Samstag, Juni 30, 2007

Say hello to Fiffi

Ich sitze hier schon eine ganze Weile und weiß nicht, wie ich schreiben soll, was ich schreiben will. Sonst weiß ich immmer zu allem was zu sagen. Aber es gibt Dinge, für die scheinen Worte nicht gemacht zu sein. "There is so much to believe in, nothing to rely on", heißt es im Song der aus den Lautsprechern kommt.
Wie einfach und wahr diese Worte sind.

Ich schreibe heute für eine Person, die mir sehr am Herzen liegt. Eine Person, die mich irgendwie schon ein Leben lang begleitet. Du warst schon da, als ich geboren wurde. Bis vor kurzem habe ich nicht einen Gedanken daran verschwendet, dass sich das ändern könnte.

Wenn du das liest, weißt du das du gemeint bist. Nachdem, was vor ein paar Wochen war, weiß ich, dass du auch nicht daran dachtest. Wir telefonieren fast täglich. Aber ich bin weit weg und es ist schwer von hier aus etwas zu tun.



Und du kennst mein Angebot: Wenn du sehr unglücklich damit sein solltest, dass du deine Haare hast hergeben müssen, dann ziehe ich mit. Ich liebe meine Haare sehr, aber es gibt eine Person, die ich wohl mehr liebe. Runter auf ein paar Millimeter. Bleibt nur zu hoffen, dass ich auch so nen schicken runden Eierkopf habe. :)




Bei dir ist da ja schon richtig niedlich. Ich fürchte bei mir wird das eher eine Katastrophe. Aber was solls. Das wächst ja wieder. Vielleicht in einer ganz anderen Farbe oder gelockt! Dann gäbe es den Vergleich, bei wem sie schneller wieder da sind. :)

Mittwoch, Juni 27, 2007

Gruppendynamik

Wie beschreibt man sich selbst und wie wird man von anderen Leuten beschrieben? Manchmal klafft eine große Lücke zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung. Manche Leute machen sich aber auch ein Bild von anderen Personen über Eindrücke, die gar nicht so bezeichnend sein müssen.

Meine Gruppen, denen ich im Studivz beigetreten bin:
• Bewohner Absurdistans
• Blogger
• Die KABCOMS - echte Bitterfelder
• Die Kunsthaus Angelmodde Gruppe
• Fachschaft Kowi Münster
• Fachtagung für Kommunikationskultur 2006
• Freunde der Filmkunst
• Für mehr Sex auf dem Campus
• Ich fahr Fahrrad in Münster! Ich darf ALLES!
• Komm.Party
• Kurt Krömers Kackbratzen
• Leute mitten in der Nacht anrufen und wecken!
• Mir ist kalt!
• Nukular, das Wort heißt nukular!
• Ossipower
• Porcus Schlendrianus - Mein innerer Schweinehund hat Übergewicht
• sehn wir uns nicht in dieser welt,so sehn wir uns in BITTERFELD
• Wenn Super B. mich gruschelt, kriegt er eine rein!!!


Gruppen, denen Super B. beigetreten ist:
• "Klapp deinen Polo Kragen runter, Du Spasti!!!"
• Bald is Beautiful - Glatzen sind sexy
• Dicke Kinder sind schwerer zu kidnappen
• Dominant & Devot
• Ein Mann ohne Knast ist wie ein Baum ohne Ast
• Fussball aus England
• Für mehr Sex auf dem Campus
• Geil! Ich steh auf Schmerzen!
• Grobi knows best
• Haferflocken zum frühstück?
• Hausmann sucht Karrierefrau
• Hintern sind toll
• Horrorfilme mag ich nicht- da hab ich Angst...!
• Ich fahr Fahrrad in Münster! Ich darf ALLES!
• ICH HASSE SNOWBOARDER DIE AUF DER PISTE SITZEN!!!!!!
• Ich stelle mich tot, wenn es an der Tür klingelt
• Katzen sind heilige Tiere
• Kleine Titten sind auch nicht soooo schlecht....
• Leute mitten in der Nacht anrufen und wecken!
• Manchmal habe ich vor mir selber Angst
• Paul "Gazza" Gascoigne - Held der Trink- und Fußballkultur
• Quatsch, habe ich nicht! .......habe ich wirklich? Scheiße
• Rauchen macht die Mumu schwarz
• Sag doch einfach: du bist nett, ich möchte mit dir schlafen
• Sonntags: Wenn ich geschlafen hab, darf ich immer Auto fahren!!!
• Veltins ist der Messias!
• Was für Euch die Swatch ist, ist für mich die Breitling!
• Wenn Super B. mich gruschelt, kriegt er eine rein!!!
• Wer mich gruschelt, will sich mit mir prügeln!
• Wer tanzt hat bloß kein Geld zum Saufen!

