Dienstag, Juli 16, 2013

Schalom, schalom

Super B. hat es geschafft. Er ist Möbelpacker mit nun bald abgeschlossenem Studium. Das ändert nichts an unseren merkwürdigen Konversationen. Neulich abends auf Facebook, als ich angeblich vergaß ihn anzurufen oder anzukündigen, wann ich anrufen werde.

Super B.: Ich fühle mich ein wenig verarscht, junge Dame!
LennyundKarl: Warum? ich habe gerade versucht dich auf dem Festnetzanschluss zu erreichen.

Super B.: Jetzt habe ich leider keine Zeit mehr. Und beleidigt bin ich auch..... Sehr!
LennyundKarl: Ich wusste doch gar nicht, wann du Zeit hast. Und "abends anrufen" ist sehr dehnbar.
Super B.: Du hast einfach nicht mehr geantwortet.
LennyundKarl: Quatsch. Facebook hat die Nachricht geschluckt. Ist mir heute ein paar Mal passiert.

Kurze Denkpause für Super B.

Super B.: NSA?
LennyundKarl: Naja, dass die dich auf ihrer Liste ganz weit oben haben wundert mich nicht.
Super B.: Dabei habe ich extra Bomben und Revolution und Mord aus meinem Wortschatz gestrichen. Dafür baue ich jetzt öfter mal ein freundliches "Schalom" ein.
Schalom, Schalom. Wie gehts dir denn liebe LennyundKarl?

LennyundKarl: Naja, ich weiß nicht ob das reicht. UPS Männer hauen zu wollen kommt auch nicht gut. Überhaupt Hauen als Generallösung macht dich stark verdächtig.
Super B.: Wer haut denn hier jemanden? Ich habe schon ewig niemanden mehr gehauen. Ich schüttel nur noch.

LennyundKarl: Ah ja, na dann. Aber das zusammen mt dem Schalom und du bist schon fast wieder als Terrorist verdächtig.
SuperB: Aber Schalom sagen doch die Juden. Als Jude ist man immer Opfer, niemals Täter. Schalom, schalom. Ich glaube ich bewerbe mich bei denen.
LennyundKarl: Als was?
Super B.: Als Provokateur. Aber die sind streng. Ich glaube, dass man da eigentlich nur reingeboren werden kann. Ich werde Provokateur bei denen, so wie Friedmann oder wie der Typ von der Deutschland-Safari, der Broder.

LennyundKarl: Na dann kriegste endlich deine Limousine mit Chauffeur.
Super B. Ganz sicher. Ich bewerb mich da mal. Aber jetzt erstmal wieder lernen.


Einen Sinn gibt es für solche Konversationen nicht. Aber lustig sind sie immer wieder.
Ich sollte öfter wieder über Super B. schreiben?
Mache ich.

Montag, Juli 15, 2013

Backen - Brot mit Oliven und getrockneten Tomaten



Bis vor ein paar Monaten konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich Brot selber backen würde. Das ist viel schneller gekauft, dachte ich. Selber backen hielt ich für extrem aufwendig und zeitraubend. 

Bis ich zum ersten Mal selbst ein Früchtebrot gebacken habe. Das ging unglaublich schnell und schmeckte außerordentlich gut. Viel besser, als das Brot beim Bäcker. Seit dem backe ich ab und an ein Brot – süß oder herzhaft.
Das ist so kinderleicht. Im Grund braucht ihr nur einen Grundteig und da werft ihr dann alles rein, was ihr gern esst. Zum Beispiel machen sich Nüsse wie Cashews, Walnüsse oder Haselnüsse sehr gut. Aber auch Leinsamen gebe ich gern ins Brot - das ist schrecklich gesund und sorgt für körnige Konsistenz. Dann noch getrocknete Früchte, falls ihr ein fruchtiges Brot backen wollte. Hier empfehlen sich getrocknete Pflaumen, getrocknete Kirschen oder auch Cranberries.

Wer es lieber herzhaft mag, backt wie ich ein Brot mit Oliven und getrockneten Tomaten. Ich habe schwarze und grüne Oliven gemischt, da die schwarzen sehr intensiv sind und den Geschmack nicht so dominant sein sollte. Außerdem nehme in Öl eingelegte getrocknete Tomaten. Die sind aromatisch und so wird das Brot auch nicht so trocken.

Hier mal das Grundrezept für euch. Bei den weiteren Zutaten empfehle ungefähr eine Hand voll.

Grundteig:
550g Dinkelmehl
390ml Wasser (bei Bedarf etwas nachschütten)
1 Pckg. Trockenhefe
1/2 Teelöffel Salz
20g Agavendicksaft

Variation mit Tomante und Oliven: 
1 Handvoll Cashewnüsse (fein gehackt)
1 kl. Handvoll Leinsamen
1 Handvoll getrocknete Tomaten in Öl (fein gehackt)
1 Handvoll schwarze und grüne Oliven gemischt (fein gehackt)


Das Mehl gut mit der Hefe und dem Salz vermischen. Dann das Wasser zugeben und sehr gut kneten. Es sollte ein klebriger aber fester Teig entstehen. Den Teig dann für eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. (Es funktioniert auch super, den Teig über Nacht einfach in der Küche stehen zu lassen und am nächsten Morgen fertig zuzubereiten und zu backen.)
In der Zwischenzeit die Nüsse, eingelegte Tomaten und Oliven fein hacken. Alles zusammen mit dem Agavendicksaft zum Teig geben und kräftig kneten.
Dann eine Kastenform mit Öl einpinseln und den Teig darin verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad eine Stunde backen. Auskühlen lassen und dann aus der Form nehmen.

Mir schmeckt es schon mit etwas Sojabutter und Salz. Das Brot decke ich immer mit Frischhaltefolie ab und es hält sich ungefähr eine Woche, falls es so lange überlebt.




Montag, Juli 01, 2013

Fruchtiger Salat mit Himbeeren und Feta

Grundsätzlich bin ich ja ein großer Fan von Salat. Allerdings finde ich, dass es geschmacklich schnell langweilig wird. Deshalb koche ich auch gern mal Salat aus Linsen oder Quinoa.

Aber auch grüner Salat ist nicht gleich grüner Salat. Wenn ich Eisbergsalat mal wieder nicht mehr sehen kann, esse ich super gern Feldsalat. Der ist fest und hat einen guten Eigengeschmack und ist irgendwie nicht so langweilig und wässrig wie Eisbergsalat.

Dazu schneide ich noch Gurke, Paprika und je nachdem was ich im Kühlschrank habe noch Tomaten oder Karotten. In jedem Fall bietet es sich zu dieser Jahreszeit an, den Salat fruchtig zu gestalten und Himbeeren dazu zu geben. Der Clou ist dann ein schöner kräftiger Schafskäse, der aus Schafsmilch gemacht ist.

Dressing finde ich am allerwichtigsten, weil es den Salat perfekt macht. Als Dressing für den Himbeer-FeldSalat mische ich Olivenöl mit Himbeeressig und etwas Walnussessig. Dazu einen milden Dijonsenf, Agavendicksaft (statt Honig), Salz, Pfeffer und Schnittlauch.

Die leichte Süße des Agavendicksaft schmeckt fantatsich zum Käse und den Himbeeren, die noch einmal vom säuerlichen Geschmack des Himbeeressig unterstützt werden. Zum Schluss noch Sonnenblumenkerne darüber gestreut, die sorgen für mehr Biss. Ein super leckerer Salat, den ich so ständig essen könnte.

Einfach mal ausprobieren - es lohnt sich.