertrage das nicht und finde, du könntest mich so langsam in Ruhe lassen.(ww)
Ich gebe zu, am Anfang war es nett. Wir haben uns gut unterhalten, uns gut verstanden und schienen auf der gleichen Wellenlänger zu lieben. Schon kurze Zeit später fingst du an mich zu nerven.(ww)(kpe)
Zudem bist du nicht romantisch oder süß, sondern einfach nur kindisch und nervig.
Tolle Sache fünf- bis sechmal täglich im Studivz gegruschelt zu werden.(iro)
Noch toller schon morgens um 8 Uhr die besten Wünsche für den Tag über ICQ zu erhalten.(iro)
Und was er für eine grandiose Idee dreimal am Tag in der Bibliothek vorbeizuschauen, um zu sehen, wie es mir geht.(sar)
Natürlich, um dann am Abend zu telefonieren und mir viel später am Abend über das so geliebte ICQ noch mal Küsse und Blumen zu schicken.(sar)
Nein, es ist natürlich auch nicht nervig, dass du dich ständig wiederholst und ich alles, was du sagst schon auswendig kenne. (iro)
Du weißt sicher besser über mich Bescheid. (iro)„Du machst dir was vor, du willst mich, aber kannst es nicht zulassen, klar gefällt dir das, das weiß ich, du willst mich.“ (zit.)
Was ist daran falsch zu verstehen, wenn ich sage: Lass mich in Ruhe, du nervst, ich fühle mich von dir bedrängt, ich möchte den Kontakt nicht? (ww) (A)
Der Wurf von meiner Freundesliste im Studivz führte dazu, dass du „unter keinen Umständen, niemals nie“ (zit) mit mir befreundet sein wolltest. Toll! (ww) (A)
Eine ganze Woche hat das gedauert. Dann wieder tägliches gruscheln. Meine Bitte das zu unterlassen hat funktioniert, eine Woche lang. (G)
Lieber Psychopathenfreund, ich weiß nicht ob du diesen Text liest. Wenn, bin ich mir fast sicher, dass du ihn verstehen wirst, wie du ihn immer versteht, nämlich so, wie du das gern hättest.
Würde ich sagen „Verpiss dich du Arsch“ (ww) würdest du daraus wahrscheinlich lesen: Oh sie wär nicht so sauer, wenn sie mich nicht echt mögen würde und meinen Hintern findet sie auch knackig. (sar)
Um das in diesem Fall zu vermeiden habe ich dir hinter die Sätze und Absätze kleine Abkürzungen in Klammern gesetzt. Unten findest du einen Legende, die beschreibt, wie genau die Sätze zu verstehen sind, damit es auch ordentlich bei dir ankommt. In diesem Sinne, mein Freak, belästige jemand anderen! (svB)

(ww)= wortwörtlich so gemeint, wie es da steht
(kpa)= keinesfalls positiv oder ermutigend
(iro)= (Ironie)
(sar)= Sarkasmus
(zit P)= Zitiert nach Psychopath (dir)
(A)= Aufforderung mit in Ruhe zu lassen
(G)= genervt, genervt, genervt
(svB)= für die (dich) die schwer von Begriff sind

Mittwoch, April 11, 2007

Es reicht...

es muss was getan werden. Das geht einfach nicht so weiter. Ich brauche Input, ich brauche eine Idee, eine geniale Idee und zwar möglichst schnell.
Warum?
Na wegen Schorsch. Er hat einen neuen Namen für mich. Nix mit Lenny_und_Karl.
Er nennt mich "es"!
Weil ich seine Mitbewohnerin bin, bin ich für ihn nicht interessant. Keine Frau, kein Mann ein "es". Obwohl die anderen Mitbewohner Männer sind und er sie auch so sieht.

"Wo geht es hin?", "Was tut es?", "Warum fragt es?" höre ich andauernd.
Außerdem kam er heute hier ins Zimmer, um mit beiden Füßen auf dem einzigen (weißen) Teddy rumzuspringen, der hier auf dem Boden lag. Einfach so.
Im Anschluss gabs noch eine Jongliervorstellung mit meiner gerade gekauften Salatgurke, die darunter sehr gelitten hat, denn nur weil er jonglieren kann, kann er noch lange nicht fangen.