Noch Fragen?

Montag, Juni 25, 2007

Pop(p)corn essen mit Super B.

„Vielleicht wende ich ja den Trick mit dem Popcorn an“, überlegt Super B. und setzt sein hämisches Grinsen auf.
„Du meinst heute Abend im Kino“, fragt Lenny_und_Karl nach.
Sie erinnert sich, dass Super B. die Tante aus dem Fitnessstudio eingeladen hatte. Erstes Date im Kino. Sie schüttelt den Kopf und schaut Super B. neugierig an: „Welcher Popcorntrick?“

„Na kennst du doch, mit Popcorn.“
„Nein, kenn ich nicht, sonst würde ich ja nicht fragen!“
Super B. breitet die Hände auf und erklärt gönnerisch. „Du machst in die Popcorntüte unten ein Loch rein und platzierst sie strategisch günstig auf deinem Schoß!“

Eine Möhre rollt über Lenny_und_Karls Teller. Sie spießt sie auf und fragt zwischen zwei Bissen: „Aber das setzt ja voraus, dass die Tüte leer ist?“
„Ja irgendwann. Das Mädel arbeitet arbeitet sich doch vor.“
Ok, vielleicht. „Dann ist aber immer noch das Problem, wenn die Tüte leer, dass du deine Hose zu hast.“
„Ja die muss man vorher aufmachen“, die völlig logische Antwort Super B’s.
„Und die Unterwäsche?“
„Die hab ich gar nicht erst an.“

Der Löffel. Er taucht ein in die Quarknachspeise. Lenny_und_Karl isst genüsslich, überlegt und sagt dann: „Und die ganzen Popcornkrümel, die sich überall verteilen?“
„Muss ich in Kauf nehmen.“
„Und es kann ja schon sein, dass das nicht funktioniert und du nie wieder mit ihr ins Kino gehst.“
Super B. grinst: „Ja darüber muss man sich halt vorher Gedanken machen. Man muss eben genau wissen, was man von dieser Frau will.“
„In deinem Fall also nicht unbedingt viel“, stellt Lenny_und_Karl fest.
„Kann man so sagen“, antwortet Super B.

„Und das ist also der alte Popcorntrick?“
„Ja altbekannt.“
Lenny_und_Karl lacht herzhaft. „Aber hat den schon jemals jemand ausprobiert, ob der funktioniert?“
„Irgendwer schon, bestimmt“
„Scheint mir aber nicht sehr Erfolg versprechend.“ Und Lenny_und_Karl fügen hinzu: „Und was ist, wenn sie da angelangt ist, wo sie hinsollte?“
„Dann wird ihr das Gefallen!“ Super B. ist immer 150 Prozent von seinen Plänen überzeugt.
„Und wenn nicht?“
„Dann will sie wohl kein Popcorn mehr.“

Freitag, Juni 22, 2007

Das Model und der Freak

Ein Abend mit Schorsch und Murmel

Schorsch lümmelt auf der Couch, Murmel hat es sich wie immer im großen roten Sessel bequem gemacht. Auf dem Sessel dazwischen Lenny_und_Karl. Es gibt Schokoladeneis, mit Schokoladenstückchen drin.

Das Model und der Freak springt es allen aus der Flimmerkiste entgegen. Zu Anfang werden die Gastgeberinnen vorgestellt. Monica irgendwas. Freundin von Pocher - scheint ein Beruf zu sein. Und Miss Sexappeal- ebenfalls eine Berufsbezeichnung.

"Wie macht man da mit?" wundert sich Schorsch. "Hallo ich bin ein Freak, ich will in der Freakshow mitmachen?"
Lenny_und_Karl und Murmel wissen es nicht.

