Donnerstag, Januar 15, 2009

Statement

Ihr wollt wissen, warum es hier in letzter Zeit so ruhig ist? Warum ich so wenig poste? Eigentlich will ich ja viel mehr schreiben. Die Ideen sind auch da. Aber die miesen Kleinigkeiten des Lebens behindern mich oft stark und beschneiden meine Freizeit.

Welche Kleinigkeiten? Zum Beispiel der Auszug meiner Mitbewohner, deren Wohnung ich übernehme. Die Messies haben Sack und Pack in ihren Transporter geladen. Sie haben alles mitgenommen - bis auf Kleinigkeiten. Diese Kleinigkeiten sehen so aus:


Diese Sachen würden von der Masse reichen, um meine komplette Wohnung zu füllen. Von dem voll gefüllten Keller und Dachboden will ich gar nicht reden. Ich bin genervt.

Freitag, Januar 09, 2009

ZImmer frei?

Ein Zimmer ist im Moment tatsächlich frei. Allerdings nicht in irgendeiner WG, sondern meiner eigenen Wohnung. Ich bin hier Bestimmerin! Also gab es eine Anzeige in einem bekannten WG Forum. 24 Stunden stand sie dort und mehr als 70 Leute meldeten sich darauf. Also schnell drei Besichtigungstermine festgelegt, die Leute auf die verschiedenen Uhrzeiten verteilt und fleißig eingeladen.
Auf Grund von Verspätungen, Nicht-Erscheinen, Mehrfachbelegung und anderen Unpünktlichkeiten kamen mehrere Leute gleichzeitig, um sich das freie Zimmer anzusehen.

Nach bereits zwei von drei anstrengenden Tagen ein paar Tipps für die Bewerber und potentiellen Mitbewohner, die die Chance erhöhen wollen auch tatsächlich einziehen zu dürfen.

- Wenn du einen ganz engen Zeitplan hast, der keinen Besuch zu den angegebenen Zeiten zulässt und du nach Bitten und Betteln einen Extra-Termin ganz allein erhälst, solltest du auch erscheinen.

- Einen Termin morgens um halb 8 Uhr nachts um 1 Uhr per Mail abzusagen mit der Entschuldigung ist, es wäre leider kurzfristig ist suboptimal um Interesse zu wecken.

- Die Vermieterin und potentielle Mitbewohnerin vor versammelter Mannschaft zu belehren und sich über die Methodik der Auswahl zu beschweren, fördert keine Sympathien.

- Noch vor dem Einzug große Angst über eine mögliche Mieterhöhung z.B. durch Nebenkosten zu äußern und die Abhängigkeit von den Eltern, die stark finanziell begrenzt ist, zu betonen fördert kein Vertrauen in die Solvenz des Bewerbers.

- Zu erklären, wie sehr man auf der Suche nach einer Nicht-Zweck-WG ist und dabei durchleuchten zu lassen, dass Familienersatz gewünscht ist, schmälert den Eindruck einer unabhängigen, selbständigen Person.

- Noch vor der Besichtigung zu bestimmen, dass der Einzugstermin nicht passt und mindestens einen Monat nach hinten verlegt wird, ohne Miete zu zahlen und dennoch auf einen Besichtigungstermin zu bestehen, führt dazu, keine Antwort auf diese Anfrage zu erhalten.

- Sich auf die Ausschreibung einer Nichtraucher-WG zu melden, wie ein Räucherstäbchen zu duften und zu sagen, dass man natürlich nur auf dem Balkon rauchen würde, weil man den Geruch in den Klamotten ja nicht will, ist nicht glaubwürdig.

- Vorsichtig anzufragen, ob dies ein Party-WG sei und nach der Antwort "Nein" zu fragen, wie es denn aussieht, wenn man ab und zu ein paar Freunde mitbringt, so abends unter der Woche, klappt super, wenn man sich in einem Wohnheim oder so vorstellen würde.

Dienstag, Januar 06, 2009

Der Neue

Irgendwann ist es soweit. Wenn die Zeit gekommen ist, dann fühlt man das einfach. Zuerst war ich nicht auf der Suche. Doch nach und nach war klar, dass eine Veränderung nötig ist.
Ich sah mich um. Erst hier, dann dort, dann nochmal hier.

Viel gesehen und begutachtet habe ich und die Auswahl war groß. Hier der Schöne, da der Protzige, dazwischen der Unscheinbare mit den versteckten Eigenschaften, der Elegante und der Schüchterne. Doch allein von der Optik wollte ich mich nicht blenden lassen. Deshalb musste ich die besten Optionen prüfen und meine Wahl treffen. Diese war wahrlich nicht einfach.
Nach der Entscheidung blieb zunächst das Warten. Die Vorfreude auf das Kommende und die Spannung. Ein Kribbeln und Warten.
Vor kurzem war es soweit. Ein Wiedersehen mit dir in den eigenen vier Wänden. Die Spannung, die Neugier, das Kennenlernen des Verborgenen. Deine Optik begeisterte genau wie beim ersten Treffen, die inneren Werte überzeugten mich erneut.

Doch aller Anfgang ist schwer. Der Umgang miteinander bedarf oft einer Anleitung, die es nicht gibt oder die nicht gelesen wird. Es schien ein Ruckeln zu sein in dir. Ein wankender Tanz zwischen uns, eine Richtung in die du dich bewegtest, die mir aber missfiel. Es krachte mächtig und wurde laut. Erste Enttäuschung über dich machte sich breit. Die Vorfreude wich kleiner Enttäuschung und leisen Zweifeln, denn so hatte mich mir das nicht vorgestellt. Es hatte so schön angefangen und es sollte doch fiel ruhiger und harmonischer laufen - eben rund. Die Vorzeichen standen so gut und hatten viel mehr versprochen.
Doch so leicht wollte ich nicht aufgeben. Ich dachte nach, informierte mich und führte lange Gespräche, die das Problem ans Licht brachten. Die Ursache für das Ruckeln, das Zucken und unseren wilden Tanz umher.
Nun bin froh, dass es gut läuft - leise und ruhig. Ein gleichmäßiges Schnurren. Ich nehme die bösen Worte zurück, die ich gesagt habe, denn es war meine Schuld. Ich habe dir unrecht getan, denn es war mein Fehler. Du hast gehalten was du versprochen hast und von nun an wird es wunderbar, das weiß ich.

Beim nächsten Mal, das weiß ich auch, wird es von Anfang an besser. Die acht Zentimeter langen massiven Transportbolzen im Waschautomaten werde ich dann besser vor dem ersten Waschgang entfernen. Das lässt die Maschine stillstehen, anstatt sie durch den Raum tanzen zu lassen, gibt weniger Lärm und verringert die Gefahr eines Defekts.