Was ich jetzt brauche? Einen Spitznamen. "Es" kann ich ihn nicht nennen, Blödmann trifft es igendwie nicht. Ich brauche also einen neuen Namen für Schorsch. Möglichst einen, der "krank aber lustig" möglichst gut ausdrückt.

Montag, April 09, 2007

Too much information, my dear!

Chilliger Donnerstagabend.
Das Licht ist gedimmt, der Cappuccino duftet nach Vanille.
Schorsch kuschelt sich in seine Jacke, die er sich weigert auszuziehen.
LennyundKarl streckt sich auf dem Sofa aus.
Beide begutachten die Laufkünste, der zukünftigen deutschen Topmodels auf dem siebten Sender.
"Ach ich mag die doch nicht mehr" erklärt Schorsch "Die labert mir zuviel Bullshit."
"Wirklich?" antwortet LennyundKarl ironisch. "Grad war noch egal, ob sie überhaupt sprechen kann."

Das nächste "Top"-Model stolziert den Catwalk entlang, ein Arm schwingt frei, der rechte scheint am Körper festgetackert zu sein!
"Hey warum bewegt die den rechten Arm nicht?" Schorsch scheint verwundert.
"Vielleicht tu er ihr weh?"

"Hä" Schorsch üblegt kurz, fängt an zu grinsen und macht mit der leicht zusammengekrümmten RECHTEN Hand in der Nähe seiner Hüften schnelle (Masturbations)Bewegungen auf und ab.
"Ich glaub da hast du was falsch verstanden, so läuft das bei Frauen nicht, ein klitzekleiner Unterschied ist schon in der Bewegung!"
Schorsch überlegt, grinst, grinst noch breiter, zuckt die Schulter und sagt gelassen: "Bei mir funktioniert es ja so auch nicht, ich bin Linkshänder.
"AAhhhhhhhaaahh" schreit lennyundkarl und hält sich die Ohren zu. "Sagt dir ZUVIEL Inforamtion was? Noch etwas, was ich NIE wissen wollte."

Erstaunt schaut Schorsch sie an. Ruhe.
Er überlegt, grinst und sagt. "Mit RECHTS, mach ich es nur, wenn es sich anfühlen soll, als ob es jemand anderes macht!
Kraaacccchhhh. Mit einen lauten Knall, sich krümmend vor Lachen fällt Lennyundkarl von der Couch.
"Ja sicher und wie ist das, ist es oft überraschend und neu? Sagst du so Sachen wie: Oh das fühlt sich heut aber außergewöhnlich an, so anders"? Überrascht du dich quasi selbst?"
Schorsch schweigt, aus irgendeinem Grund will er darauf nicht antworten.

Sonntag, April 08, 2007

Gesucht-Gefunden!!!!

Na kreativ wart ihr ja, bei dem, was ich wohl derzeit suchen könnte.

Meister Lampe aus dem Waschsalon würde angesichts des Osterwochenendes ja passen, aber nee, den muss man regelmäßig füttern und wenn man das mal vergisst... lieber nicht.
Manie, Herr Winkelsen? Ist: Eine krankhafte Hochstimmung mit Folgen.... Sie unterstellen mir ja Sachen.
Und Mitch, dein Leben scheint ja bewegt zu sein, aber schizophren... Die Stimmen, die ich höre, gehören zum Glück immer noch zu realen Menschen, glaub ich! Pssst, Ruhe jetzt hier.
Freizeit und Ruhe find ich ab Juni, vorher muss hart gearbeitet werden.
Herr Timo mein Bedaf an Frühlingsgefühlen ist gedeckt. Und auf Sommer warte ich auch nicht Chilli.


Dirk traut mir zu, dass Elan fehlt. Das passt schon ganz gut. Für die Uni könnte ich grad noch mehr davon gebrauchen. Aber gemeint war es im sportlichen Sinne: Meine Kondition, Herr Halies, sie sind mir unheimlich.
Ich bin wohl zu ungeduldig. Letztes Jahr im Sommer war sie super. Dreimal die Woche mindestens ne Stunde durch den Stadtpark in Hamburg.
Aber über den Winter, Umzug und Stress, hat sie gelitten.
Ich geh wieder regelmäßig laufen. Aber erst seit zwei Wochen wieder dreimal die Woche zwischen 45 und 55 Minuten, aber trotzdem ist sie nicht wirklich gut. Zu langsam, manchmal mit Pausen.