Die Freaks werden vorgestellt. Ein Gothik-Mensch und ein Typ der aus Rülpsern Musik macht.
Der Gothik Typ kann nach dem Gespräch mit den Models nicht mehr klar denken, der Rülpser zieht es vor, den beiden Damen ausschließlich auf die Brüste zu schauen.
"Ich glaub der stinkt", meint Lenny_und_Karl.
"Wieso sollte der stinken?", erwidert Murmel.
"Na Mundgeruch, weil der die ganze Zeit rülpst."
"Nee, das ist doch nur heiße Luft", mischt sich Schorsch ein. Die Geruchsfrage bleibt ungeklärt.


Bei jedem Kommentar, den die beiden Jungs abgeben, wir ihr Name und darunter das Wort Freak, wahlweise Freak aus Berlin eingeblendet.
"Hey was ist das?" ruft Schorsch plötzlich. "Wie ne Berufsbezeichnung: Hey was machst du so? - Ich bin Freak...... ganztags."

Da hat er wohl recht. Die Show wird immer schlimmer.
"AAAAAAAaaaaaaahhhhhhhh", schreit Schorsch plötzlich und dreht sich mit dem Gesicht zur Rückwand der Couch.
"Hey was hast du?" wollen Murmel und Lenny_und_Karl wissen.
Schorsch schaut sie kurz an. "Ich weiß auch nicht."


"Du Murmel", flüster Lenny_und_Karl "wir sollten Schorsch da anmelden."
Murmel grinst.
"Was sagt ihr da", Schorsch horcht auf, er war aufgesprungen und kommt gerade aus seinem Zimmer zurück.
"Wir melden dich an" beschließen die anderen zwei. "Du bist ein Freak."
"Bin ich nicht" verteidigt sich Schorsch. Setzt seine Sonnenbrille mit den orangenen Gläsern auf und schaut damit weiter fern.

Für ungefähr 10 Sekunden versuchen sich alle drei zu konzentrieren. Es funktioniert nicht.
"Ich kann nicht mehr hinsehen", schreit Schorsch. "Ich auch nicht." "Ich auch nicht." pflichten die anderen beiden ihm bei.


Zum Glück ist das Finale erreicht.
Die Freaks sind jetzt hübsch und natürlich - wie konnte es anders sein - völlig neue Menschen und Oberchecker.
Der Rülpser singt der Monica zum Abschluss noch ein Lied.
"Der zieht jetzt erstmal die Alte vom Pocher ab", stellt Murmel fest. Das Schlusswort des Abends.

Dienstag, Juni 19, 2007

Fremdschämen

Ein Gefühl, welches mich zuletzt hier überfiel.
Irgendwie ist es eine Mischung aus Unwohlsein, Entsetzen und Ungläubigkeit. Meist bewirkt es, dass man wegschaut, umschaltet oder geht.

Zum Beispiel schaut man gerade eine Talkshow. Er (um 25, sieht aus wie 40, keine Zähne, ohne Grammatik) will sie (21, 2 gemeinsame Kinder, Aussehen: wie er nur fülliger, nicht weiblicher) zurück erobern, nachdem er ,blöderweise, 32 Mal, ganz aus Versehen fremdgegangen ist. („Ich war betrunken, sie hat mich verführt, ich wollte das gar nicht“)
Er singt ein Lied, idealerweise strippt er dabei für sie, um sie zurück zu gewinnen. An dieser Stelle schämen wir uns für diese Person. Zum einen, weil ihr dieses Schamgefühl abhanden gekommen scheint oder sie es nie besaß. Uns ist es peinlich, wie man jegliche intime Details auf so unbeholfene Weise vor der Nation ausbreitet. Diese Art von (unbemerkter) Selbstgeißelung ertragen wir nicht, weil wir uns dem hohen Maß der Peinlichkeit bewusst sind. Wir schämen uns fremd, für einen Fremden, der hoffentlich fremd bleibt.

Ein bisschen zählt ins Fremdschämen auch die eigene Scham hinein. Peinlich berührt darüber, dass wir überhaupt versucht haben, zuzusehen, sind wir beschämt. Hoffentlich hat es niemand mitbekommen, lieber schnell umschalten. Der Typ ist peinlich und es ist peinlich für mich, erwischt zu werden, wie ich das sehe.

