Montag, September 21, 2009

Australien

Ja, es ist ewig her, aber irgendwie war keine Zeit oder eben nicht der richtig Zeitpunkt, deshalb jetzt ein kurzes Update!

Kurzum: Ihr habt schon einiges verpasst. Eine tolle Zeit in Ho Chi Minh und eine ganz aussergewoehlich schoene Zeit in Kambodscha. Es war super schoen und vielleicht reiche ich ein paar Berichte nach.

Die letzten Tage in Asien habe ich in Bangkok verbracht. Knapp fuenf Tage, ich denen ich meinen Rucksack etwas geleert, ein Paket nach Hause geschickt und neue T-Shirts gekauft und noch ein paar Kleinigkeiten fuer mich erstanden habe.

Ein Flug von Bangkok nach Hongkong, eine sehr bequeme Uebernachtung am Flughafen und einen Flug von Hongkong nach Auckland spaeter, war ich in Neuseeland.

Um ehrlich zu sein hat Auckland so maessig viel zu bieten, es hat geregnet und war kalt. Deshalb bin ich sehr gluecklich seit Mittwoch in Melbourne zu sein. Hier scheint die Sonne, es ist warm und bin bei einem alten Freund aus Schulzeiten untergekommen.

Weitere Neuigkeiten sind, dass es aussieht als haette ich schon mal ein guenstiges Zimmer gefunden, mit einer netten Mitbewohnerin, einem netten Mitbewohner und einem kleinen Hund. Jetzt fehlt nur noch der Job, denn die drei Monate hier sind eingeplant um so viel wie moeglich zu arbeiten um es mir dann in Suedamerika gut gehen zu lassen.

Weitere Neuigkeit ist, dass ich meinen Stopover in den USA ein bisschen ausdehnen werde. Nach einem 5-Tage-Aufenthalt in San Francisco im Januar, geht es einmal quer ueber die USA nach New York. Mindestens drei Wochen Grossstadt - der Flug ist bereits gebucht und ich freue mich riesig.

Wenns mir gefaellt gehts nach Suedamerika noch einmal dahin.
Aber das wird sich zeigen.
Jetzt erstmal Jobsuche.

Und sobald ich nen ordentlichen PC finde, der mich mag, gibts auch Bilder aus Melbourne - uebrigens eine sehr charmante, bunte, alternative und liebenswuerdige Stadt.

Dienstag, September 15, 2009

Happy birthday!!!!


Genau einen Monat zu spaet bin ich dran! Verdammt! Am 16. August war es soweit und ich hab es doch tatsaechlich vergessen. Wo war ich eigentlich am 16. August 2009?

Ach ja in Halong Bay und auf dem Rueckweg nach Hanoi!

Also Happy birthday to me, happy birthday to me - irgendwie. Mein liebes kleines Weblog ist jetzt drei Jahre jung. Wie schoen. Und fuer ein Kleinkind so schoen pflegeleicht. So muss es sein!

Montag, September 14, 2009

Longterm Traveler Part II - A Definition

First of all I have to admit that not all longterm travelers are the same. I am one of those and I am sure that I handle this time in a different way than some people I met.

Nevertheless it is interesting that I crashed into several people all over asia having a similar few on their traveling. Among those are a lot trying to stay as long as possible in one country and live as simple as possible because they think this is the only way to experience how life goes for all the poor Asian people.


This typicial longterm traveler can be described as following:

The longterm traveler is usaually a shy individual. Although he describes itself as adventourous and openen minded he takes fright to go out into big cities, crowded places or developed areas. Thats why you have to go deep into the nature to find him. You can spot him at lonely beaches, in the jungle, on mountains or far from the roads in the fields. Usually he prefers places which show only a minimum of civilization except of electricity which he needs to tell all his friends over the internet about the secret, down-to-earth and simple places he discovered.
The Longterm Traveler is very careful to not be discovered so he dresses to make himself nearly invisible while being in the nature. He likes his hair felted and wild like the crowns of the big jungle trees thats why the dreadlock style is quite a famous hairstyle. The clothes are usually organic so in an emergency they can be burned quickly or just buried without doing harm to the environment. The colours are the colours of the earth and if not the Longterm travaler adopted several ways to get dirty and make the clothes look like they are naturally brown.
To do meditation, spiritual dancing and find the flow of life (which us unfortunatly near to zero in many places) he needs a lot of silence and concentration. So the Longterm Traveler stays out of the way of travelers who are only on holiday for one till four weeks. He calls them "tourists" often followed by a disgusting sound to prove that he dislikes their company and especially their way of traveling. He blames it to those ordinary tourists that the beaches are not lonely anymore, that the prices are higher and that the civilization gains ground.
This is also the point at which the open minded Longterm travler closes his mind because he has no comprehension for those tourists. Arguments that he is living a spoiled life being able to travel for months, to have the money, the time and the personal possibilities to do so will not be heard. During the evolution of the Longterm Travler he defined his own understanding of "open minded" which is very strict and consist of an explicit definition of a real Longterm Traveler, the way he understands and doesn't understand other ways of traveling.
Last but no least a warning to all who are lucky to find a Longterm Traveler in his natural environment. It is highly recommended to spend only a short time studying his behavior. The Longterm traveler is known to react irritated when he is confronted with views and opinions too different to his own. Don't talk too much about civilization or plans to stay in touristic and crowded areas because he will be confused, struggling to understand why anyone can do so much harm to himself voluntarily. And never try to force him to go into big cities with you. There is no living evidence known if it is possible to take a Longterm Traveler out of his happy world and integrate him to a social, civilized life.