Fazit: Ich muss schneller werden, ausdauernder, einfach besser. Tipps? Abgesehen von ab und Intervalltraining?

Donnerstag, April 05, 2007

Gesucht-Gefunden?

So kurz vor Ostern, fällt mir auf, dass wir uns schon eine ganze Weile nicht begegnet sind. Weißt du noch wo es das letzte Mal war? Ich bin mir fast sicher, dass es im Stadtpark Hamburg gewesen sein muss. Danach kam heimlich und schleichend der Abschied. Ich hab dich verloren. Das war doch gar nicht meine Absicht. Ehrlich! Ich hatte mir fest vorgenommen diesmal auf dich aufzupassen so richtig, mit einem Plan dahinter. Regelmäßige Pflege, sich nach der Befindlichkeit erkundigen und regelmäßig frische Luft.
Du musst schon zugeben, dass das eine lange Zeit gut funktioniert hat. Doch dann plötzlich, vermiss ich dich. Du bist weg, einfach so.

Na gut nicht völlig überraschend kam es nicht. Ich geb zu, dass sich der Trott eingeschlichen hat und ich dich ein wenig vernachlässigt habe. Ist ja meine Schuld. Ist aber auch nicht einfach, wenn man soviel um die Ohren hat. Da werd ich hier, mal da abgelenkt.

Ich bin ja schon auf der Suche nach dir. Und ich strenge mich wirklich an. Ich habe mir sogar einen – zugegeben groben – Plan zurechtgelegt, um dich zu erwischen. Ich habe schon unendlich viele Steine nach dir umgedreht, bin Schotterpisten auf und ab gelaufen, Asphalt und Waldwege rauf und runter, Regen, Wind, egal.
Du bist aber auch zickig und lässt dich ganz schön bitten.

Musik zu deiner Betörung habe ich eingesetzt. HipHop, Rock, Soul. Manchmal scheint es mir als schmeichelt es dir und du bist geneigt dich zu zeigen. Für einen Moment kann ich dann förmlich fühlen, wie du dich anschleichst, mir grinsend zuwinkst. Doch du bist so glitschig, das du wieder wegflutscht. Ich will nicht nur Highlights, ich will dich wieder finden und behalten. So ne ganze Zeit am Stück und nicht nur die paar Minuten Appetizer zwischendurch. Ich weiß du wartest irgendwo, ich bin nur nicht sicher, ob an Anfang oder am Ende. Außerdem sollte nicht nur ich was tun. Du könntest ruhig deine Attitüde mal beiseite legen und dich auch mal drei Schritte in meine Richtung bewegen, Fräulein.
Meinst du das geht? So wie die Überraschung zu Ostern, die man versteckt im Gras findet. Meinst du?

Und weißt du, wen ich suche?

Dienstag, April 03, 2007

Furzen - 1 Punkt

Der Büroalltag ist langweilig? Na dann könnt ihr jetzt zu einem lockeren Klima beitragen und zeigen, wer hier wirklich ein Rebell ist. Der Herr Winkel hat ja im Kommentar zu diesem Beitrag schon mal die Klappe aufgerissen. Jetzt kann nicht nur er zeigen, wieviel Punkte er wohl erreichen wird.
Nach dem "Das traust Du Dich eh nicht" Punktesystem gibt es für die nachstehenden Leistungen die genannten Punktezahlen.

1 Punkt gibt's dafür:

1. Eine Runde in voller Geschwindigkeit um alle Schreibtische laufen.
2. Jemanden in der Firma, den man nicht kennt, anrufen und sagen: "Ich wollte nur sagen, dass ich momentan keine Zeit habe zu reden." Und auflegen.
3. Das Ende einer Unterhaltung durch das Zuhalten beider Ohren signalisieren.
4. Ein Blatt oder Memo, das einem gereicht wird, mit den Fingern abtasten,
dabei stöhnen und murmeln: "Hmmm. Das fühlt sich ja FANTASTISCH an."
5. Mindestens 1 Stunde mit offenem Hosenstall herum laufen.
6. Jeden der einen darauf hinweist mit der Bemerkung "Ich habe es lieber so" abkanzeln.
7. Den Weg zu und vom Kopierer seitwärts gehen.
8. Im Lift jedes Mal wenn die Tür aufgeht laut hörbar Luft holen.