Ähnliche Situationen gibt es auch gern bei Castingshows, wenn Lieschen Müller und Thorben-Gustav die Ohren der Nation zum bluten bringen.

In den meisten Fällen gilt aber: Fremdschämen ja klar. Aber: Neugierde und Voyeurismus – eigentlich auch. Sie siegen manchmal über unsere Schamgedanken und wir schauen hin, bleiben stehen oder hören heimlich zu. Vielleicht merkt es ja niemand!

Als mich Lenny und Karl fragten ob ich mit ihnen einen Text zum Thema „Fremdschämen“ verfassen möchte stand ich gerade vor der Entscheidung mir nach etwa drei oder vier Jahren fernsehnloser Zeit ein neues TV – Gerät anzuschaffen. Schlagartig wurde mir wieder bewusst, warum ich meine Kiste verschenkt habe: das unerträgliche Gefühl in der Magengegend. Der etwas erhöhte Puls. Das auf die Lippen beißen. Das Augenzuhalten und durch die Finger blinzeln. Kurz: DAS FREMDSCHÄMEN.

Nun haben Lenny und Karl schon viel über die Situationen erzählt in denen es zu einer Fremdscham kommen kann. Die Talkshow, fremde Leute in der U-Bahn, Castingshows oder auch das besagte Video des Herrn Winkel, bei dem ich übrigens nicht hinschauen konnte und mir auf die Lippen gebissen habe. Durch mein kommunikationswissenschafliche Studium bin ich doch tatsächlich schon einmal mit Scham bzw. Fremdscham zusammengestoßen. Und nein…damit meine ich nicht meinen Professor Herrn S. der mit seinem Cowboyhut, seinen Hawaiihemden und dem Frauenparfüm zum Fremdschämen animiert. Ich meine wissenschaftlich.

Zunächst unterscheiden wir zwischen zwei Arten des Fremdschämens. Zum einen können wir uns gemeinsam mit jemanden aus unserer unmittelbaren Gemeinschaft schämen, ohne dass uns etwas Peinliches passiert ist. Zum Beispiel für einen Freund oder für unsere Eltern. Ja, M. …es war ganz schön peinlich als du bei unserer Präsentation laut gefurzt hast. Und ich habe mich nicht nur für, sondern auch mit dir geschämt…so als ob ich meinen Darmwinden freien Lauf gelassen hätte.

Zum anderen können wir uns für jemanden unmittelbar oder nicht unmittelbar Fremdschämen ohne das man direkt peinlich berührt ist.
Diese klassische und von der Allgemeinheit als „Fremdscham“ bezeichnete Art des Schämens haben Lenny und Karl schon erklärt. Natürlich reicht diese Art der Scham auch in die unmittelbare Gemeinschaft herein. Ja Tante G. Du bist gemeint. Es ist toll, wenn Du die ganz Familie zum Forellenessen einlädst. Über die Tatsache, dass Du deinem Fisch die Augen aussaugst kann man ggf. noch hinwegschauen. Dass du es allerdings mit den Fischen von allen Gästen machst lässt uns alle fremdschämen.

Nun hatte ich ja eigentlich den „Auftrag“ über die Hintergründe und Ursachen der Fremdscham zu schreiben. Ich könnte nun in die Tiefe gehen. In die Kiste der Soziologie und auch der Kulturgeschichte greifen. Es ontogenetisch oder phylogenetisch begründen. Will ich aber nicht, denn mit Grauen schaut mich die Anzeige „geschriebene Wörter“ an die mir sagt, dass ich leider schon viel zu viel geschrieben habe. Daher will die Frage lapidar mit: „Weil wir es können!“ beantworten. Und weil ich gerade auf meinen Fernseher starre füge ich noch hinzu: „Weil wir es wollen und müssen“.


In cooperation with Mitch

Samstag, Juni 16, 2007

Typentest

Ich habe mir gerade den Typentest von Herrn Parker geklaut.

Wirklich witzig, auch wenn ich jetzt etwas irritiert bin, über das Ergebnis. Herr Parker ähnelt der Trickfigur Spongebob?
Ich ähnele Bart Simpsons, naja Lenny_und_Karl aus den Simpson hatten sie wohl nicht im Angebot. Dennoch treffend.