Montag, September 07, 2009

Langzeitreisen

Wenn ich mich nicht verrechnet habe, reise ich nun schon seit 11 Wochen. Das ist zum einen eine lange Zeit, weil ich soviel erlebt habe und zum anderen gar nicht so lang, denn bei all den Erlebnissen geht die Zeit recht schnell vorbei.

Einige Monate liegen noch vor mir und ich bin quasi auf dem Sprung nach Australien. Mit den kommenden Monaten werde ich so langsam zum Langzeitreisenden. An dieser Stelle moechte ich jedoch einmal ausdruecklich bemerken, dass ich nicht zu den typischen Langzeitreisenden gehoere.

Ich habe weder Dreadlocks, noch ungewaschene Haare. Ich bevorzuge einen gewissen stilvollen Geschmack bei meiner Kleiderwahl und muss mich nicht auf oekologische Jute-Kleidung beschraenken, die wie ein Sack vom Koerper haengt.
Warum glauben einige Traveler, dass das landestypisch ist? Bisher habe ich nicht einen Einheimischen in diesen merkwuerdigen Klamotten rumlaufen sehen.
Ich trage keine Arm- oder Fussketten mit klingenden kleinen Glocken dran, um schon einen Kilometer im Vorraus auf mich aufmerksam zu machen.
Ich laufe nicht ueberall barfuss herum, um meine Fuesse in ein extremst unnatuerliches schwarz zu tauchen.

Und ich reise nicht nach Indien, damit sich mein Leben und meine Persoenlichkeit total veraendern.
Da sie mich in den letzten Tagen besonders geaergert haben, muss ich an dieser Stelle sagen, dass mich besonders die Indien-Reisenden ganz schoen nerven.

Hier ein Auszug aus einem sehr energieraubenden Dialog.

"Du musst unbedingt nach Indien, das wird dein Leben veraendern."
"Nee, will ich aber nicht, schon gar nicht allein als blonde Frau."
"Ey Indien ist total anders als du denkst. Ich wollte da auch nicht hin und dann bin ich sechs Monate da geblieben."
"Mag sein, aber dafuer bin ich nicht der Typ. Ich wuerde nich so einfach sechs Monate irgendwo haengen bleiben."
"Das kannst du doch gar nicht wissen. Ich wollte da zuerst weg und dann hat es mich total veraendert. Das wird dich auch veraendern, du wirst ein komplett anderer Mensch."
"Ach um ehrlich zu sein fuehl ich mich ganz wohl, wie es im Moment ist und ich will gar keine totale Veraenderung, waere ja schade, wenn soviel von mir verloren geht."
"Vielleicht solltest du deinen Geist ein bisschen mehr oeffnen und dich frei machen fuer Veraenderung. So wirst du nie Erfahrungen machen."
"Nur weil ich mich ganz gut kenne und weiss, dass ich Toilettenpapier und ein Minimum an Hygiene bevorzuge, bedeutet das nicht, dass ich nicht aufgeschlossen bin. Ich kann solche Erfahrungen durchaus machen, ohne ungewaschen durchs Land zu ziehen."
"Bist du jemals einen lange Strecke zu Fuss gelaufen, so fuer Tage? Nein? Solltest du machen, die Gedanken, die du dabei hast, wirst du nie durch was anderes haben koennen!"
"Och ich hatte einige Tage auf meiner Reise, die recht abgeschieden und fuer mich waren, allein am Strand - Zeit meine Gedanken treiben zu lassen, ich kann das sogar umgeben von einer Masse von Menschen."
"Nee, dass funktioniert nicht. Du musst laufen, du musst dich mal frei machen."
"Na gut, dass du weisst, wie das fuer mich funktioniert und dass ich nur in der Lage bin Erfahrungen zu machen, wenn ich tue, was du bereits getan hast."

Wie gesagt: ein Auszug. Man geht mir das auf die Nerven, dass einige Indienreisende meinen die Weisheit der Welt mit Loeffeln gefressen zu haben. Denen brauchst du nix mehr zu erzaehlen, die wissen Bescheidund jeder der ueber einem Budget von 160 Euro pro Monat (haben manche wirklich) reist, ist schon ein Pauschaltourist, der niemals herausfinden wird, wie das Leben und die Leute wirklich sind.

In diesem konkreten Beispiel besteht das Reisen aber auch daraus dieselbe Hose und dasselbe T-Shirt fuer Wochen zu tragen, Tag UND Nacht. Duschen ist eher ein westlicher Luxus, genau wie rasieren oder Haare waschen, von tiefschwarzen Fussohlen ganz zu schweigen.
Bangkok ist zu sehr westliche Welt, zu technologisiert und falsch.

In Indien, ja in Indien da leben die Leute auf dem Boden, direkt und echt - erdnah und der naturverbuden.
Ja, ich bin zu westlich - mein Gott bin ich ein spiessiger Tourist.