3 Punkte gibt's dafür:

1. Unverständliches Zeug auf einen Untergebenen einreden und dann sagen: "Haben Sie das alles verstanden? Ich hasse es, wenn ich mich wiederholen muss."
2. Sich selbst über die Lautsprecheranlage ausrufen, ohne die Stimme zu
verstellen.

5 Punkte gibt's dafür:

1. Abends in das Büro eines Workaholics gehen und während dessen Anwesenheit das Licht zehn mal aus und wieder einschalten.
2. Jeden, mit dem man spricht, mindestens eine Stunde lang "Herbert" nennen.
3. Jeden Satz mit dem Wort "Alder" in einem ziemlich harten Akzent
beenden. "Der Bericht liegt auf dem Tisch, Alder." Mindestens 1 Stunde
durchhalten.
4. Während der Abwesenheit eines Kollegen dessen Stuhl in den Lift fahren.
5. Sich in einer Besprechung oder einer Gruppe wiederholt auf die Stirn
schlagen und murmeln: "Seid doch mal ruhig! Ich wäre so froh wenn ihr alle mal endlich ruhig sein würdet."
6. In den Tagesplaner eines Kollegen eintragen: "Wie findest Du mich in
Strumpfhosen?"
7. Die eigene Tastatur zu einem Kollegen tragen und fragen: "Willste mal
tauschen?"
8. In voller Kampfkleidung ins Büro kommen und wenn man nach dem Grund gefragt wird erwidern: "Ich darf nicht drüber reden."
9. Den Staubsauger finden und um den eigenen Schreibtisch herum saugen.
10. Den Teilnehmern bei einer Besprechung Kaffee und Kekse hinstellen und dann jeden Keks mit der Hand zerbröseln.
11. Während einer Besprechung langsam mit dem Stuhl immer näher zur Tür rutschen.

Sonntag, April 01, 2007

Schöne Aussichten

„Genau und deshalb ist es so gelaufen“ endet LennyundKarl. „Hey Super B. hörst du mir überhaupt zu?“
Super B. aber schaut verträumt vor sich hin. Ein breites Grinsen findet sich auf seinem Gesicht.
„Ach ich bin grad einfach nur froh eine solche Aussicht zu genießen“, strahlt er.
Er rutscht auf seinem Barhocker hin und her und schaut durch die riesige Galsfront des Floyds nach draußen. Durch die milde Frühlingskälte huschen viele Leute an ihm vorbei.
„Und welche gefällt dir?“ fragt LennyundKarl interessiert.
„Och, ich schau ja noch."

„Ah die da zum Beispiel. Die von links kommt.“
„Oh nee, die? Aber schau der doch mal ins Gesicht. Das geht doch überhaupt nicht, Super B.“
„Och mit zwei Long Island Ice Tea intus wär die super.“
„Aber sagtest du vorhin nicht, dass schon ein Long Island ausreicht, um völlig betrunken zu sein?“
Super B überlegt kurz. „Ja…! Mit zwei Long Island wär die super.“

Kurz Zeit später. Der Kaffee neigt sich dem Ende.
„Hey und was ist mit der, die dort hinten“
„Ja, die ist nicht schlecht, ein bisschen dünn, aber ok", gibt LennyundKarl zu.

„Hier die, die zweite da", Super B. zeigt auf eine unscheinbares Mädel.
„Die hat doch nix, was gefällt dir denn an der?“
„Die humpelt so süß!“
„Was?“
„Ja, wie ein verletztes Tier, das humpelt und der Herde nicht mehr folgen kann.“
„Wehrlos, meinst du also und nicht süß!"
„Ja sie hat keine schützende Herde und dann kommt der liebe Super B und passt auf sie auf.“
„Du meinst der Wolf im Schafpelz, der das Schaf eher reißt.“