Ansonsten bin ich der Erfinder-Typ. So sind wohl ganze 5 Prozent der Bevölkerung und weitaus mehr Männer als Frauen. Wobei wir wieder beim Thema wären, ob ich zu männlich bin?

Außerdem ähnele ich damit folgenden Personen:
Daniel Düsentrieb (aha Erfinder also)
Bart Simpson (na schön, damit kann ich mit abfinden, schließlich ist er ein Simpson)
Mac Gyver (das darf doch nicht war sein, der Typ über den sich alle lustig machen?)
Bugs Bunny (ein Hase, ok und ein lustiger, gewitzter Hase, gut ich kaufe Karotten)

Joschka Fischer (naja so unsympathisch find ich ihn nicht, er war ja Revolutionär, oder so)
Eminem (nee bestimmt nicht)
Wladimir Putin (das wird ja immer besser, jetzt bin ich noch ein alter Diktator mit Halbglatze)
Brad Pitt (der Traummann, ich wär aber lieber ne Traumfrau, die Angelina zum Beispiel)
Tom Green (ja er ist lustig, aber der sieht verdammt sch.. also nicht gut aus)
Jamie Lee Curtis (im Horrofil zu Hause...)
Albert Einstein (der Weltherrschaft steht nix mehr im Wege)

Mittwoch, Juni 13, 2007

Dorffest Teil II

Huch Teil II? Hab ich was verpasst? Wo ist der erste Teil? Der ist genau hier!
Herr Mitch hat mich genötigt meine Erfahrungen preis zu geben. Und da ich "vons Dorf" komme, bietet sich da jede Menge Erfahrung, aus der zu schöpfen ist.

Der folgende Text steht unter dem Motto des Zitats:
"Dorfbesuche bieten immer Stoff für neue Beiträge. Manchmal ist das wie eine andere Welt, in der Zeit langsamer läuft und Dinge ihre eigene Logik und Schönheit besitzen. Sowohl negativ als auch positiv.“

Auftretende Protagonisten:
1.4 Der Hängengebliebene
Immer wieder anzutreffen. Mindestens eine Person auf jeder Party. NIe würde es ihm in den Sinn kommen aus SEINEM Dorf wegzuziehen. Hängen geblieben in der Vergangenheit, dort Zuhause, scheint er rückwärts zu leben. Hängen geblieben (durch Erinnerungen, Drogen, was weiß ich) an Freunden, Ereignissen. Beliebteste Floskel in seinem Sprachgebrauch: Alte Zeiten! Damals wäre es so toll gewesen. Er trauert der Zeit förmlich nach.

Wenn es ganz schlimm ist, ist es die Person, die mich nach einer vergangenen Liebe fragt. "Deine Augen leuchten doch, wenn ich den Namen erwähne." Hallo? Ich war 15 oder 16, das ganze dauerte vier Wochen und ist schon über 7 Jahre her! Eine Person, an die man nur denkt, wenn man daran erinnert wird. Für ihn aber als wäre es gestern gewesen.
Ihm zu erklären, dass es doch weiter gehen muss, denn nur wenn man nicht stehen bleibt, haben die Zeiten von heute die Chance zur schönen alten Zeit von damals zu werden. Haben wir die Chance uns zu entwickeln, zu lernen, zu erfahren. Und dadurch lernen wir die alten Zeiten vielleicht als schöne Zeiten in Erinnerung zu behalten.
Zwecklos. In besagtem Fall ist die Person zu betrunken um es zu verstehen oder sie versteht nicht, weil es nicht in ihrem Geist liegt, es zu verstehen.

1.5 Die Drogenfreunde
Lenny_und_Karl trinken ja nichtmal Alkohol. Aber jeder soll machen, was er für richtig hält. Es gab schon schräge Leute auf einigen Partys. Die haben mich aber immer in Ruhe gelassen. Ihre Geschichten sind umso besser. Sie ähneln ein wenig den Hängengebliebenen.

"Damals, als wir alle zusammen gefeiert haben. Einige seh ich gar nicht mehr." Auch hier scheitern Versuche ihm zu erklären, dass das logisch ist. Das waren Drogenfreunde. Gabs was zu feiern, ne Party und Mittelchen, um die Party zum Gelingen zu bringen waren sie dabei. Aber viele nehmen keine mehr oder weniger, manche sind ganz abgestürtzt. Ohne einen Laberfilm hat man sich nichts zu erzählen. Es bleibt nichts, was man gemeinsam hat, denn vom kleinsten gemeinsamen Nenner haben sich die Meisten verabschiedet. Die die noch da sind, sind wahre Freunde und waren es wahrscheinlich schon vor den Feierzeiten.

"Och wir haben doch alles gefressen. Um runter zu kommen, die stärksten Schlaftabletten. War so geil. Der Punkt, an dem du gegen die Müdigkeit kämpfst, aber der Körper sich noch weigert. Da hast du die geilsten Sachen gesehen, ein krasser Film, ein völliger Flash."
Solche Geschichten, bleiben ihnen die liebsten Geschichten.

Dienstag, Juni 12, 2007

Guten Morgen, Tag!

Ein Tag kann doch nur wunderbar werden, wenn morgens um kurz nach 8 Uhr, das Handy mit folgender SMS aufwartet:

Guten Morgen, Lenny_und_Karl! Ich sitze in der S-Bahn, die mich zum Praktikum bringt. Meine Augen sehen den Fernsehturm, meine Gedanken wandern zurück zu unserem Schultreffen. Sag, wie geht es Dir? Auch wenn ich weit weg bin - ich denk an Dich. Dein "Bester Freund"

Was für ein wundervoller Start in den Tag! Muss auch mal sein!

Montag, Juni 11, 2007

Schöne schlechte Karten

Wir werden ja alle irgendwann mal älter. Einige von uns sind es schon. Andere haben aber noch jede Menge Zeit mit dem alt werden.
Anlass daran erinnert zu werden, zu welcher Gruppe man sich zählen darf, bieten Geburtstage. Ich finde ich es immer wieder eine wunderbare Idee zu diesen Tagen Karten zu verschicken.

Da gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Viele greifen auf die ach so süßen Diddel-Karten zurück. Ok ein paar sind ganz passabel, aber irgendwie sind die Zeiten doch vorbei.
Dann gibt es noch witzige Karten. Meist gezeichnet. Wahlweise auch mit einem Tütchen Paprika, als Zeichen dafür, dass die Person immer noch "scharf" ist. Oder mit Blumensamen, damit sie sich ihren Blumenstrauß selbst anpflanzen kann.
Ist aber auch irgendwie abgegriffen.

Ich persönlich mag Sachen die schlecht sind. Allerdings ist hier schlecht nicht im Wortsinn gemeint. Schlecht ist eine durchaus positive Beschreibung. Als Beispiel: "Man ist dein Outfit (wirklich/richtig) schlecht." Richtig schön schlecht. Es ist nicht modisch oder hübsch, irgendwie schlecht, aber so schlecht, dass es schon wieder gut ist.
Bei Postkarten ist das nicht anders. Manche sind einfach schlecht. Also richtig schön schlecht. So schlecht, dass sie einfach gut sind.

Deshalb freut sich meine Freundin Lehrerin S. hoffentlich auch über diese schlechte Geburtstagskarte:

Man beachte, dass die Nase Original aus rotem Filz besteht. Tolle Sache. Könnt ich mich jetzt noch drüber freuen. Im Kreis quasi, das Freuen und die Nase!

Sonntag, Juni 10, 2007

Kinder unserer Zeit

Ich schaue Serien. Manche sogar ganz gern.
Ich schaue auch gern halbwissenschaftliche Serien. Am liebsten sogar medizinische oder sozialpsychologische.
Eine meiner liebsten ist von BBC. "Kinder unserer Zeit" heißt sie. Kinder, die im Jahr 2000 geboren wurden, werden 20 Jahre lang begeleitet.
Interessant ist zu sehen, wie sich entwickeln, da sie aus unterschiedlichen sozialen Hintergründen stammen, Einzelkinder sind oder Geschwister haben.
Die Frage die dahinter steht ist: "Was macht uns zu dem, was wir sind? Wie beeinflussen uns, Familie, Geschwister, Freunde?"

Gestern stand die Frage im Raum, wie mutig die Kinder sind.
Bei einem Experiment hielten sie ihre Hände in eiskaltes Wasser. Kinder deren Eltern am längsten aushielten, waren auch Favoriten unter ihren Gleichaltrigen. Interessant war dennoch, dass auch die Kinder mit weniger Mut motiviert werden, konnten, wenn eine Belohnung in Aussicht stand.

Viel interessanter war jedoch die zweite Frage. Wie verändert sich die Individualität der Kinder zu Beginn der Schulpflicht. Hier fingen sie an zu verstehen, dass auch andere Gruppen (Lehrer, Mitschüler) Erwartungen an sie haben.

Die meisten Menschen würden von sich selbst sagen, dass sie Individualisten sein möchten. Doch weshalb folgen wir dann so bereitwillig all den anderen? Was sind die Gefahren einer zu großen Angepasstheit? Und wie lernt ein Mensch, mit Stolz zu seinen Besonderheiten zu stehen?

Ein einfacher Versuch. Ein Blatt mit drei unterschiedlich langen Strichen. Ein zweites Blatt mit einem Strich. Welcher der drei Striche ist so lang, wie der auf dem zweiten Blatt?
Drei Kinder sollen alle mit Absicht die falsche Antwort geben. Wie würden sich die "Kinder unserer Zeit" verhalten? Einige gaben ebenfalls die falsche Antwort, um zur Gruppe dazu zu gehören, andere jedoch die richtige, auch wennn sie sich dadurch von der Gruppen abhoben.

Dennoch: "Für Sechsjährige gibt es eine besonders einfache Methode Mitglied einer Gruppe zu werden. Mädchen spielen nur mit Mädchen, Jungs spielen nur mit Jungs", hieß es dort gestern.

Letztendlich finde ich es ungemein spannend etwas darüber zu erfahren, was uns prägt. So viel davon findet in einem Stadium statt, in dem wir uns, unser selbst noch nicht so bewusst sind.
Da dient bei einem der coole große Bruder als Vorbild. "Ich will so werden wie er, er zieht seine Jacke so cool an." Bei anderen die Eltern oder Freunde.
Da fängt man an darüber nachzudenken, wie das eigenen Gruppenverhalten früher war. Wo gehörte man dazu und wo auf keinen Fall?

Wirklich spannend. Mehr zu meinem persönlichen Gruppenverhalten demnächst.

Freitag, Juni 08, 2007

Aus und vorbei!

Fünf Wochen sind rum! Die Belly Off Aktion geht heute zu Ende.
Eigentlich schade!
Nachdem der Herr Winkel mit seiner Abschlussakion dafür gesorgt hat, dass ich blind bin, versuche ich dennoch mal zusammen zu fassen.


Nach einem anfänglichen hoch, ging es bergab und zwar zwei Wochen lang, dann aber wieder rauf.
Und heute bin ich wieder da, wo ich angefangen habe. Was solls.
Ich glaube dennoch, dass der Sport mir gut getan hat und ein paar Muskeln akiviert wurden. Besonders Bauchmuskeln. Da behaupte ich immer noch, dass ich mehr Sit Ups schaffe als sie, Herr W.
Und weil es so gefordert ist, hier das abschließende Beweisbild.



Letztendlich werde ich aber nicht aufgeben oder aufhören. Allerdings geht es nicht ums Abnehmen. Das muss nicht sein. Ich werde wieder regelmäßig laufen gehen und etwas Krafttraining machen, um die Muskulatur in Schwung zu bringen. Das schaffe ich schon. Und ganz so ohne Druck geht das ,glaub ich, noch besser.

Mittwoch, Juni 06, 2007

Karten schreiben

Die ersten Karten aus meiner Aktion sind angekommen, soweit ich das gehört habe.
Chilli hat sich sogar die Mühe gemacht und eine Zeichnung meiner Karte gemacht. Sieht sehr künstlerisch aus.


Frau Krötengrün hat auch eine bekommen und was gelernt, denn auf der Karte stand gaaaanz viel über die Saalestadt Halle.

Ach und der Herr Timo hat seine Karte auch bekommen. Und zeigt sie auf seinem Blog.

Langsam trudeln alle Karten ein. ICrossMyHeartAndHopeToDie freut sich über eine Karte aus BTF. Ich bin gespannt auf die Karte, die ich zurück bekomme.

Edit: Die Postkarte für den Herrn Kreuzberger ist auch eingetroffen. Für die Schrift muss ich mich entschuldigen. Nach all den Karten war die Hand vom Schreiben schon ganz verkrampft und tat weh. Er konnte es aber trotzdem entziffern.

Haben denn auch die anderen ihre Karten bekommen?

Außerdem habe ich gemerkt, dass sie viele sehr über Post freuen. Wird wahrscheinlich viel zu selten gemacht. Aber handschriftlich ist doch viel schöner, als so per E-Mail.
Deshalb werde ich jetzt öfter mal eine Karte schreiben. Auch so an alte Freunde. Geh nachher gleich mal los und kaufe ein paar Karten. Mal sehen, ob die sich auch freuen, eine von mir zu bekommen.

Dienstag, Juni 05, 2007

Wochenende

Da mal wieder wenig Zeit ist, mein Wochenende in Bildern.
Samstag war Abriss-Party. Meine ehemalige Schule wird abgerissen. Aus diesem Grund gab es ein großes Schultreffen. Ach war das schön soooo viele Leute wieder zu sehen.

Erstaunlich ist, dass mich so viele Leute kannten. Klar die aus meinem Jahrgang sowieso. Aber untern den älteren Jahrgängen gibt es ein paar Leute, die ich vom Sehen kenne. Vielleicht hat man auch mal nen Satz miteinander gewechselt. Von einigen dachte ich nicht, dass sie wüssten wer ich bin. Erstaunlicherweise kamen viele auf mich zu, haben mich herzlich umarmt und sich gefreut mich zu sehen. Sehr überraschend und sehr nett. Unter den Leuten, die ich getoffen habe:


Ein guter Freund aus alten Zeiten. Viele Parties in dunklen, legalen und anderen Clubs.










Mein bester Freund, den ich sehr lange nicht gesehe hatte. Mit neuer Frisur und (wie er betont) neuem T-Shirt. Schick!








Mario, der Lieblingsleher. Lustig wie immer. Mittlerweile hat er sogar ein Buch geschrieben.















Einer meiner besten Kumpel überhaupt. Man war und ist das immer lustig. Die Sau, warum hatte ich gleich immer noch soooooo viel Spaß mit ihm. Ach ja ich weiß!








Die Teppichratte! Lange Zeit ein sehr guter Freund von mir und mittlerweile richtig schick. Ein Mann mit Sixpack. Ja, ja ich mag mein halsloses Monster!





Ach und der Tommek. An einem dunklen, feuchtfröhlichen Abend, gab er das Versprechen, dass wir uns gegenseitig heiraten, wenn mir bis 30 nicht verheiratet sind.



Links sein Blick, falls es dazu kommen sollte. Rechts macht er vor, wie sein Gesicht als glücklicher Single aussieht. Was das wohl bedeutet?


Aber genug an der Stelle. Ich hab zwar auch die Eltern vom Lieblingsbaby getroffen. Ohne Ende Leute aus meinem Jahrgang und darüber. Ein paar aus dem Jahrgang unter uns. Überraschende Gäste, die ich nicht erwartet hatte und mich um so mehr freute. Aber genug von den Bildern. Jetzt muss ich erstmal wieder zur Uni!

Samstag, Juni 02, 2007

Tach, Post! Teil II

So, jetzt habe ich die Postkarten so gut wie zusammen. Aus verschiedenen Städten in denen ich war, wenn auch leider nicht aus allen.
Hier zwei der Motive:










Wer welche bekommt kann ich noch nicht sagen. Aber es gab einige Leute, die fleißig hier geschrien haben und deshalb auch eine Karte bekommen. Folgende Personen sind die Glücklichen:

Chilli
Frau Chliitierchnübler
Der Kaiser
Der Kreuzberger
Frau Krötengrün
Herr Timo
ICrossMyHeartAndHopeToDie
Sir Parker
zmivv

Und Herr Killer Joe, der keinen eigenen Blog besitzt, aber bei ab und an zum Co-Autoren wird!
So und wer jetzt ganz traurig ist und sich bisher immer noch nicht getraut hat, hat Pech!
Nee, Ausnahmen mach ich natürlich. Vielleicht hab ich ja noch ein oder zwei Karten übrig. Einfach ne Mail schreiben an: Lenny_und_Karl_verfolgen (at) gmx (dot)de. Dann gibts vielleicht noch ne Karte.